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Im ersten Fernsehinterview seit ihrer Nominierung sagte die Gouverneurin von Alaska dem US-Sender «ABC», sie habe zur Vizekandidatur an der Seite John McCains ohne Zögern «Ja» gesagt: «Ich habe Vertrauen darauf, dass ich vorbereitet bin».
Im Interview präsentierte sich die Republikanerin als aussenpolitischer Falke. Sie wisse, «dass man nicht mit der Wimper zucken darf», um das Amt in der richtigen Weise auszuüben.
So würde sie einen Militärschlag Israels gegen den Iran unterstützen, sollte die israelische Regierung ihn für nötig halten, sagte Palin. «Wir können nicht die Schritte in Frage stellen, die Israel für notwendig erachtet, sich selbst zu schützen.»
Auch befürworte sie einen präventiven Erstschlag gegen ein anderes Land, sollten die USA unmittelbar bedroht sein. Und: Der russische Einmarsch nach Georgien war ihrer Ansicht nach «unprovoziert».
Palin hat nur wenig von der Welt gesehen
Kritik übte Palin an der Anti-Terror-Politik von US-Präsident George W. Bush: Zwar unterstütze sie seinen Kurs, «die Welt von Extremisten zu befreien». Doch habe es auf dem Weg «Fehlleistungen» gegeben, sagte die Gouverneurin.
Auf ihre aussenpolitische Erfahrung angesprochen, räumte Palin ein, neben einem Truppenbesuch in Deutschland und in Kuwait bislang lediglich die US-Nachbarländer Mexiko und Kanada besucht zu haben. Einen ausländischen Staatschef habe sie bislang noch nicht getroffen.
Das Interview, das der Sender «ABC» in mehreren Teilen ausstrahlt, war mit besonderer Spannung erwartet worden. Seit Palin vor zwei Wochen von John McCain zum Vize ernannt wurde, hatte sie nur Wahlkampfreden gehalten und war sorgfältig von Journalisten abgeschottet worden.
Die Demokraten lasten ihr an, dass sie über keinerlei nationale und internationale Erfahrung verfüge. Palin ist erst seit zwei Jahren Gouverneurin von Alaska. Zuvor war sie Bürgermeisterin eines Dorfes mit rund 9000 Einwohnern. (SDA/gux)
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Will nicht in McCains Schatten stehen: Sarah Palin. (AP)