Trump vs. Clinton Die 16 Highlights des TV-Fights

Hillary Clinton setzte sich in der Debatte gegen Donald Trump durch. Der wirkt zuweilen apathisch. BLICK nennt die Höhepunkte.

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Den Superlativen bedienten sich die US-Medien im Vorfeld. Das wichtigste TV-Duell aller Zeiten sei die erste Debatte zwischen Hillary Clinton (68) und Donald Trump (70), abgehalten an der Hofstra University ausserhalb von New York. Mit einem Ali-Frazier-Fight verglich es ein Kommentator.

Hillary Clinton vs Donald Trump: Die 16 Highlights aus dem TV-Duell play
Lachen für die Kamera: Donald Trump und Hillary Clinton an der TV-Debatte. Reuters

Nun, Blut floss keines. Keiner ging K.O., echte Treffer oder Abstürze blieben aus.

Aber nach Punkten gewann klar die Demokratin. Sie wirkte seriöser, provozierte den Republikaner gekonnt. Der liess sich provozieren. Mehrmals fuhr Trump ihr ins Wort, rollte mit den Augen, seufzte. Clinton hingegen tänzelte um ihn herum, wirkte gelassen und selbstsicher.

Inhaltlich brachte die Debatte wenig Neues – beide wiederholten, was sie schon an ihren Parteikonventen sagten.

Clinton hatte eine Präsenz, Trump hingen wirkte entrückt, ja zuweilen apathisch.

Die 16 Höhepunkte

1. Der erste Punkt: Ging an Clinton. Sie gewann vor dem Duell die Auslosung. Ihr wurde die erste Frage gestellt.

2. Der doppelte Handschlag: Im Vorfeld war ungewiss, ob sich die beiden überhaupt die Hand reichen würden. Für ihn ist das ein «barbarischer Akt», sie verabscheut Trump so sehr, dass sie ihn nicht berühren möchten. Artig gaben sie sich die Hand am Anfang und am Schluss.

3. Das Eigenplagiat: Trump wiederholte, er bringe Jobs aus Mexiko und China zurück. Clinton sagte wie schon am Parteikonvent, ein Mann, der sich von einem Tweet provozieren lasse, dürfe nicht an Atomwaffen gelassen werden.

4. Papis Portemonnaie: Trump kümmere sich nur um die Reichen, so Clinton. Er selbst habe nur Geld, weil sein Vater es ihm gab.

5. Der Angriff mit dem Arm: Zu Beginn streckte Trump seinen Arm bedrohlich Richtung Clinton und fragte sie: «Kann ich Aussenministerin zu dir sagen? Ich möchte, dass du glücklich bist.» Trump wirkte arrogant und herablassend.

6. Eine Zeile von Clinton, die stach: «Donald, ich weiss, dass du in einer eigenen Realität lebst.»

«Er hat etwas zu verbergen» 

7. Ein Zeile von Trump, die stach: «Ja, sie hat viel Erfahrung, aber die falsche.»

8. Grinsen und Reinreden: Der geteilte Bildschirm ist tückisch, weil die Zuschauer sehen, wie die anderen zuhören. Clinton grinste einmal, Trump aber fuhr ihr immer wieder ins Wort, wirkte daher rüpelhaft.

9. Die lieben Steuern: Der Moderator fragte Trump, warum er seine Steuererklärung nicht publik mache. Trump windete sich. Clinton attackierte gnadenlos: «vielleicht ist er nicht so reich, wie er sagt, und vielleicht zahlt er überhaupt keine Steuern». Was Trump sogar zugab: «Das Geld wäre ohnehin verschwendet worden.» Clinton trocken: «Er hat etwas zu verstecken.»

 

10. Fehler oder Schande: Clinton gesteht, es sei ein Fehler gewesen, Mails über einen privaten Server laufen zu lassen. Trump entgegnet: «Es war kein Fehler, es war Absicht, es ist eine Schande, was Hillary gemacht hat.»

11. Der Ich-Milliardär: Clinton warf Trump vor, er habe seine Handwerker oft nicht bezahlt. Was Trump zugab und erklärte warum: «Zuerst komme ich, dann meine Familie, dann meine Familie.» Die anderen interessieren ihn offenbar nicht.

12. Der Seufzer: Al Gore (68) verlor im Jahr 2000, weil er in einer Debatte gegen George W. Bush (70) mehrmals hörbar seufzte. Gestern seufzte Trump einmal laut – und wirkte wie ein gehänselter Schuljunge.

13. Zwei sind sich einig: Dass Menschen, die nicht fliegen dürfen, auch keine Waffen erwerben sollen. Dass sie das Resultat der Wahlen annehmen werden, egal wer gewinnt.

14. Das Clinton-Zitat, das bleiben wird: «Ich habe mich auf diese Debatte vorbereitet, er nicht, genau wie ich darauf vorbereitet bin, Präsidentin zu werden, er nicht.»

15. Aufruf zum Krieg: «China sollte in Nordkorea einmarschieren», sagt Trump. Die USA könnten nicht der Polizist der Welt sein.

