Ist das Grüsel-Video das Ende von Donald Trump? Die Rache der Bushs

Ausgerechnet ein Cousin von Ex-Präsident George W. Bush bringt den Präsidentschaftskandidaten schwerer ins Trudeln als irgendjemand vor ihm.

Donald Trump Sex-Video veröffentlicht von George W. Bushs Cousin play

Donald Trumps beispielloser Wahlkampf ist arg ins Trudeln geraten.

AP/Evan Vucci

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Das Gespräch unter zwei derben Männern fand vor elf Jahren statt. Nun dürfte es Donald Trump (70) das Weisse Haus kosten.

Widerliche Sätze sprach Trump im Jahr 2005 in einem Bus. Nichts ahnend, dass ein Mikrofon seine Stimme bereits aufzeichnete. Weil er ein Star sei, prahlte Trump vulgär, könne er Frauen «an die Muschi greifen». Über «falsche Titten» mokierte er sich, eine verheiratete Frau wolle er «ficken».

Komplize ist Bush-Cousin

Zugehört und gegrölt hatte damals Billy Bush (44). Trump war mit ihm Gast in der Sendung «Access Hollywood». Nun sind die Tonaufnahmen publik geworden – und haben in den USA einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Sogar Gattin Melania Trump zeigt sich angewidert: «Die Worte sind inakzeptabel, sie beleidigen mich.»

Donald Trump Sex-Video veröffentlicht von George W. Bushs Cousin play

Billy Bush (44), Cousin von Ex-Präsident George W. Bush.

AP

Pikant: Trumps Komplize Billy Bush ist ein Cousin von Ex-Präsident George W. Bush (70) und von dessen Bruder Jeb Bush (63), der sich dieses Jahr ums Weisse Haus beworben hat. Mancher fragt sich nun: warum verschwieg Billy die Aufnahmen elf Jahre? Und warum sind sie gerade jetzt publik geworden?

Donald Trump Sex-Video veröffentlicht von George W. Bushs Cousin play

Ex-Präsidentschaftskandidat Jeb Bush (63).

EPA/Jim Lo Scalzo

 

Offene Rechnung mit Trump

Klar ist: Der Bush-Clan hat mit Trump mehr als eine Rechnung offen. Zwischen den Texanern und dem New Yorker ist im Februar eine Fehde ausgebrochen. «Das World Trade Center wurde zerstört als ihr Bruder Präsident war», griff Trump damals in einem TV-Duells unter Republikanern Jeb an.

«Bush war nicht in der Lage, Amerika zu sichern.» Öffentlich bezichtige Trump Bush wegen des Irakkriegs als «Lügner». Und: «Jeb ist der schwächste Kandidat unter allen Republikanern.»

Aufgebrachte Barbara Bush

Es waren Worte, die sogar die ehemalige First Lady Barbara Bush (91) aufbrachte. Trump sei «ein Clown», sicher kein Politiker, sagte sei. «Es ist unvorstellbar, dass Frauen für ihn stimmen können. Furchtbar, was er über Frauen sagt.»

Die Fehde ging im Sommer weiter, als am republikanischen Parteikonvent in Cleveland kein einziger Bush auftrat. Deren Name wurde öffentlich nicht einmal erwähnt. Obwohl die Familie zwei lebende Ex-Präsidenten stellt: George W. und George H.W. Bush (92). Traditionell erhalten Ex-Präsidenten an Parteitagen prominente Auftritt.

Donald Trump Sex-Video veröffentlicht von George W. Bushs Cousin play

George W. Bush (70, rechts) mit seinem Vater George H.W. Bush (91).

Seit 1980 prägen die Bushs die Republikaner, als George W. H. Vizepräsident von Ronald Reagan (1911 – 2004) wurde. Nun hat ihnen Trump die Partei entrissen. Und aus ihrer Sicht zerstört. Umso näher liegt die Vermutung, dass das Leck aus dem Umfeld Bushs kommt. Familiewerte gelten im Clan als zentral. Und die Familie hasst Trump.

Angst vor Fiasko an der Urne

Derweilen rechnen viele Republikaner mit einem Fiasko an der Urne am 8. November. Sie gehen von einem Sieg von Hillary Clinton (68) aus –und von einem Verlust der Mehrheit im Kongress. Wie Graf Dracula zu Licht gehen sie auf Distanz zu Trump.

Die Prominenteste der letzten Tage: Senator John McCain (80), Ex-Aussenministerin Condoleezza Rice (61) und der einstige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger (69): Einen schweren Stand hat, wer den «Terminator» gegen sich hat.

In der Nacht auf morgen findet das zweite TV-Duell Clinton/Trump statt. Verfolgen Sie die Debatte live im Ticker.

In der Sendung «Schawinski» (morgen 22.55 Uhr, SRF 1) analysiert BLICK-Reporter Peter Hossli mit «10 vor 10»-Moderator Arthur Honegger das Duell.

Publiziert am 09.10.2016 | Aktualisiert am 11.10.2016
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26 Kommentare
  • Rolf  Wittwer 09.10.2016
    Klüger in diesem schleimigen Wahlkampf wird nur, wer wikileaks im Internet besucht. Totaler Augenöffner sind, sich hinter geschlossenen "Wallstreet-Doors" abspielende und astronomisch honorierte "Reden" von H.Clinton und weiteren Skandalen dieser kranken Kandidatin, die sich der Welt keineswegs der Wahrheit verpflichtet fühlt. Sie zählt sich längst zur Top-Elite der USA, und hat mit "Mittelklasse-Bürgern" nichts mehr am Hut (Eigenaussage). Auch "dank" ihrem Bill (und dessen Foundation).
  • Christian  Duerig , via Facebook 09.10.2016
    Die Politiker auf der Bühne sind bloss Marionetten. Die Fäden werden vom Think Tank gezogen. Es spielt keine Rolle, wer Präsident wird. Beide Kandidaten sind unglaubwürdig. Nur dem Think Tank dürfen wir vertrauen, denn er trägt die Verantwortung für die ganze Welt. Auf You Tube existiert das Viedeo "Eisenhower Farwell Adress (Best Quality) - Military Industrial ComplexWARNING"
    Dauer: 16:15
    Hier wurde noch Politik gemacht. Der Nachfolger Kennedy erschoss man. Heute dominieren nur noch Skandale
  • Stefan  Huser aus Kriens
    09.10.2016
    Alles greift Trump an, aber hat vergessen was Bill Clinton tat. Ich glaube kaum, dass er anders ist. Trump ist nicht der einzige Machtmensch der so denkt.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      10.10.2016
      Nur ist nicht Bill Präsi-Kandidat sondern Hillary, und sie hat sich in den Affären immer nobel verhalten.....
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    09.10.2016
    Nicht dass ich für Trump bin, jedoch darf man es nicht so ernst nehmen, denn unter Männern fällt manch derber Spruch, das wissen wir alle. Ein Verräter, der das rekordet.
    • News  Man 10.10.2016
      Die Aufnahmen entstanden in einem Bus auf dem Weg zu einer TV-Show, die jedoch nie ausgestrahlt wurde. Allerdings ist das heimliche Aufnehmen der Worte in der Tat verwerflich, in der CH sogar strafbar.
  • René  Meier aus Würenlingen
    09.10.2016
    Ich bin froh wenn das Affentheater endlich vorüber ist. Dann haben wir wieder ein paar Jahre ruhe. Man könnte meinen, nach den Fernseh- und Medienrummel, wählen wir den neuen Präsidenten.