Rassisten planen Marsch Ku Klux Klan feiert Trumps Wahlsieg

MIAMI (USA) - Der rassistische Ku Klux Klan will mit einem Marsch den Wahlsieg des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zelebrieren.

Fackelmarsch von Ku Klux Klan-Leuten im vergangenen April im US-Bundesstaat Georgia play
Der Ku Klux Klan unterstützte Donald Trumps Präsidentschaftskandidatur formell. Keystone

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Der rassistische Ku Klux Klan will mit einem Marsch den Wahlsieg des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zelebrieren. Die Unterorganisation des Klans im Bundesstaat North Carolina kündigte die Demonstration für den 3. Dezember an.

Nähere Einzelheiten zu dem Marsch wurden auf der Website der «Treuen Weissen Ritter» nicht genannt. Dort prangt ein grosses Bild des rechtspopulistischen Immobilienmilliardärs, das ihn in stolz-aufrechter Haltung vor Wolkenkratzern zeigt. In einem Ring um das Bild steht «Präsident der Vereinigten Staaten«.

Die rassistische Organisation hatte Trumps Präsidentschaftskandidatur formell unterstützt. Ausserdem rief im August der frühere Ku-Klux-Klan-Chef David Duke zur Wahl des Republikaners auf.

»Wenn wir die massive Einwanderung jetzt nicht stoppen, werden sie mehr sein als unser eigenes Volk«, erklärte er unter Bezug auf ethnische Minderheiten in den USA.

Trump hat im Wahlkampf angekündigt, Millionen von Einwanderern ohne Aufenthaltsrecht abzuschieben und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Sein Wahlkampfteam bemühte sich in den letzten Monaten vor der Wahl jedoch darum, Distanz zum Ku Klux Klan herzustellen. Eine Trump-Sprecherin nannte im August die Erklärung Dukes «absolut beunruhigend».

Nicht distanziert

Noch im Februar hatte Trump allerdings mit der Weigerung, sich vom Ku Klux Klan zu distanzieren, grossen Wirbel verursacht. Er müsse sich über die Organisation und andere extremistische Gruppen erst informieren, sagte er damals.

Der Ku Klux Klan wurde nach dem US-Bürgerkrieg (1861-65) gegründet, der zur Abschaffung der Sklaverei führte. Die Organisation sieht die Weissen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung lehnt aber auch Einwanderer, Juden und Homosexuelle ab. Derzeit zählt der Ku Klux Klan etwa 5000 bis 8000 Mitglieder. (SDA)

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 13.11.2016
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  • Patrik  Bachmann , via Facebook 12.11.2016
    David Duke war nie der Chef des Ku Klux Klans.. Jede einzelne Klan Organisation hat Ihren eigenen Grand Wizard. Zumal, Klan nicht gleich Klan ist.. Es gibt den Traditionellen Klan und den Rechtsextremistischen Klan, der sich an das Dritte Reich anlehnt. DIese Klans, gehen hart miteinander ins Gefecht. Der Traditionelle Klan ist sehr moderat und nicht unbedingt verkehrt. Die annäherung zu den Schwarzen hat da längst statt gefunden. Hauptthema sind Save the Heritage und gegen Kriminalität.