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Voraussetzungen
Ein Mindestalter von 35 Jahren, von denen 14 in den USA verbracht worden sein müssen. Auch muss ein Kandidat die US-Staatsbürgerschaft von Geburt an besitzen.
Registrierung
Der Kandidat muss sich in jedem der 50 Bundesstaaten registrieren und dort je nach Landesgesetzen eine bestimmte Zahl von Unterschriften vorweisen können. Zudem muss er sich bei der Bundeswahlbehörde anmelden, welche die Finanzierung seines Wahlkampfs überwacht.
Partei
Obwohl in der Verfassung Parteien nicht erwähnt werden, haben in der Praxis nur Kandidaten eine Chance, die von einer Partei unterstützt werden. Seit dem 19. Jahrhundert dominieren die Demokraten und Republikaner.
Vorwahlen
Da sich zunächst mehrere Personen einer Partei um die Kandidatur bewerben, werden Vorwahlen abgehalten. Dabei bestimmt die jeweilige Parteibasis, wem sie ihr Vertrauen aussprechen will. Ziel jeder Partei ist es, eine möglichst breite Volksgruppe hinter eine einzige Person zu bringen und so jede Spaltung der Wähler zu vermeiden. Da am 5. Februar in mehr als 20 Bundes-staten gleichzeitig gewählt wird, wird sich die heisse Phase des parteiinternen Wahlkampfes auf die Zeit zwischen der ersten Vorwahl in Iowa und dem so genannten «Super-Tuesday» konzentrieren. Danach wird für die meisten Kandidaten klar sein, dass sie keine Chance haben. Sie geben dann auf.
Parteitage (National Conventions)
Im Sommer kommt jede Partei zu einer grossen Sitzung zusammen, um ihren offiziellen Kandidaten zu ernennen. Diese Treffen sind heute Formsache. Sie werden benutzt, um die Geschlossenheit der Partei wiederherzustellen und dem Kandidaten einen guten Start in den eigentlichen Wahlkampf zu verschaffen.
Wahltag
Gewählt wird alle vier Jahre am ersten Dienstag im November. Es handelt es sich dabei aber nicht um eine landesweite Wahl, sondern um Einzelabstimmungen in den 50 Bundesstaaten und dem Regierungsbezirk District of Columbia (Washington DC). Daher werden die Ergebnisse in den östlichen Bundesstaaten schon bekannt gegeben, während in den westlichen wegen der Zeitverschiebung noch gewählt wird.
Wahlkolleg
Die US-Bürger wählen den Präsidenten nicht direkt, sondern über 538 Wahlmänner. Dabei haben Bundesstaaten mit einer grösseren Bevölkerung mehr Stimmen, jeder Staat aber mindestens drei. Diese Wahlmänner haben sich verpflichtet, für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen. In 48 der 50 Bundesstaaten erhält der Kandidat mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen in einem Bundesstaat auch alle Wahlmännerstimmen. In Nebraska und Maine werden die Stimmen aufgeteilt.
Sieger
Wer 270 Wahlmännerstimmen erhält, hat gewonnen. In der Regel – jedoch nicht immer – ist das auch der Kandidat, der die meisten Wählerstimmen bekommen hat. In den 55 bisherigen Präsidentenwahlen hat vier Mal ein Kandidat gewonnen, der nicht die Mehrheit der Wähler hinter sich hatte. Zum letzten Mal George W. Bush im Jahr 2000. Hat kein Kandidat die Mehrheit im Kolleg, entscheidet das Repräsentantenhaus, wer Präsident wird. Das Wahlkolleg trifft sich im Dezember, um formell den Präsidenten zu bestimmen.
Eid
Im Januar wird der neue Präsident auf den Stufen des Kapitols – dem Sitz des Kongresses – vereidigt. Seit 1951 darf der Präsident nicht mehr als zwei Amtszeiten dienen. (sda/dct)