US-Wahlkampf im TV-Duell Romney will – aber was macht Obama?

Ringier-Publizist Hannes Britschgi verbrachte die Nacht vor dem TV. Er hat sich das 1. TV-Duell von Barack Obama und Mitt Romney ganz genau angesehen.

  • Publiziert: 04.10.2012
  • Von Hannes Britschgi
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play Barack Obama war zu wenig bissig. (imago stock&people)

Barack Obama hat ein umwerfendes Lachen. Aber das genügt natürlich nicht. Er muss seine Beisserchen auch auf der anderen Seite der Skala einsetzen. Zubeis­sen, sodass es wehtut.

Obama kann seinen Herausforderer Mitt Romney nicht einfach weglachen. Besonders dann nicht, wenn der Republikaner mit seiner Amtszeit brutal abrechnet und ihn als Jobkiller brandmarkt.

Der schmallippige Romney kann im Wettlachen nicht mithalten. Aber als Debattierer war er heute Nacht stark, aggressiv und trittfest.

Er schaute beim Argumentieren dem Präsidenten direkt in die Augen und ging ihm verbal heftig an die Wäsche. Er machte klar: Ich will den Job. Ich kann es besser. Ich habe es in Massachusetts bewiesen.

Barack Obama vermied zu oft den Augenkontakt und wirkte ausweichend. Lieber wandte er sich an die Zuschauer. Schaute mir direkt in die Augen. Das war eine gute Masche, aber dann  formulierte er so zögerlich, dass es einen mehr irritierte als überzeugte. Da war kein Feuer. Nur kühle Analyse. Es dozierte Mister Detail.

Und Obama war sich zu fein, dem Gegner auch mal eine reinzufedern. Von mir aus mit der sanften Gewalt des besseren Arguments. Nur mit der Methode «den ignoriere ich nicht mal» kommt Obama nicht durch.

 

Beliebteste Kommentare

  • Gregor  Meier
    Wichtiger als der politische Inhalt ist doch die Show!!!!!! Romey macht zum Schluss noch das Rennen, da bin ich mir sicher! Als erstes würde er sicher gleich die Krankenkasse für jedermann wieder abschaffen und die verblödeten Wählern würden ihm noch zujubeln!!!! Ein Land am geistigen Abgrund, einfach unfassbar!
  • Yves  Ebneter , Winterthur
    Ob Obama oder Romney die USA ist so oder so nicht zu retten. Vielleicht kaufen die Chinesen irgendwann die USA.

Alle Kommentare (7)

  • Patrick  Gerber , Schwarzenburg , via Facebook
    Man kann die Diskussion abkürzen:Romney hat nicht den Hauch einer Chance gewählt zu werden.
    • 04.10.2012
    • 2
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  • Hans  Gusen , Zug
    5 Kommentare beim US-Wahlkampf, fast deren 100 beim Bericht über die allfälige Ausschaffung des Schwingerschlitzers .... man sieht, was den Blickleser bewegt ....
    • 04.10.2012
    • 16
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  • Luke  Meyer , Thurgau
    Obama in der Tat sehr passiv. Überraschend passiv, er hätte auf einiges aggressiv kontern können. Aber anscheinend wollten sie Romney einfach mal reden lassen... Vieles was der rausgelassen hat, kann nun gegen ihn verwendet werden. Bin überzeugt in den nächsten Runden wird man einen ganz anderen Obama sehen. Hoffe die Taktik geht auf, denn schlussendlich sind diese TV Debatten nur Show, und da hat Romney gepunktet gestern.
    • 04.10.2012
    • 9
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  • Yves  Ebneter , Winterthur
    Ob Obama oder Romney die USA ist so oder so nicht zu retten. Vielleicht kaufen die Chinesen irgendwann die USA.
  • Gregor  Meier
    Wichtiger als der politische Inhalt ist doch die Show!!!!!! Romey macht zum Schluss noch das Rennen, da bin ich mir sicher! Als erstes würde er sicher gleich die Krankenkasse für jedermann wieder abschaffen und die verblödeten Wählern würden ihm noch zujubeln!!!! Ein Land am geistigen Abgrund, einfach unfassbar!
    • Larry  Kaufmann
      Am geistigen Abgrund sind eher jene, die an den sozialen Wohlfahrtstaat glauben. Dieser ist schlicht nicht bezahlbar, weder in den USA noch in Europa wo das Problem statt offen auf den Tisch gelegt einfach verschwiegen wird. Regierungen haben kein Geld das nicht von Steuern oder Pump kommt, und der heutige Mix von ein Drittel Steuerzahlern und zwei Drittel Leistungs-Bezügern junge und alte in einer schwachen Wirtschaft geht nirgends auf - da kommt schlicht zu wenig Geld rein, um alles zu bezahlen. Die von Leuten Ihres Schlags so oft angeprangerten Ausgaben in USA für das Militär wovon vieles wieder in die Wirtschaft fliesst erblassen mit 3 Prozent übrigens neben den fast 40 Prozent Sozialauslagen.
      • 04.10.2012
      • als Kommentar auf Gregor  Meier
      • 21
      • 8
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