Verbaler Rundumschlag von Trump Hillary Clinton ist «kriminell»

WEST PALM BEACH (USA) - Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat zu einem harten verbalen Rundumschlag ausgeholt: Trump bezeichnete seine Gegenkandidatin Hillary Clinton als «kriminell».

Donald Trump in die Ecke gedrängt: Beleidigt Clinton als «kriminell» play
Donald Trump ist für seine verbalen Aussetzer bekannt. AP

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Von Vorwürfen sexueller Übergriffe in die Enge gedrängt, hat Donald Trump zu einem ungewöhnlich harten verbalen Rundumschlag ausgeholt. Trump bezeichnete am Donnerstag in Florida seine Gegenkandidatin Hillary Clinton als «kriminell». Sie sei auch Teil einer korrupten Elite, die nur den Status quo aufrechterhalten wolle, um weiter ausbeuterisch auf Kosten des Volkes Strippen ziehen zu können.

Zu dem korrupten Kreis gehörten auch zahlreiche Medienunternehmen, deren Veröffentlichungen von Clinton gesteuert würden, sagte Trump. Er selbst und seine Kandidatur seien eine «existenzielle Bedrohung» für dieses System. Deswegen werde er mit Vorwürfen überzogen. «Nichts davon ist wahr», sagte Trump.

Er kündigte rechtliche Schritte gegen die «New York Times» an. Die Zeitung denkt einem Statement zufolge nicht daran, ihre Position zu ändern. «Wir freuen uns darauf, in einem Gerichtssaal der Wahrheit die Ehre zu geben«, hiess es von dem Blatt.

»Für das Establishment geht es bei dieser Wahl um Billionen von Dollar«, sagte Trump. «Es gibt keine Lüge, die sie nicht verbreiten», betonte er mit Blick auf Hillary Clinton und ihren Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton. «Die Clintons sind Kriminelle, denkt daran, sie sind Kriminelle.»

Die «New York Times» hatte am Vortag die Vorwürfe zweier Frauen publiziert, die sich vor Jahren von Trump bedrängt gefühlt hatten. In einem Fall soll er einer heute 74-Jährigen in einem Flugzeug an die Brust und unter den Rock gefasst haben.

Eine andere soll er ohne Einverständnis auf den Mund geküsst haben. Ein Reporterin schrieb, Trump habe sie an eine Wand gedrückt und innig geküsst. «Das soll ich gemacht haben? Schaut sie euch doch an», war seine Replik.

Vergangene Woche war ein Video mit obszönen Äusserungen Trumps an die Öffentlichkeit gelangt und hatte zu einem Sturm der Entrüstung auch in seiner eigenen Partei geführt.

Gegenoffensive von Michelle Obama

First Lady Michelle Obama hatte kurz vor dem Auftritt Trumps mit einer flammenden Rede einen Gegenpol gesetzt. Trumps Kommentare hätten sie im Mark erschüttert, sagte sie bei einer Veranstaltung in New Hampshire. Seine Kommentare seien schändlich und inakzeptabel.

«Das ist nicht mehr normal. Dies ist keine gewöhnliche Politik mehr», sagte Michelle Obama. «Anständige Menschen benehmen sich nicht so. Und sicher erst recht nicht jemand, der Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte.» Trumps Versuch, die Vorwürfe abzutun, sei eine Beleidigung für alle anständigen Männer.

«Egal, welcher Partei man angehört - Demokraten, Republikaner, Unabhängige - keine Frau hat es verdient, so behandelt zu werden», sagte Michelle Obama. «Unsere Mütter und Grossmütter waren oft machtlos, wenn sie ihre Lebensumstände verändern wollten. Heute haben wir Frauen alle Macht, das Ergebnis dieser Wahl zu bestimmen.»