16. Wer kann länger: Clinton habe nicht die Ausdauer, Präsidentin zu sein. Sie konterte: «Wenn er einmal 112 Länder bereist hat, so viele diplomatische Abkommen wie ich ausgehandelt hat, dann kann er mit mir wieder über Ausdauer reden.»

Das nächste TV-Duell mit den beiden findet am 10. Oktober statt.

Publiziert am 27.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
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10 Kommentare
  • Daniel  Schlatter , via Facebook 27.09.2016
    Robert Meyer: jetzt mal halblang! Der IS ist in den letzten 3 Jahren. Clinton war bis 2013 Aussenministerin. Syrien ist wohl unbestritten die Nachwirkung des Irak-Krieges von G. W. Bush. Die ganze Instabilität im Nahen Osten und im Maghreb ist darauf zurück zuführen. Leider ist es oft so, dass derjenige, der den Schlamassel zu verwalten hat anstatt der, der ihn verursacht hat an den Pranger gestellt wird.
  • Simon  Gerber aus Jegenstorf
    27.09.2016
    Ich weiss nicht ob es so klug wäre, einer an Atomwaffen zu lassen wie Trump. Der von Fachleuten als Narzistisch und als Psychopath bezeichnet wird.
  • Michael  Berger 27.09.2016
    Wahnsinn, wie subjectiv diese Berichterstattung wieder einmal ist. Der Blick wurde wohl sehr gut bezahlt, dass er seine journalistische Neutralität aufgeben musste - wie immer wenn jemand dem Establishment gefährlich wird. Ich kann nur raten, dass man sich das Video einmal ansieht und es sollte jedem klar werden, dass Hillary GENAU wusste, welche Fragen kommen. Zudem waren ihre Worte nur blankes Gerede, einfache Mittel und Pläne hatte Trump...aber eben, das intessiert ja keinen am Schluss
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 27.09.2016
      Michael Berger, wer vorbereitet ist, wird von Fragen nicht überrascht. Und die einfachen Mittel und Pläne, die Sie Trump attestieren, sind etwa so gut umsetztbar wie die Vorschläge, die uns jeweils die SVP bietet: gar nicht! Trump treibt v.a. eines an: wie kann ich noch reicher werden! Als Präsident, der den reichen zudient, könnte das klappen. Der Rest der US und die Welt kann ihm gestohlen bleiben.
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 27.09.2016
      Michael Berger, wer vorbereitet ist, wird von Fragen nicht überrascht. Und die einfachen Mittel und Pläne, die Sie Trump attestieren, sind etwa so gut umsetztbar wie die Vorschläge, die uns jeweils die SVP bietet: gar nicht! Trump treibt v.a. eines an: wie kann ich noch reicher werden! Als Präsident, der den reichen zudient, könnte das klappen. Der Rest der US und die Welt kann ihm gestohlen bleiben.
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    27.09.2016
    Clinton ist eine Kunstfigur, die eingetrichterte Worte durch einen Hofstaat an Beratern wiedergibt und ihren Gesichtsausdruck und ihr stetiges Lächeln nicht tagelang, sondern monatelang werbewirksam vor dem Spiegel geübt hat. Trump redete frisch von der Leber weg, natürlich und nicht eingetrichterte Sätze von fremden Menschen, sondern seine eigenen. Dadurch wirkte er auf den ersten Blick weniger redegewandt, jedoch echter und glaubwürdiger. Clinton wird gesteuert, Trump ist echt und sich selbst.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      27.09.2016
      Wow; in was für einer Blase leben denn Sie?? Es wurde mehr als einmal berichtet dass Trump sich diverse Berater geholt hat, ob er auf sie hört ist das zweite und wenn nicht, wird genau das hier passieren, dass er sich ins Aus motzt!! Es ist egal ob Trump echt ist oder nicht, es geht um die Erfahrung in diesem politischen Gewirr und die hat er nun mal NICHT!
    • Elias  Schnitzler aus St. Gallen
      27.09.2016
      Beide werden die USA in den Abgrund reiten.
      Die Welt hat genug von diesem Erpresserstaat !
      Es geht auch sehr gut ohne die selbstverherrlichten Puppen aus dem Westen.
    • Robert  Meier 27.09.2016
      Frau Jost, Clinton hat definitiv gewisse Erfahrung in der Politik. Aber nennen Sie mir doch einmal EINEN Erfolg, den sie in ihrer Zeit als Aussenministerin vorzuweisen hat. Unter ihrer Zeit ist der IS entstanden. Sie griff in Libyen ein, was zu einer Schwemme von Flüchtlingen, Toten und Unruhen führte. Wo steht Libyen heute? Von Syrien fangen wir am besten gar nicht erst an zu reden. Und wo war ihre Erfahrung als sie einen verbotenerweise privaten Server für ihre Mails einrichtete?

    • Daniel  Schlatter , via Facebook 27.09.2016
      Also von wegen Kunstfigur: was ist an Clinton echt? Seinen Allerwertesten kenne ich zum Glück nicht, aber ich verwette meinen, dass der auch geliftet ist!