
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Nach drei Tagen «Schonfrist», in denen sie nur als Geist über den USA schwebte, blies die passionierte Jägerin zum Gegenangriff. In ihrer Nominierungsrede auf dem Parteitag der Republikaner schwärzte Palin zuerst Barack Obama an: der demokratische Präsidentschaftsbewerber sei ein karriereorientierter Opportunist.
Es gebe Kandidaten, die «Wandel» benutzten, um ihre Karrieren zu fördern. Ihr politischer (Be-)Förderer John McCain hingegen benutze seine Karriere, um Wandel zu bewirken, sagte Palin mit direktem Bezug auf Obamas Wahlkampfmotto «Change».
Ohne «Vitamin B» kerngesund
Die 44-jährige Gouverneurin erklärte plausibel, warum ihr Unerfahrenheit vorgeworfen wird: «Ich gehöre nicht zur Washingtoner Elite». Offenbar reiche das für manche Medien aus, ihre politischen Fähigkeiten einzuschätzen.
«Ich will nicht nach Washington gehen, um deren Lob zu bekommen, sondern ich will nach Washington, um den Menschen dieses Landes zu dienen», rief Palin den jubelnden Delegierten der Republikanern zu. Hier sprach eine von ihnen: fünffache Mutter, verliebt in die Familie und die USA.
Tochter dabei – aber kein Thema
Schliesslich konnte sie ein – wenn auch kurzes – Politiker-Leben lang hautnah erfahren, was den Amerikaner wirklich berührt: «Ich war Bürgermeisterin meiner Heimatstadt», sagte Palin. Im Gegensatz zum demokratischen Team, den beiden Senatoren Obama und Joe Biden, habe sie tatsächlich Verantwortung zu tragen.
Bald auch als junge Grossmutter: Seit ihrer überraschenden Nominierung am vergangenen Freitag hagelt es in US-Medien immer wieder Kritik. Die Schwangerschaft von Palins minderjähriger Tochter Bristol trug das ihre dazu bei (Blick.ch berichtete).
Letztere erwähnte sie übrigens mit keinem Wort – zerrte ihre Grossfamilie aber voller Stolz vor die Kameras. (SDA/dip)