Psychologe über Trump «Man kann nicht auf Altersweisheit hoffen»

ZÜRICH - Der grosse Polterer Trump war nach seiner Wahl kaum wiederzuerkennen. Er lobte seine Gegnerin Clinton und versprach, die USA zu einen. Doch laut dem Psychologen Reinhard Felix-Lustenberger ist das kein Zeichen von bleibender Veränderung.

Donald Trumps Psyche in der Analyse: Narzismuss wird nicht besser play
Zeigte sich nach der Wahl versöhnlich: Donald Trump. AP

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Trumps Hausrat kommt morgen Mittag Zügel-Stress in Washington
2 Zum Ende der Präsidentschaft von Barack Obama No, he couldn't!
3 Guantánamo Obama gibt Kongress Schuld an Scheitern der Schliessung

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
6 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Herr Felix, Donald Trump zeigte seit seiner Wahl überraschend gemässigt. Wird er nun doch noch zum verantwortungsvollen Staatsmann?
Reinhard Felix-Lustenberger: Definitiv nicht. Donald Trump ist ein Opportunist, immer auf seinen Vorteil bedacht. Er macht das, was ihm gerade nützt. Gute Berater unterstützen ihn dabei.

Das heisst, das Poltern kann schon morgen wieder losgehen?
Ja, bei ihm ist nichts sicher. Wenn ihm Grün hilft, sagt er grün, wenn ihm Rot hilft, sagt er rot.

Donald Trumps Psyche in der Analyse: Narzismuss wird nicht besser play
«Trump macht das, was ihm gerade nützt.» Psychologe Reinhard Felix-Lustenberger

 

Was ist Trump, aus psychologischer Warte gesehen, für ein Typ Mensch?
Er hat eine akzentuierte narzisstische Persönlichkeitsstruktur. Kurz: Er ist ein Egoist. Und das Dumme ist, dass Narzissmus im Alter immer schlimmer wird. Hier kann man leider definitiv nicht auf die Altersweisheit hoffen.

Während des Wahlkampfs bekamen US-Psychologen viele Anrufen von jungen Schwarzen, die Angst haben.
Kein Wunder: Wer in seiner Jugend von jemandem regelmässig einen Tritt in die Eier bekommt, fürchtet sich, wenn ausgerechnet dieser Jemand zum Führer des Landes wird. Erst recht, wenn viele Leute dazu applaudieren.

Wie sollen diese verängstigten Menschen handeln?
An der Wahl kann man nichts ändern. Aber ich empfehle ihnen, politisch aktiv zu werden und in stoischer Ruhe abzuwarten. So können sie in vier Jahren dazu bereit sein, Trump vom Thron zu stossen. 

Reinhard Felix-Lustenberger ist Psychologe und Mitglied der Mediengruppe des Verbands Psychotherapeuten Zentralschweiz.

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 13.11.2016
teilen
teilen
6 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

11 Kommentare
  • Rocky  Stall aus Wiesendangen
    12.11.2016
    Psychologen: Gehen wir mal in die Praxis im Strafverfahren. Da hatten die sog. Psychologen sogar Unterlagen und Fakten und konnten den zukünftigen Killer nicht richtig einschätzen - wie soll das nun via TV u.v.m. funktionieren. Soviel leere Worthülsen wie von sog. Psychologen hört man selten. Meine Tocher hat übrigens in der Schulpsychologie die Psychologen regelmässig "überlistet", dies mit 10 Jahren. Sie wusste genau, was die gerne hören wollten. Soviel zum Genius Psychologen.
    • Kurt  Nussbaum aus Sipalay City
      12.11.2016
      Die Wahl, ist gerade einmal 3 Tage her und schon kommen die Wahrsager, Kaffesatz- und Kristallkugel- Propheten aus Ihren Löchern und orakeln, was demnächst passieren wird? Der Mann, tritt seinen Job am 20. Jan. an, lasst Ihn doch zuerst einmal seine Arbeit beginnen! Übrigens, heute ist Lottoziehung, könnte mir jemand, von diesen Experten, bitte die richtigen Zahlen senden, bei allfälligem Gewinn, Vielen Dank!
  • Beat  Schenker aus Lugano
    12.11.2016
    Ob das zutrifft oder nicht, schauen wir doch seinen ersten Twitter Komentar zu den Protesten, wo er meinte diese seien von der Presse organisiert. Am Morgen danach hat er diesen Twitt mit einem Lob an die friedlichen Protester ersetzt. Kam er selber zu diesm Ergebniss oder hat Ihn jemand davon Überzeugt (Tochter?). Das Problem manchmal könnte es zu spät sein.
  • Mike  Studer 12.11.2016
    Haha, von all den Psychologen die praktizieren, hat sich der Blick einen ausgesucht, der ganz offenkundig eine tiefe, persönliche Abneigung gegen Trump hat. Cmon.
    Abgesehen davon, Trump wurde für das gewählt, was er ist. Aus welchem Grund sollte er sich überhaupt ändern?
    Es ist bekannt, dass bei Wahlen viel geredet wird, was danach Makulatur ist oder wurde zB Guantanamo geschlossen? Also.
  • Roland  Gurtner 11.11.2016
    Es gibt viele Theorien in der Psychologie.
    Die Trefferquoten der besten Psychologen dürfte wohl fast an eine Handleserin herankommen. Die Betonung liegt auf dem fast. Warum sind alle die soooviel inteligenter als Trump sind, nicht auch viel erfolgreicher?
  • rolf  sulzer 11.11.2016
    DT hat die Class Politiker einer Weltmacht innert nur 20 Monaten ausgehebelt und bloss gestellt, die Demokraten und ein Paar abtrünnig Reps, stehen alle da mit heruntergelassenen Hosen und Röcken. Diese cracks müssen erstmals über die Bücher und sich klar werden, was in ihrem Land schief gelaufen ist, oder dass es eben irgend wann so kommen musste. Hoffen wir das das Bundesbern das auch einmal erlebet, doch die restlichen 6 BR würden einen DT kurzerhand abwählen lassen. Nur Platz für Reinrassige