Obama vorn, Palin ausgebuht

WASHINGTON – Sarah Palin, Vizepräsidentschafts-kandidatin der Republikaner, bezeichnet sich zwar als «Hockey-Mum». Bei der Eröffnung der Saison zeigten ihr die Fans, was sie davon hielten. Sehen Sie selbst!

  • Publiziert: 13.10.2008, Aktualisiert: 19.01.2012

Am Samstagabend glitt Palin vor Zehntausenden im Wachovia Centre von Philadelphia aufs Eis. Mit dem traditionellen Puck-Wurf sollte sie die Eishockey-Saison eröffnen. Doch statt Applaus brandeten Buh-Rufe auf – minutenlang und so gewaltig, dass jeder Beifall erstickt wurde.

Palin hielt sich tapfer, lächelte angestrengt und verzog sich wieder zu den Rängen.

Solche und andere Szenen vor allem unter der eigenen Anhängerschaft haben den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, John McCain, dazu veranlasst, zu einem «respektvollen Wahlkampf» aufzurufen: «Wir werden einen respektvollen Wahlkampf führen und dafür sorgen, dass alle das tun, das ist wichtig», sagte McCain in seinem Wahlkampfhauptquartier in Arlington bei Washington. Hier bereitet sich McCain auf die nächste Fernsehdebatte mit Barack Obama am Mittwoch vor.

«Ich respektiere Senator (Barack) Obama», versicherte McCain. Die Aufforderung gilt vor allem für die Anhänger in den eigenen Reihen: McCain-Anhänger hatten auf Wahlversammlungen im Bezug auf Obama «Terrorist» oder «Lügner» gerufen. In Florida hatte ein Teilnehmer sogar «Bringt ihn um» gerufen (Blick.ch berichtete). (SDA/gux)

Obama 10 Prozent vorn

Barack Obama hat einer Umfrage zufolge den Vorsprung vor seinem republikanischen Rivalen John McCain auf zehn Prozent ausgebaut. Nach der am Montag veröffentlichten Umfrage von «Washington Post» und «ABC News» führt der schwarze Senator aus Illinois mit 53 zu 43 Prozent. Die Umfrage wurde nach der Fernsehdebatte am Dienstag erhoben.

Der Reuters/C-Span/Zogby-Umfrage zufolge konnte McCain jedoch wieder leicht aufholen. Dort führte Obama mit 48 zu 44 Prozent. Am Sonntag lag er noch mit sechs Punkten bei 49 zu 43 Prozent in Führung.

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