Weitere Frauen werfen Trump sexuelle Belästigung vor «Er küsste mich sehr aggressiv und berührte meine Brüste»

Zwei weitere Frauen haben dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sexuelle Belästigung vorgeworfen. «Es ist eine einzige, grosse, hässliche Lüge», wehrt sich der Republikaner.

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Summer Zervos hatte an Trumps Reality-Show «The Apprentice» teilgenommen. Nachdem sie «gefeuert» worden war, war sie mit Trump in Kontakt geblieben und hatte ihn 2007 in einem Hotel in Beverly Hills getroffen.

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Summer Zervos (rechts) mit ihrer Anwältin ist eine der Frauen, die Donald Trump sexuelle Belästigung vorwerfen. KEYSTONE/FR170512 AP/RINGO H.W. CHIU

Zervos sagte an einer Pressekonferenz, er habe sie mit sexuellen Absichten in einen Bungalow gelockt. Sie habe ihn nur mit Mühe von sich fernhalten können, er habe sie gegen ihren Willen auf den Mund geküsst.

Er habe sie mit seinen Genitalien bedrängt

«Er umarmte mich und ich versuchte, ihn wegzudrängen. Ich drückte gegen seine Brust, um Raum zwischen uns zu bringen und sagte ‹Hey Mann, komm runter›.» Er aber habe sie mit seinen Genitalien bedrängt.

«Er fasste mich an die Schulter, küsste mich sehr aggressiv und berührte meine Brüste», so Zervos. Trump habe versucht, sie ins Schlafzimmer zu führen. Sie wehrte sämtliche Annäherungsversuche ab.

Zervos sagte, sie habe sich entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen, nachdem Trump bestritten hatte, jemals Frauen belästigt zu haben.

«Wer sonst hat solche Brauen?»

Und in der «Washington Post» berichtet die heute 46-jährige Kristin Anderson von einer unangenehmen Begegnung mit Trump in den 90er-Jahren. Demnach habe Anderson sich an einem beliebten Ausgehort in Manhattan mit Bekannten unterhalten, als ihr jemand eine Hand unter den Rock schob.

Sechs Frauen beschuldigen Trump, dass er sie betatscht und ungewollt geküsst hat. Der republikanische Präsidentschaftskandidat bestreitet dies. (Archiv) play
Sechs Frauen beschuldigen Trump, dass er sie betatscht und ungewollt geküsst hat. Der republikanische Präsidentschaftskandidat bestreitet dies. (Archiv) KEYSTONE/AP/STEVE HELBER

Sie habe die Berührung abgewehrt und sei von ihrem Platz aufgesprungen. Sie habe sich umgedreht und Trump als ihren Belästiger identifizieren können. «Er hat einen unverwechselbaren Look - die Haare und die Augenbrauen. Wer sonst hat solche Brauen?», sagte sie der Zeitung.

Donald Trump bestreitet dies vehement. «Das ist alles frei erfunden», sagte er gestern an einer Wahlkundgebung im umkämpften Bundesstaat North Carolina. Die Vorwürfe seien Teil einer Verschwörung gegen ihn. «Es ist ein einzige, grosse, hässliche Lüge.»

Paul Ryan ignoriert Trump

Die neuen Sex-Vorwürfe gegen Donald Trump heizen den Streit unter den US-Republikanern an und spalten die Partei zusehends. Der ranghöchste Parteipolitiker, der Vorsitzende des Repräsentantenhauses Paul Ryan, hielt gestern eine Wahlkampfrede, in der er komplett auf die Nennung des Präsidentschaftskandidaten Trump verzichtete.

Der oberste Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, hält Donald Trumps Äusserungen über einen US-Richter mexikanischer Herkunft für rassistisch. play
Der oberste Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, hält Donald Trumps Äusserungen über einen US-Richter mexikanischer Herkunft für rassistisch. Keystone

Paul Ryan konzentrierte sich vollkommen auf Fortschritte im Rennen um Sitze im Senat und im Abgeordnetenhaus. Zum Präsidentschaftswahlkampf machte er keinen Aussagen.

Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses hatte am Montag erklärt, er werde Trump nicht mehr unterstützen. Zuvor war ein Video aufgetaucht, in dem obszöne Äusserungen Trumps zu hören sind. In der Zwischenzeit gingen zahlreiche Frauen an die Öffentlichkeit, die angeben, Trump habe sie sexuell belästigt. (sda/gru)

Publiziert am 15.10.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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68 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    17.10.2016
    Hat Trump geglaubt das jahrelang machen zu können und dann einfach so Präsident zu werden? Es ist ja nicht einfach so passiert dass er mehrmals geschieden ist und nur hübsche und oberflächliche Ehefrauen gehabt hat! Wäre er ein netter und treuer Ehemann gewesen, wäre er noch heute mit Frau Nr. 1 verheiratet, also bitte einfach mal 1 und 1 zusammenzählen! Im übrigen ist es so dass viele Opfer sich nicht trauen, war im Fall Bill Cosby auch so, bis jemand den ersten Schritt wagt....
  • Max  Siegel aus Neerach
    15.10.2016
    Die ganze Clinton Brut ist sowas von scheinheilig, verlogen und bösartig, dass es einem übel wird. War nicht ihr Ehemann verantwortlich, dass das Weisse Haus zu einem Bordell wurde und dieser zieht bei ihrer Wahl auch wieder dort ein. Sie schaute seinem Treiben zu und beschimpfte damals die betroffenen Frauen, als es um das Impeachment ihres "Göttergatten" ging......
    • Beat  Schenker aus Lugano
      15.10.2016
      Würden Sie sich weiter zurück informieren hätten Sie noch viel mehr Freude.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      17.10.2016
      Hören Sie auf Hillary für die Taten ihres Mannes verantwortlich zu machen! Im übrigen wird die Anzahl Frauen bei Trump um ein vielfaches höher sein!
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      17.10.2016
      Und bei Kennedy akzeptieren Sie es? Und es ist Hillary die kandidiert und nicht Bill!
  • René  Widmer aus Ersigen
    15.10.2016
    Habt Ihr noch nicht gemerkt, dass diese Wahl ein einzig abgekartetes Spiel ist: Die US-Politikelite will nun nach einem Schwarzen endlich eine Frau auf dem Thron, aber eine, die vermutlich höchstens eine Amtsperiode bleibt. Trump macht da gerne als Showman mit.
  • Aschi  Roth 15.10.2016
    das ist das wahre Gesicht der USA! Alles was vorher war, war bloss Show.
    Die USA sind eben nicht so wie die meisten denken. Die USA sind auch nicht die Weltpolizei, sondern das pure Gegenteil. Aber das müssen viele zuerst noch lernen.
  • Arthur  Zwahlen aus Graubünden
    15.10.2016
    ich bin kein Fan von beiden und finde beschämend, dass beide Parteien keinen besseren Kandidat gefunden haben. Ich habe das Gefühl, dass der Paul Ryan ein ganz guter Präsident sein könnte und falls er kurzfristig einspringt, dass er sogar gute Chancen hätte. Weiss jemand wieso er nie in Frage dafür kam, er war doch Vizepräsident-Kandidat bei Romney gegen Obana vor 4 Jahren ?
    • Beat  Schenker aus Lugano
      15.10.2016
      Weil beide schlechter als Obama waren. Was er Leistet seit er der Sprecher wurde ist wohl auch nicht das goldene vom Ei. Seine Glanzleistung ist aber wie er die aktuelle Situation im Griff hat!

      Wenn das die Alternative sein soll.