Was führt FBI-Chef James Comey im Schild? Clintons Angstgegner

Der FBI-Direktor greift in die Präsidentschaftswahlen ein – und zieht den Zorn seiner Chefin auf sich.

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Hillary Clinton (69) ist wütend. «Das ist sehr verstörend», so die Demokratin. «Das gabs noch nie.»

Seit Freitag sind die US-Wahlen in Aufruhr. Seit das FBI dem US-Kongress mitteilte, es gebe «womöglich neue Beweise» in den Ermittlungen um den privaten Mail-Server Clintons. Sofort empörte sich Donald Trump (70): «Das ist die grösste Geschichte seit Watergate.»

Anfänglich schwieg Clinton. Dann fand sie einen Schuldigen für das Chaos, das nun ihren sicher geglaubten Sieg gefährdet: FBI-Direktor James Comey (55). «Es ist sehr komisch, so etwas mit so wenigem Kontext pub­lik zu machen – und zwar so kurz vor den Wahlen», sagte Clinton und forderte: «Direktor Comey muss alles auf den Tisch legen.» Tatsächlich fragt sich ganz Amerika – was treibt den Direktor der Bundespolizei an?

Versteht sich der von US-Präsident Barack Obama (54) eingesetzte Republikaner als Königsmacher? Lässt sich der Beamte von seiner politischen Gesinnung leiten? Oder beweist er ganz einfach seine Unabhängigkeit?

«Das macht man nicht»

Letzten Juli noch sagte Comey, es gebe keinen Grund für ein Strafverfahren gegen Clinton. Rund 30 000 Mails von Clinton hatte er untersuchen lassen, die sie als Aussenministerin über einen privaten Server abgewickelt hatte. Comey aber versprach, den Kongress zu informieren, sollten neue Fakten vorliegen. Was er am Freitag getan hat.

«Das macht man nicht», zitiert der «New Yorker» einen einstigen Topbeamten des Justizministeriums (DoJ). Es sei rechtsstaatlich problematisch, wenn das FBI einen Fall kommentiere, bei dem es keinerlei Anzeichen für eine Strafanzeige gebe. «Das verletzt jahrzehntelange Praxis.»

Bereits in den Neunzigerjahren verzichtete das DoJ da­rauf, sich vor Wahlen zu Kandidaten zu äussern. Seit vier Jahren ist das gängige Praxis. Offenbar widersetzte sich Comey seiner direkten Vorgesetzten, der Justizministerin Loretta Lynch (57). Sie soll ihn gewarnt haben, dies vor den Wahlen zu tun. Dementsprechend zornig sei Lynch auf Comey.

Aus dessen Sicht aber haben Amerikaner gerade vor der Wahl das Recht, alles zu wissen. Dass er nun informierte, lässt einen Schluss zu: Es könnte belastendes Material geben. Zumal das FBI die Mails schon Anfang Oktober fand – auf dem beschlagnahmten Computer von Anthony Weiner (52). Gegen den Ex-Parlamentarier läuft ein Verfahren wegen Sexting. Brisant: Er ist der Gatte von Huma Abedin (40), der engsten Mitarbeiterin von Hillary Clinton. Die beiden teilten sich einen Laptop. Darüber wickelte Abedin auch Mails von Clinton ab. Es sieht so aus, als ob erneut ein lüsterner Kerl für Hillary Clinton zum Problem wird.

Publiziert am 31.10.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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11 Kommentare
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    01.11.2016
    man staunt immer wieder was für Persönlichkeiten sich zur Wahl stellen und dann tatsächlich auch gewählt werden. zu werden. Nun gut, bei uns ist das schon anders. Bei uns muss man wenigstens Hausbesetzer sein um gewählt zu werden, oder wenigstens Söhne haben, die ein Quartier lahmlegen können.
  • rolf  sulzer 01.11.2016
    besser für Clinton nicht gewählt zu werden, als nach der Wahl wieder abgewählt zu werden, dann, wenn alles aber auch alles ihrer e-mail Affaire auf den Tisch gelegt wird. Comey mit seinem Tross ist doch kein Löli oder Anfänger.
  • Markus  Schweizer 01.11.2016
    Oder aber es ist nichts dahinter... nur par rmails die von ihrer Vertrauten hin und her kopiert wurden. Also nicht mal von Clinton selbst. Dan möchte ich nicht in der Haut des FBI Direktors stecken.
    • Dieter   Widmer aus Wanzwil
      01.11.2016
      Genau. Wenn er auf dem Computer eines Abgeordneten Mails von Clinton findet, müssen das doch Kopien sein, die auf Clintons Laptop auch zu finden waren. Ich finde die Aktion des FBI-Direktors höchst problematisch. Seine Tage dürften gezählt sein.
    • rolf  sulzer 01.11.2016
      warten Sie mal ab was die "Breaking News" von CNN, einen Tag vor der Abstimmung, dem Stimmvolk präsentieren. Die USA sind immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Überraschungen, auch was die Wahlen betrifft.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    01.11.2016
    Ich bin auch Angstgegner von Clinton. Ich habe Angst davor, dass eine US-Präsidentin auf dem Rest der Welt das gleiche Chaos anrichtet, das sie in Lybien, in Syrien verantwortete.
  • Roland  Benz , via Facebook 01.11.2016
    Nicht der lüsterne Kerl, A. Weiner, ist das Problem, sondern der private E-Mail Server von Clinton. Während unsere Politikerinnen geheime Informationen problemlos an fremde Regierungen weitergeben können, haben die Amerikaner damit ein Problem. Dieser private Server war ein offenes Tor und hunderte von geheimen Nachrichten sind darüber verschickt worden. In den Augen des FBI ist Clinton entweder strohdumm oder kriminell.