US-Wahl lässt Investoren zittern Trump, der Nationalbank-Schreck

Was der Ausgang der US-Wahl für Investoren wie die Schweizerische Nationalbank bedeuten würde. Und worauf man sich besser einstellt.

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Die Finanzmärkte auf der Welt rechnen fest mit einem Sieg der Demokratin Hillary Clinton. Und jede Information, die dagegen spricht, wird mit einem Zittern an der Börse quittiert. Der Republikaner Donald Trump gilt als Investorenschreck.

«Da er unberechenbar ist, dürfte er auf den Märkten Nervosität hervorrufen», sagt Mark Burgess, Strategie-Chef der Fondgesellschaft Columbia Threadneedle für Europa, in der «Süddeutschen Zeitung». Auch sein instinktives und sprunghaftes Wesen dürfte Nervosität hervorrufen. In vielen Bereichen sei nur wenig darüber bekannt, welche Ansichten Trump vertrete.

Die Zeitung kommt zum Fazit: Clinton mit demokratischer Mehrheit ist gut für die Sektoren erneuerbare Energie und Bau und kritisch für Banken sowie Pharma. «Trump mit republikanischer Mehrheit ist grundsätzlich problematisch wegen seiner Unberechenbarkeit, aber positiv für Bau und Verteidigung.»

SNB setzt auf US-Aktien

Über die Nervosität an der Börse weiss auch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sie wird die US-Wahl mit Argusaugen verfolgen. Denn die SNB nimmt unter den grossen Nationalbanken eine Sonderstellung ein und investiert auch in Aktien – insbesondere ist in den letzten Monaten ihr US-Aktienportfolio gewachsen.

Wie BLICK Ende September berichtete, besteht die Hälfte der Anlagesumme des Aktienportfolios der SNB inzwischen aus US-Aktien. Das geht aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hervor. Experten weisen auf Risiken der steigenden Aktieninvestments für Investoren hin – etwa durch Wertverluste bei Marktturbulenzen. Damit wird Trump auch zum SNB-Schreck.

UBS geht von Stabilität aus

Glaubt man den Einschätzungen der Grossbank UBS, dann ist die Sorge über eine mögliche Präsidentschaft Trumps unbegründet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump gewinnt, taxiert sie auf 15 Prozent. Die UBS hält die Wahl von Clinton mit 85 Prozent für am wahrscheinlichsten. Insgesamt geht die Grossbank von wenigen Veränderungen für die Wirtschaft aus.

Viel wichtiger seien langfristige Trends für die Investments wie Urbanisierung, Alterung und Bevölkerungswachstum. Wie heisst es doch in einer Börsenweisheit: «Politische Börsen haben kurze Beine.» (uro)

Publiziert am 31.10.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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6 Kommentare
  • Ronald  Schmid aus Miami
    01.11.2016
    Um das geht es ja bei dieser Abstimmung. Die Grossfinanz will weiter auf Kosten aller andern mit zehn tausenden von Milliarden von den naechsten zehn Generationen abgestohlenem Geld, Ihre kuenstlichen Werte des "Crony Capitalism" aufrecht erhalten. Fuer diese "Boom & Bust" Vetterli Form, einer verfehlten Wirtschaft braucht es das "Clinton Kartell" als Verbuendete. "Hope & Change" fuer die Naiven wie bei Obama, der schnell in 8 Jahren alle mit Schulden verklavt hat um Grossfinanz zu retten..
  • Viktor  Claus aus Zürich
    31.10.2016
    @Daniel Schlatter: Die Zahlen habe ich von der Blick-Ausgabe vom 01.09.16. Headline ist: Die SNB hat Facebook -Aktien.... Totalbestand der Auslandaktien der SNB sind 127 Milliarden davon die Hälfte in Amerika. Viel Spass beim Nachlesen.
  • rolf  sulzer 31.10.2016
    Es besteht kein Mangel an Propheten und Hellsehern. Jeder hat aber eine andere Vorsehung mit der Chance, dass der eine oder andere doch noch Recht bekommt. Wissen und Vorhersagen kann es keiner. Die USA ist momentan ein Wundertüte, die vor der Wahl noch viele Überraschungen hervorzaubern kann.
  • Viktor  Claus aus Zürich
    31.10.2016
    Ja, jetzt verstehe ich endlich die Negativzinspolitik der SNB. Sie würden sonst richtig Geld verlieren mit ihrem über 60 Milliarden Aktienpaket in den Staaten. Liebe SNB macht so weiter, die Rentner/Sparer werden es euch sicher danken. Ironie aus!
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 31.10.2016
      Ich möchte von Ihnen gerne wissen, wie Sie auf ein US-Aktienpaket von 60 Mrd kommen: die Aktienankagen der SNB per 39.9.2016 betragen gerade mal 4,065 Mrd. Aber Hauptsache, Sie haben noch ironisch an die Rentner und Sparer gedacht, mit Herz, wenns sonst nicht klappt....
    • erich  kaufmann 01.11.2016
      Die SNB hällt für ca. 200 Mia. US Staatsanleihen, D oder RUS im Vergleich ca. 60 Mia.!