Lichtman (pro Trump) vs. Silver (pro Clinton) Showdown der Prognose-Gurus

Zwei Wissenschaftler sagten bisher immer das richtige Wahlergebnis voraus. Nun wird einer verlieren müssen.

Prognosen zu den US-Wahlen: Lichtman vs Silver aka Trump vs Clinton play
Hillary Clinton und Donald Trump: Wer wird Präsident?  REUTERS

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Am 8. November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten – oder eine neue Präsidentin. Bei diesen Wahlen kommt es im Hintergrund zu einem zweiten Duell: Historiker Allan J. Lichtman (69) ist davon überzeugt, dass Donald Trump gewinnt. Statistiker Nate Silver (38) hingegen will wissen, dass Hillary Clinton das Rennen macht.

Die Einschätzungen der Wissenschaftler sind nicht einfach aus der Luft gegriffen. Beide stützen sich auf Berechnungen. Der Clou: Beide hatten mit ihren Prognosen bisher immer recht. Am 8. November wird einer von ihnen eine Niederlage einstecken müssen. Welcher von beiden?

Prognosen zu den US-Wahlen: Lichtman vs Silver aka Trump vs Clinton play
Tippt auf Trump: Historiker Allan J. Lichtman. AFP

Lichtman stützt sich auf ein System mit 13 Fragen, mit denen er seit Jahren US-Präsidenten vorhersagt oder nachträglich beweist, warum sie gewonnen haben. Die 13 Fragen haben sich aus Auswertungen über alle US-Wahlen zwischen 1860 und 1981 herauskristallisiert.

Darunter finden sich Fragestellungen zum Erfolg der vorherigen Regierungen, dem Charisma der amtierenden oder herausfordernden Kandidaten, Fragen zu Skandalen oder der Stimmung in der Gesellschaft. Können sechs oder mehr der Fragen mit «falsch» beantwortet werden, hat rückblickend immer der Kandidat der amtierenden Partei verloren. Lichtman sagt in der «Washington Post»: «Ich schaue in keine Kristallkugel. Die Schlüsselfragen basieren auf der Geschichte.»

Prognosen zu den US-Wahlen: Lichtman vs Silver aka Trump vs Clinton play
Tippt auf Clinton: Statistiker Nate Silver. Getty Images

Für Zahlen-Guru Nate Silver hingegen ist es sonnenklar, dass Hillary Clinton zur US-Präsidentin gewählt wird. Er räumt ihr eine Siegeschance von satten 88 Prozent ein. Silvers Vorhersagen beziehen sich auf komplexe Algorithmen, mit denen der Statistiker und Wahlforscher Daten verschiedener Wählerbefragungen auswertet. Verblüffend: 2008 sagte er das Ergebnis für 49 der 50 Bundesstaaten korrekt voraus, 2012 trafen seine Prognosen sogar in allen Bundesstaaten zu!

Der 8. November wird zeigen, welcher der erfolgreichen Prognostiker sein Berechnungs-System überarbeiten muss.

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 06.11.2016
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9 Kommentare
  • Dieter   Widmer aus Wanzwil
    02.11.2016
    Silvers Methode ist bedeutend resistenter gegen Ausreisser. Er wird recht bekommen: Clinton wird gewählt.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    02.11.2016
    Da ja bekanntlich meist nichts Besseres nachkommt, wird wohl Trump gewinnen. Denn irgendwann muss ja Amerika die Strafe bekommen für all diese Kriege, welche die Amis in der ganzen Welt angezettelt haben. Ob Trump wohl diese Strafe ist ?
  • Thomas  Zürcher 02.11.2016
    Der schmutzigste Wahlkampf in den USA ist bald Geschichte.Die denkbar schlechtesten Kandidaten standen zur Auswahl.Ein Armutszeugnis!Menschlich gesehen ist diese Show eine einzige Katastrophe und ein Spiegelbild der Gesellschaft, vor allem in den USA.Egal wer gewinnt die Verlierer stehen jetzt schon fest:Das amerikanische Volk!Wir dürfen gespannt sein was in den nächsten Jahren alles passiert.Natürlich wird sich die Welt weiter drehen aber es wird Erdbeben geben die einen Tsunami auslösen können
  • martin  zuercher 02.11.2016
    Es ist zu wünschen, dass Donald Trump das Rennen macht, da er leichter zu kontrollieren ist und dadurch weniger Probleme aufkommen werden.
    Wenn Hillary Clinton, die ja zum Bush-Clan gehört, an die Macht kommt, wird sich das Gewaltpotential erhöhen und die Welt einer unsicheren Zukunft entgegen gehen.
    Das Schicksal wird entscheiden.
    • peter  keller aus Blockhouse
      02.11.2016
      The Bushes = Republicans
      The Clintons = Democrats
      Alles klar? Ferner treffen Prognosen welche sich auf Daten aus der Vergangenheit stützen nur so lange zu wie sich die Parameter nicht wesentlich verändern und das haben sie definitiv. Nebst den geänderten Globalen Parametern sind die USA auch im inneren kaum mehr zu erkennen und dann handelt es sich um die 1. Frau die zur Wahl steht als auch um den grössten ......kopf seit GWB, nur dass Mr. T keine Rückhalt in den eigenen Reihen geniesst
  • Roland  Bucher aus Baden
    02.11.2016
    Das ist die schrägste US-Präsi-Wahl, an welche ich mich erinnern kann. Zugegeben, das sind nicht so viele, aber ich finde es sicherlich genug. Was hier von Seite zu Seite gereicht wird, das entzieht sich jeder einigermassen normalen Betrachtungsweise. Also: Diese Wahlen können wir als intellektuell gewachsener Westen nicht akzeptieren. Unabhängig davon, wer sie gewinnt. Weg damit! Eine Allianz für diese Haltung zu finden, dürfte nicht allzuschwer sein.