Die Republikaner beschimpfen sich gegenseitig – aber jeder will den Sieger unterstützen «Kleiner Marco!» «Betrüger!» «Lügen-Ted!»

Das Rennen um die Kandidatur zum Republikanischen Präsidentschaftskandidaten geht weiter. Dabei sieht es besonders für Donald Trump sehr gut aus, denn sein kruder Stil scheint bei den Wählern anzukommen. Dies freut auch Chris Christie – er darf sich dann wohl auf ein Amt als Vizepräsident freuen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Philippinischer Präsident Trump lädt Duterte nach Washington ein
2 Trumps Regierung Ex-General Mattis wird US-Verteidigungsminister
3 Ex-CIA-Boss mit E-Mail-Skandal à la Clinton Donald Trump will David...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
4 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Amerika fällt während Vorwahlen jeweils ins alte Rom zurück. Wie Gladiatoren gebärden sich die Kandidaten, bodigen sich mit miesesten Tricks. Viele fallen, einige bleiben für immer blutig liegen. Auf den Rängen johlt das Publikum.Zuletzt aber steht ein Sieger fest. Der führt all jene aus dem Kolosseum in den Krieg, die noch aufrecht gehen können.

An diesem Punkt sind die Republikaner. Monatelang haben sie sich zerfleischt. Zuletzt in der Nacht auf Freitag in einer spektakulären Fernsehdebatte. «Betrüger» rief Marco Rubio (44) den New Yorker Baulöwen Donald Trump (69). Der machte sich lustig über die Grösse von Rubios Gemäch – «der kleine Marco» – und pries das eigene. «Da habe ich keinerlei Probleme, das garantiere ich euch.» Mitstreiter Ted Cruz (45) zeichnete Trump als Choleriker. «Donald – lern Mal endlich, ruhig zu bleiben.» Der konterte, schimpfte Cruz den «Lügen-Ted».

Chris Christie kann sich bei einer Wahl von Trump auf das Amt des Vizepräsidenten freuen. play
Chris Christie kann sich bei einer Wahl von Trump auf das Amt des Vizepräsidenten freuen. AP

Dann aber schworen sie, jenen Kandidaten zu stützen, der die Republikaner in die Wahl führen wird. Zumal das Ziel aller lautet: Hillary Clinton (68) zu stoppen. Das klappt nur, wenn die Republikaner die Reihen schliessen. Wohl hinter Trump. Überragend hat er den «Super Tuesday» gewonnen. Er hat Rückenwind. Sein kruder Stil kommt an, er führt in Umfragen. Bereits nach dem Wahltag am 15. März könnte er genügend Delegierte haben.

Früh erkannt hat dies Chris Christie (53), der dicke Gouverneur von New Jersey, lange Zeit der Geheimfavorit. Noch vor dem «Super Tuesday» trat er ab und gab Trump seinen Segen. Statt von muffigen Motels aus weiter Wahlkampf zu betreiben, fliegt er nun in Trumps Jets. Am Parteikongress im Juli erhält er einen grossen Aufrtitt. Zudem darf er nun mit einer Kandidatur als Vizepräsident von Trump liebäugeln.

Publiziert am 05.03.2016 | Aktualisiert am 11.03.2016
teilen
teilen
4 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden
TV-Debatte der Republikaner Trump verteidigt Grösse seines Penis

TOP-VIDEOS

11 Kommentare
  • Michael  Gross aus Glattbrug
    05.03.2016
    Die USA und Republikaner sind mit ihren extremistischen Ansichten schlimmer als jede Terrororganisation auf der ganzen Welt. In keinem anderen zivilisierten Land wird der Präsident aufgrund von seiner Einstellung zu Gott, der Abtreibung und Homosexuellen gewählt. Die USA ist schon jetzt ein dritte-Welt-Land mit ihrer maroden Infrastruktur und dem Gesundheitswesen. Mit Trump wird es ein vierte-Welt-Land werden.
  • Keller  Mike 05.03.2016
    Und alle glauben, dass die Diskussionen in der Schweiz auf einem höheren Niveau sind. Vielleicht vor Publikum, aber das wars dann auch. Und der liebe Blick sollte sich vielleicht auch ein wenig steigern, denn vom dicken Gouverneur zu sprechen finde ich sehr anstandslos. Er hat sehr viel abgenommen und verdient wie alle Schwergewichte ein bisschen mehr Respekt - nur so nebenbei.
  • Erwin  Buchele 05.03.2016
    Liebe Amis,
    Für euch ist es eine Wahl. Der Rest der Welt sieht es mehr als kollektiven IQ-Test. Und es sieht nicht gut aus !
  • Ronald  Schmid aus Miami
    05.03.2016
    Leute, die USA sind nicht wie Deutschland oder die Schweiz wo man diesmals wieder eine Tante oder einen neuen "Uncle Tom" sucht nur weil man scheinbar immer noch an Santa Klaus glaubt.

    Reicht es nicht wenn die Europaer ihre Haensel und Gretel Politiker haben? In den USA sind inzwischen ein paar mehr Millionen aufgewacht und haben die Nase voll von "Establishment Poli-Ticks" die Hillary vertritt.
  • Annemarie   Setz 05.03.2016
    Einen "Wahlkampf" in dem man sich lustigerweise über den Penis streitet: Primitiver gehts nun wirklich nicht mehr. Haben diese Republikaner eigentlich den Verstand verloren? Es geht hier um die Präsidentschaft jenes Landes, das ohnehin glaubt, der Welt sagen zu müssen, wo es lang geht.Und genau diese Welt schaut im Detail bei diesem unwürdigen Possenspiel zu!