US-Medien gilt die First Lady seit längerem als eine der mächtigsten und hilfreichsten Unterstützerinnen Hillary Clintons. «Eine der besten Rednerinnen dieses ganzen Wahljahres», hiess es am Donnerstag in Kommentaren. Gründe sind ihr untadeliger Ruf, ihre Ausstrahlung, ihr soziales Engagement und ihre rhetorischen Fähigkeiten. (SDA)

Publiziert am 14.10.2016 | Aktualisiert am 22.10.2016
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15 Kommentare
  • Bruno  Winkler 14.10.2016
    Die Begründung der "Daumen runter"-Drücker betr. Kriminalität der Clinton möchte ich mal hören. Ist es die Sympatie für Clinton oder die Antipatie gegen Trump?
  • Thomas  Hager aus Luzern
    14.10.2016
    Das einzig Gute an Trump ist das durch seine Kandidatur die Republikaner die Wahl verlieren und die Partei gespalten und dadurch geschwächt wurde. Nach vier oder acht Jahren kann dann Michelle Obama kandidieren.
  • Fred  Handelsmann aus Singen Hohentwiel
    14.10.2016
    Falls Trump Präsident würde, wäre er zugleich Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte. Sein Wahlkampfchef soll Millionen Dollar von Kreml-freundlichen Kräften erhalten haben. Putin unterhält ein Netz zu extremen Rechtsparteien Europas und unterstützt Assad mit Bombardements von Aleppo. Im Fokus steht bei Putin offensichtlich nicht die Bekämpfung der ISIS, sondern Syrien als militärische Operationsbasis. Für Putin wäre Trump eine helle Freude; für die Stabilität des Westens eine Katastrophe.
    • Poco  Loco aus Innerschweiz
      14.10.2016
      Sie haben vom ganzen System nichts verstanden. Nur 1 Beispiel, Putin ist von der offiziellen Regierung gebeten worden in Syrien zu helfen, die USA und all die anderen westlichen Länder sind illegal dort. Der IS ist eher ein Gebilde von den USA, wie auch Al Kaida. Die USA und Nato haben mit rechtsextremen Kreisen die ukrainische Regierung geputscht usw.
    • Fred  Handelsmann aus Singen Hohentwiel
      14.10.2016
      Poco Loco aus der Innerschweiz:
      Ihr Informationsstand deckt sich mit dem was in einem Schweizer Wochenmagazin zu lesen ist, wo frustrierte Kolumnenschreiber über die classe politique wettern. Trump gehört zur Kasino-Geldelite; entsprechend sein Stil. Bis heute haben wir von ihm weder seine Ideen zur wirtschafts-und gesellschaftspolitischen Ausrichtung der USA gehört, noch über die sicherheitspolitische Ausrichtung der USA. Einzig, dass er die NATO-Streitkräfte reduzieren will. Putin freuts.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    14.10.2016
    Trump redet immer von der Elite, während er mit seinen Milliarden, die er immer wieder mal verloren hat, zur Geldelite gehört. Er wird wenn er Präsident werden würde die Steuererleichterung für Firmeninhaber noch vergrössern während das Volk dann für die Löcher aufkommen muss! Dieses System läuft schon länger so, seit die Rep. in der Überzahl sind und dann wird es noch übler! Hillary steht für gerechte Steuerverteilung!!
  • John  Freedom 14.10.2016
    Bin kein Fan von Trump. Aber Trump hat recht. Clinton ist korrupt. Die Elite wird so weiter machen. Es wird sich nie was ändern in dieser Korrupten "Demokratie". Die US Bevölkerung wird nur noch ärmer. Hillary wird dafür sorgen, dass die Reichen gar keine Steuern mehr bezahlen. Das Frau Obama sich mit Frauen rechte einmischt, war ja klar. Schade wie einfach man das Volk Manipulieren lassen. Hillary steht auf der Gehaltsliste der Elite.
    • pesche  greuter 14.10.2016
      Sie wollen doch nicht behaupten das Trump ein Schäfchen ist oder? Er ist so viel oder so wenig korrupt wie die meisten Politiker.
      Sollte er gewählt werden wird sich gar nichts ändern im Gegenteil es wird noch schlimmer
    • Beat  Schenker aus Lugano
      14.10.2016
      Da muss ich vieles falsch Verstanden haben! Was ich Verstanden habe ist das Hillary Clinton wie Obama höhere Steuern für die Reichen fordert. Wärend Trump meint das die Steuern der Reichen reduziert werden müssen, habe zwar nicht Verstanden was er bei sich noch reduzieren will.
      Ausserdem ist Hillary, wie Obama für höhere Grundlöhne, damit Leute nicht 2 bis 3 Arbeiten brauchen um über die Runde zu kommen. Ob dies im Sinne von Trump ist wage ich zu Bezweifeln.