Hillary Clinton fassungslos «Trump gefährdet unsere Demokratie»

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump eine Bedrohung der Demokratie vorgeworfen. Er hatte sich geweigert zu sagen, dass er das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in jedem Fall anerkennen werde.

Hillary Clinton liegt in den Umfragen vor ihrem republikanischen Konkurrenten Donald Trump, der in den Augen der Ex-Aussenministerin eine Bedrohung für die Demokratie darstellt. play
Hillary Clinton liegt in den Umfragen vor ihrem republikanischen Konkurrenten Donald Trump, der in den Augen der Ex-Aussenministerin eine Bedrohung für die Demokratie darstellt. Keystone

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«Indem er das tut, gefährdet er unsere Demokratie», sagte Hillary Clinton (68) gestern bei einem Wahlkampfauftritt in Cleveland im Bundesstaat Ohio. Eine friedliche Machtübergabe gehöre zu den Dingen, die eine Demokratie von einer Diktatur unterscheiden, betonte die Präsidentschaftskandidatin.

Er akzeptiert die Wahl, wenn er gewinnt

Donald Trump (70) hatte in der Nacht auf Donnerstag im dritten und letzten TV-Duell gegen seine Rivalin gesagt, er wolle «erst zum gegebenen Zeitpunkt» prüfen, ob er den Wahlausgang akzeptiere oder nicht. Die Äusserung hatte auch in den Reihen der Republikaner Kritik ausgelöst. Dennoch hatte Trump einen Tag später nachgelegt und gesagt, er werde das Wahlergebnis akzeptieren - «wenn ich gewinne».

Clinton hat dagegen angekündigt, den Ausgang auf jeden Fall zu akzeptieren. Sie liegt in jüngsten Umfragen vorn, hat aber laut der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos an Vorsprung eingebüsst. In der gestern veröffentlichten Umfrage kommt Trump auf 40 Prozent der Stimmen, Clinton auf 44 Prozent. In der Vorwoche hatte der Abstand noch sieben Punkte betragen. Damit liegt Trump wieder bei den Werten, die er vor der Veröffentlichung eines Videos mit frauenfeindlichen Äusserungen erzielte.

Viele Republikaner glauben an Wahlbetrug

Nur die Hälfte der US-Republikaner würde einer Umfrage zufolge Clinton als neue Präsidentin akzeptieren, sollte sie die Wahl am 8. November gewinnen. Der am Freitag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge erklärten zudem fast 70 Prozent der US-Bürger aus der Partei von Donald Trump, ein solcher Sieg würde durch Wahlfälschung zustande kommen.

Allgemein zeigten Republikaner grössere Vorbehalte als Demokraten über einen korrekten Ablauf der Wahl. Befragt wurden fast 1200 US-Bürger vom 17. bis zum 21. Oktober.

«Die Republikaner machen sich einfach mehr Sorgen als die Demokraten über alles», erklärte die Wahlforscherin Lonna Atkeson von der University of New Mexico zur Stimmung vor der Wahl. Eine derartige Situation habe es in der jüngeren US-Geschichte noch nie gegeben, sagte sie. Der Auslöser sei Trump: «Der Effekt muss durch den Kandidaten zustande kommen.» (sda)

Publiziert am 22.10.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
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14 Kommentare
  • André  Piquerez aus Ebikon
    23.10.2016
    die Republikaner sind so blöd! Es war ja ein Republikaner (George Bush) der die Wahl 2000 ganz knapp gewann und die Demokraten haben es akzeptiert obwohl es damals sehr umstritten war und es glaub keine Nachzählung gab..und jetzt kommt Trump mit dieser sinnlosen Behauptung. Trump vereint alle schlechten Charaktereigenschaften und trotzdem ist er Präsidentschaftskandidat. Was für ein Armutszeugnis für die Amerikaner. Und die nennen sich Weltmacht...Lächerlich!!!!!
  • Andreas  Meier aus Zuerich
    22.10.2016
    Es ist doch eigentlich egal wer Praesident wird, die Faeden im Hintergrund ziehen andere. Und falls er/sie nicht macht was diese Damen und Herren sagen, dann wird er/sie einfach erschossen. (siehe JFK)
  • Erika  Ruf , via Facebook 22.10.2016
    Unbegreiflich ist, dass ein so grosses Land, keinen valablen Kandidaten aufstellen kann? Die US-Bürger haben die Wahl zwischen Pest und Cholera.
  • Max  Siegel aus Neerach
    22.10.2016
    Zwei Blondschöpfe wollen US Präsident werden, dabei sind beide nicht wählbar. Die eine ist eine machtgierige Lügnerin und der andere ein selbstverliebter Showman. Clinton hat 30 Jahre lang bewiesen, dass sie emotionale Fehlentscheidungen trifft, welche sie dann andern in die Schuhe schiebt. Trump hat bis jetzt keinen Beweis, dass er politisch etwas taugt, aber was nicht ist kann ja noch werden......
  • Peter  Möckli 22.10.2016
    Trumps Aussage ist schlichte Erpressung. Wie ein 3-jähriger Trotzkopf. Und falls er gewählt würde, könnte die Wahl ebenso manipuliert sein, wie wenn Clinton gewinnt. Aber es ist bei Trump ja schon immer so, wenn er Erfolg hat, dann posaunt er das laut hinaus. Wenn er verliert, dann ist das nie seine Schuld, immer liegt es an anderen. Er kann einfach nicht wirklich geradestehen für das, was er tut. Taugt also definitiv nicht zum Präsidenten.