So verteidigt Bushs Hund sein Herrchen!

WASHINGTON – Die beissende Kritik an seinem Herrchen macht George W. Bushs Hund Barney zum Kampfhund: Der Terrier ging auf einen Reporter los!

  • Publiziert: 07.11.2008, Aktualisiert: 19.01.2012
play Barney in Aktion: Der Streichler von Reuters-Reportes Jon Decker kam beim Terrier gar nicht gut an. (AFP)

Er hat es nicht leicht, der George W. Bush: Er ist der unbeliebteste Präsident der US-Geschichte, seit Monaten hagelt Kritik auf ihn ein, und wegen ihm stehen die Republikaner nach den US-Wahlen sowohl im Weissen Haus als auch im Kongress und im Senat mit abgesägten Hosen da. Das alles muss auf das texanische Sonnengemüt drücken.

Das spürt auch Präsidenten-Hund Barney. Und dazu kommt: In nur 75 Tagen muss der Terrier seine komfortable «White-House-Hundehütte» aufgeben und mit seinem Herrchen zurück ins heisse, staubtrockene Texas.

Da kann man schon mal bissig werden – wie auch Reuters-Reporter Jon Decker bemerken musste: Als er den Hund bei seinem morgendlichen Spaziergang vor dem Weissen Haus streicheln wollte, schnappte der so friedlich wirkende Terrier zu!

Decker ist zwar erschrocken, nimmt das Ganze aber mit Humor. «Ich denke, es war einfach Barney Art zu sagen, dass er mit den Paparrazzi durch ist», scherzte auch eine Sprecherin des Weissen Hauses.

First Lady schickte nach dem Arzt

First Lady Laura Bush hingegen ist empört über das wenig präsidentiale Benehmen des Familienhundes. Sie schickte den Reporter zu einem Doktor im Weissen Haus, der ihm für ein paar Tage Antibiotika verschrieb und seinen Finger bandagierte. «Als Barney zuschnappte, ritze er mir die Haut am Zeigfinger, deswegen die Antibiotika», so Decker.

Barney, der Kampfhund des Weissen Hauses? Nicht wirklich, wie man im Video sieht. Es bleibt aber dennoch zu hoffen, dass Barneys Herrchen ein besserer Verlierer ist und das Weisse Haus verlässt, ohne zu beissen. (gux)

play Jon Decker: «Hier hat mich der Hund des Präsidenten gebissen». Ob er die Hand je wieder waschen wird? (Reuters)

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