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Am Samstagabend glitt Palin vor Zehntausenden im Wachovia Centre von Philadelphia aufs Eis. Mit dem traditionellen Puck-Wurf sollte sie die Eishockey-Saison eröffnen. Doch statt Applaus brandeten Buh-Rufe auf – minutenlang und so gewaltig, dass jeder Beifall erstickt wurde.
Palin hielt sich tapfer, lächelte angestrengt und verzog sich wieder zu den Rängen.
Solche und andere Szenen vor allem unter der eigenen Anhängerschaft haben den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, John McCain, dazu veranlasst, zu einem «respektvollen Wahlkampf» aufzurufen: «Wir werden einen respektvollen Wahlkampf führen und dafür sorgen, dass alle das tun, das ist wichtig», sagte McCain in seinem Wahlkampfhauptquartier in Arlington bei Washington. Hier bereitet sich McCain auf die nächste Fernsehdebatte mit Barack Obama am Mittwoch vor.
«Ich respektiere Senator (Barack) Obama», versicherte McCain. Die Aufforderung gilt vor allem für die Anhänger in den eigenen Reihen: McCain-Anhänger hatten auf Wahlversammlungen im Bezug auf Obama «Terrorist» oder «Lügner» gerufen. In Florida hatte ein Teilnehmer sogar «Bringt ihn um» gerufen (Blick.ch berichtete). (SDA/gux)