Wahl-Schlammschlacht gegen Donald Trump Warum Hillary Clinton kaum über Sexismus spricht

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin hält sich in der Sexismus-Debatte zurück. Weil sie verletzlich ist.

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Hillary Clinton (68) führt alle Umfragen an. Und doch überrascht, wie ruhig es die Kandidatin der Demokraten derzeit angeht. Statt Wahlkampf zu betreiben, besucht sie ihre Wahlbüros.

Leitartikler fragen bereits: Ist sie zu siegessicher? Warum zielt sie nicht aggressiver auf ihren Konkurrenten Donald Trump (70)? Zumal über den Republikaner in den letzten Tagen eine Menge Unangenehmes publik geworden ist. Bereits fünf Frauen haben detailliert berichtet, wie Trump sie handgreiflich sexuell belästigt hat.

Hillary Clinton aber schweigt. Redet sie doch über Trumps Übergriffe – wie im zweiten TV-Duell – fügt sie stets den gleichen Zusatz hinzu. «Das zeigt, wer Donald wirklich ist, aber er verunglimpft nicht nur Frauen, sondern Schwarze, Latinos, Behinderte, Kriegsgefangene.»

Was Clinton betonen will: Trump ist nicht nur ein Sexist. Zumal sie bei diesem Thema verletzlich ist. Ihr Mann Bill Clinton (70) hat Frauen keinesfalls immer respektvoll behandelt. Mit einer Praktikantin hatte er Sex. Einvernehmlich – aber er nutzte das Machtgefälle aus. Später stritt er es ab. Andere Frauen unterstellten ihm sexuelle Belästigung. Hillary aber kritisierte die Frauen als unglaubwürdig. Was ihr viele nie verziehen haben.

Am Mittwoch kommt es in Las Vegas zum dritten und letzten TV-Duell. Bis dahin dürfte Clinton weiter wenig sagen. Sie lässt Trump seine Fehler machen.

Zumal noch mehr Dreck an die Öffentlichkeit kommen soll. Die Republikanerin – und Trump-Hasserin – Liz Mair twitterte vor zwei Tagen: «Die beiden wirklich, wirklich ­belastenden Storys» zu Trump seien noch nicht publik. Hillary kann sich zurücklehnen – und sich freuen.

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
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13 Kommentare
  • Annemarie   Setz 17.10.2016
    Wundere mich nur, dass Trump Tochter und Clinton Tochter miteinander befreundet sind. Irgendwelche Beziehungen zwischen diesen beiden Geldoberschichten gibt es offenbar doch. Aber Amerika ist Amerika...
  • peter  Schaad 17.10.2016
    Clinton macht das genau richtig. Sie hält sich geschickt über diesen Geschichten und schneidet sie nur gelegentlich an, so bewahrt sie auch die Autorität, die sie braucht. Was mich an sich am meisten erstaunt, ist, dass Drump nun nicht seine wirklichen gewinnbringenden Punkte zum Besten gibt. Etwa die angeblich gemeinte grosse Arbeitsbeschaffung im Rostgürtel.
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 17.10.2016
      Mich wundert das nicht. Es ist einfach, zu sagen, "ich mache dieses, ich mache jenes, wenn ihr mich wählt". Schwieriger ist es, einen Plan zu haben, ein Konzept, wie das Versprochene zu erreichen wäre. Und genau da muss Trump immer passen!
  • max  gerster 17.10.2016
    Erbärmlich was da in den USA abgeht. Wo sind die echt guten Kandidaten die würdig wären als oberster Chef das Land zu führen? Und die Amis wollen der Welt sagen was Recht und Ordnung ist? Schade für das schöne Land und die arbeitende Bevölkerung. Für mich ist die Clinton nicht mal annähernd ein valabler Kandidat, vom anderen nicht zu reden.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    17.10.2016
    Warum sollte Sie, Trump macht ja alles selber!
    Das Sie unglücklich darüber ist wohl eher nicht. Warum man Hillary dafür Verantwortlich machen will (dabei kommt mir in den Sinn, ist Sie eigentlich auch schuldig das es die USA gibt?) verstehe ich nicht ist es doch eine Vergeltung für seine Schmutzkampagne gegen die Bush.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    17.10.2016
    Schade eigentlich, dass Trump die Wahl verlieren wird. Mit einer Wahl Trumps hätte Amerika endlich die Strafe bekommen, die es verdient_ für alle in der Welt durch die USA angezettelten Kriege .
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      17.10.2016
      Wenn es nur die USA betreffen würde, wäre es vermutlich allen egal, leider hat das Auswirkungen auf die ganze Welt, sieht man ja an dem was Bush so alles angerichtet hat!