Präsident Barack Obama: «Wir sind Freunde der Welt»

  • Publiziert: 05.11.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
play Barack Obama, der erste schwarze Präsident der USA, bei seiner Rede nach dem Wahlsieg. (Screenshot CNN)

CHICAGO – Hunderttausende feierten ihren neuen Präsidenten in seiner Heimatstat Chicago. Um kurz vor sechs Schweizer Zeit dankte er seinen Anhängern.

Die ganze Familie Obama war da: Barack, seine Frau Michelle und die beiden Töchter Malia und Sasha.

Und dann legte der neu Präsident los: «Ist da noch irgendjemand, der daran zweifelt, dass der Traum unserer Väter lebt?»

«Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika: Der Wandel ist da. Über alle Parteigrenzen hinweg!»

Wer aber einen strahlenden, jubelnden, triumphierenden Obama erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der desigierte Präsident gab sich sehr ernst.

Er dankte, natürlich, ganz speziell seiner Frau Michelle, der nächsten «First Lady», und seinen beiden Töchtern.

Aber schliesslich, sagte Obama zum Publikum: «Der Sieg gehört euch!» – «Dies ist euer Sieg!»

Er gedachte der Soldaten in Irak und in Afghanistan und der Bürger, die sich um ihre Hypotheken sorgen.

Aber er liess keinen Zweifel: «Ich glaube an die Zukunft Amerikas, an unsere Zukunft.»

Unzählige Menschen in der Menge, weisse und schwarze, lauschten der Rede gebannt, mit Tränen in den Augen.

An das Ausland gerichtet, gelobte Obama: «Wir sind nicht eure Feinde. Wir sind Freunde!»

Zum Schluss umarmte Obama seinen designierten Vize-Präsidenten, den kurz zuvor wiedergewählten Senator Joe Biden. Doch während dieser sein charmantes Lächeln spielen liess, blieb Barack Obama sehr, sehr ernst. (snx)

play Das Winner-Team: Barack Obama mit Ehefrau Michelle und Vizepräsident Joe Biden mit seiner Ehefrau. (Screenshot CNN)

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