Lässt Wut freien Lauf Trump kritisiert seine eigene Partei scharf

Der US-Präsidentschaftskandidat Donald J. Trump hat bei einer Ansprache seine eigene Partei scharf kritisiert. Er nannte Paul Ryan eine «erfolglose Führungsfigur».

Donald Trump lästert über die eigene Partei: Weg von Republikanern play
Donald Trump Wahlkampf-Veranstaltung in Pennsylvania Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in derMohegan Sun Arena. Wilkes-Barre, 10.10.2016 Foto:xD.xVanxTinex/xFuturexImage Donald Trump Election campaign Event in Pennsylvania Donald Trump at a Election campaign event in Sun Arena Wilkes Barre 10 10 2016 Photo XD xVanxTinex xFuturexImage imago stock&people

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Der Streit zwischen dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und führenden Vertretern seiner eigenen Partei eskaliert. Trump warf dem mächtigen Republikaner Paul Ryan und anderen am Dienstag vor, seinen Wahlkampf zu torpedieren. Ryan, der Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist, hatte sich am Vortag von dem Kandidaten losgesagt.

Im Kurznachrichtendienst Twitter setzte Trump gleich mehrere Botschaften ab, in denen er seiner Wut freien Lauf liess. Ryan nannte er eine «schwache und erfolglose Führungsfigur«.

Abtrünnige Republikaner seien viel problematischer als seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton, klagte er weiter. «Sie greifen einen von allen Seiten an. Sie wissen einfach nicht, wie man gewinnt. Ich werde es ihnen zeigen.» Die Loyalität im demokratischen Lager sei viel grösser.

Trump in Verruf nach Sexismus-Video

Er machte deutlich, dass ihm nichts daran gelegen ist, die Risse zu kitten. «Es ist so schön, dass mir die Fesseln abgenommen wurden, und ich jetzt so für Amerika kämpfen kann, wie ich es will.»

Unterdessen kamen aber selbst aus seinem innersten Zirkel missfällige Töne. New Jerseys Gouverneur Chris Christie kritisierte Trump für seine frauenverachtenden Äusserungen aus dem geleakten Video. «Solches Gerede und solche Unterhaltungen sind selbst im Privaten einfach unzumutbar", sagte Christie. Er erklärte aber auch, er werde weiter hinter Trump stehen.

Christie gehört neben New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani zu den engsten Vertrauten des Kandidaten.

In den Aufnahmen aus dem Jahr 2005, die die «Washington Post» am Freitag veröffentlicht hatte, brüstet sich der Unternehmer damit, dass er sich gegenüber Frauen alles erlauben könne.

Mehrere Republikaner gegen Trump

Führende Vertreter der Republikaner hatten sich davon entsetzt gezeigt. Ryan, soll mehreren Abgeordneten am Montag in einem Telefongespräch gesagt haben, er wolle Trump nicht mehr verteidigen und sich stattdessen auf die Kongresswahlen konzentrieren.

Er ist als Vorsitzender des Repräsentantenhauses der derzeit mächtigste Republikaner. Der 46-jährige haderte schon in der Vergangenheit mit Trump. Immer wieder kritisierte er ihn scharf, sprach ihm im Juni aber dennoch die Unterstützung zu. Zumindest offiziell hat er diese noch nicht zurückgenommen.

Ryans Bemerkungen wurden in amerikanischen Medien nun so interpretiert, als habe er die Präsidentschaftswahl schon verloren gegeben. Ihm scheint es nun vor allem darum zu gehen, die republikanische Mehrheit im Kongress zu halten. Mehrere republikanische Senatoren müssen wegen Trump um ihre Wiederwahl bangen, darunter Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain.

Die zweite Kammer des Kongresses wählt mit der Präsidentenwahl am 8. November 34 Sitze neu, die für sechs Jahre besetzt werden. Die Demokraten müssten den Republikanern nur vier der zur Wahl stehenden 34 Senatorensitze abnehmen, um die Mehrheit zu haben. (SDA)

Publiziert am 11.10.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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3 Kommentare
  • Bünzli  Schorsch aus Buxtehude
    12.10.2016
    Noch nie war ein Wahlkampf einfacher zu durchschauen. Es geht nicht um Republikaner oder Demokrat. Es geht darum, die Macht bei Politikern zu halten, die dem System dienen. Und Trump gehört nun mal nicht zu denen. Leute, die ihr Leben lang für die Republikaner gekämpft haben, unterstützen nun Clinton. Da muss doch jedem Normaldenker ein Licht aufgehen. Und kommt mir jetzt nicht mit seinen sexistischen Aussagen. Dass Clinton das Oval-Office zum Oral-Office machte, hat auch keinen gestört.
    • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
      12.10.2016
      Bei den Demokraten unter Bill Clinton wusste man woran man war. Viele Mitglieder seiner Partei sind selber Anhänger einer libertinären laissez faire - Gesellschaft in der sexuelle Eskapaden keine so große Rolle spielen. Herr Trump aber vertritt eine Partei bei der viele Mitglieder einer fundamental christlichen Kirche sind die vor jeder Mahlzeit beten, Sex nur zum Kinderzeugen haben und nach einem strengen Moralkodex leben. Für die ist Trump jetzt genauso verwerflich will damals Bill Clinton.
  • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
    12.10.2016
    Es wäre der demokratischen Partei zu gönnen, wenn diese den Republikaner die 4 und mehr Sitze abnehmen könnten. Einer Partei die einen Trump, solchen einen Frauen-"Held" einen Charakter-"Lump" einen intellektuell einfach gestrickten Mann als amerikanischen Präsidentschaftskandidaten aufstellt, hat es nicht nur nicht verdient, sondern ist auch nicht ernsthaft in der Lage in der amerikanischen Politik mitzuentscheiden. Die Themen der Republikaner, beschäftigt das Amerikanische Volk nicht!!