
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Nach US-Medienberichten ist den Demokraten im Senat eine Mehrheit von mindestens 56 der 100 Senatoren sicher. Im Repräsentantenhaus konnte die Partei ihre Mehrheit Hochrechnungen zufolge auf mehr als 50 Sitze ausbauen.
«Heute hat sich das amerikanische Volk für eine neue Richtung ausgesprochen», sagte die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.
Bei den Senatswahlen siegten demokratische Kandidaten in den Staaten Virginia, North Carolina, New Hampshire, Colorado und New Mexico, die bislang von Republikanern vertreten worden waren.
Magische Senats-Zahl verfehlt
Von den 35 der 100 Senatssitze, die in der Nacht auf heute zur Wahl standen, holten die Demokraten sicher 17, die Republikaner 14. Die endgültigen Mehrheitsverhältnisse sind noch unklar, weil die Ergebnisse aus vier Bundesstaaten ausstehen.
Bislang hatten Demokraten und Republikaner jeweils 49 Senatoren gestellt. De facto hatten die Demokraten aber eine Mehrheit in dem Gremium, weil sie von zwei parteiunabhängigen Senatoren unterstützt wurden. Auf deren Stimmen ist die Partei nun nicht mehr angewiesen.
Die Demokraten dürften allerdings die magische Zahl von 60 Senatorensitzen verfehlen, mit der sie das sogenannte Filibuster durch republikanische Senatoren verhindern könnten. Bei diesem Manöver wird eine Abstimmung mit Endlos-Reden verzögert.
Zugewinne auch im Abgeordnetenhaus
Im Repräsentantenhaus, wo alle 435 Abgeordneten zur Wahl standen, gewannen die Demokraten mindestens 15 Sitze dazu. Seit der Wahl 2006 hatte die Partei bereits eine Mehrheit von 36 Sitzen.
Mit ihren Siegen bei den Präsidentschafts- und Kongresswahlen kontrollieren die Demokraten erstmals seit 1992 wieder das Weisse Haus und beide Kammern des Parlaments. (SDA)