Verliebt tanzten sie ins Weisse Haus

  • Aktualisiert am 19.01.2012
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WASHINGTON – Sie in weissem Chiffon, er im eleganten Smoking: So tanzte das neue US-Präsidentenpaar bei insgesamt zehn Bällen. Und wirkten, als ob Amor seinen Pfeil erst gerade abgeschossen hätte.

Es war die Nacht der Tänze: Der neue US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle haben zum Abschluss der Vereidigungsfeiern in Washington eine ganze Serie offizieller Tanzveranstaltungen besucht. Zum Auftakt trat das «Erste Paar» bei einem «Nachbarschaftsball» auf – einem Fest mit kostenlosem oder preisgünstigem Zugang für «Normalbürger». Für die meisten anderen Bälle mussten Eintrittskarten zu schwindelerregenden Preisen gekauft werden.

Eng umschlungen und frisch verliebt

Michelle Obama erschien zu den Tanzveranstaltungen in einer fliessenden Chiffonrobe mit kleiner Schleppe in Weiss und einem einzelnen Träger über der rechten Schulter. Der frischgebackene Präsident tanzte mit seiner Frau zu einem von Star Beyoncé gesungenen Chanson – ein bisschen verlegen, aber dann auch eng umschlungen wie es ein frisch verliebtes Pärchen tut. Und Barack Obama himmelte seine Michelle vor versammelten Publikum an: «Zuerst einmal, wie gut sieht denn meine Frau aus?», fragte er zu Beginn des Tanzes.

Es war das erste Mal, dass es einen «Nachbarschaftsball» gab. Der für Obamas Amtseinführung zuständige Organisationsausschuss hatte ihn eigens veranstaltet, um möglichst viele Bürger in die Festivitäten einbeziehen zu können. Er verdanke ihnen nicht nur seine Wahl, sondern benötige auch ihre Hilfe bei der Bewältigung der künftigen Aufgaben, sagte Obama.

Tanzmarathon mit zehn Bällen

Schon nach wenigen Minuten ging es zum nächsten Ball – zehn insgesamt wollten die Obamas vor ihrer Heimkehr ins neue Heim, das Weisse Haus, besuchen. Zunehmend war ihnen dabei beim Tanzen auch die Müdigkeit nach einem langen anstrengenden Tag anzusehen.

Stilmässig konnte das Powerpaar erneut punkten: Bei den Feiern zur Vereidigung hatte die First Lady ein blassgoldenes Ensemble der Designerin Isabel Toledo getragen. Der neue Präsident trug tagsüber eine Krawatte, abends eine weisse Fliege und einen Smoking.

Obama scheint auf dem Tanzparkett mehr Durchhaltevermögen als sein Vorgänger zu haben: Bei den Vereidigungsbällen vor vier Jahren hatte es den damaligen Präsidenten George W. Bush bereits um kurz nach 22 Uhr erschöpft ins Bett gezogen. (SDA)

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