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Palin habe sich einsam gefühlt, weil ihr Mann Todd immer wieder längere Zeit nicht zuhause war, um in den Ölfeldern zu arbeiten, schreibt der «National Enquirer». Der Job als Bürgermeisterin von Wasilla, den sie seit 1996 ausübte, füllte sie offenbar nicht aus. Allzu menschlich, dass sie sich in den starken Armen von Brad Hanson, einem Geschäftspartner ihres absenten Mannes, Trost suchte. Palin habe ihrem Mann Todd schliesslich das Verhältnis zu Brad gestanden und die Geschichte beendet. Der «National Enquirer» beruft sich sogar auf Zeugen, die eidesstattlich bezeugten, dass es dieses Verhältnis tatsächlich gegeben habe.
Klar, dass sich die amerikanischen Skandalblätter sich auf diese Geschichte stürzen – und im McCain-Wahlkampflager der Schock erst mal verdaut werden musste. Doch Angriff ist die beste Verteidigung, und so droht man dem «National Enquirer» und jedem anderen Blatt, das diese Geschichte weiter veröffentlicht, mit einer saftigen, rechtlichen Klage. Von einer «bösartigen Lüge» ist die Rede.
Sofort geraten auch die Demokraten in Generalverdacht, dieses Gerücht in die Welt gesetzt zu haben. «Die Verleumdungen gegen die Palins müssen aufhören», sagte Steve Schmidt, Chef-Berater im McCain-Wahlkampfteam.
Sarah Palin versichert derweil, dass sie ihren Mann Todd bestimmt nie betrogen habe. Sie erhält Unterstützung von ihrem angeblichen Liebhaber, Brad Hanson: «Ich hatte nie eine Affäre mit Sarah Palin. Ihr Mann Todd und ich sind Freunde», erklärte er gegenüber US-Medien.
Sollte sich die Affäre bewahrheiten, wäre dies wohl das politische Ende der Senkrechtstarterin Palin. Andererseits: Der «National Enquirer» gilt nicht gerade als vertrauenswürdige Quelle. Dennoch: Es war der «National Enquirer», der die Affäre des nationalen Saubermannes und Ex-Präsidentschafts-Kandidaten John Edwards ans Licht gezerrt hatte.
Vielleicht – nur vielleicht – hat das Blatt wieder eine goldene Nase bewiesen. Denn dass eine Falschmeldung Klagen in Millionenhöhe nach sich ziehen könnte, dürfte jedenfalls auch dem «National Enqurer» bewusst gewesen sein.
Ist aber an der Geschichte wirklich gar nichts dran, dann schadet sie letztlich den Demokraten: Sie müssen sich dann den Vorwurf einer Schmierenkampagne gegen die Republikaner auf unterstem Niveau gefallen lassen. Damit hätten die Demokraten und Barack Obama ein Glaubwürdigkeitsproblem, da sie selbst immer betonten, nicht auf dieser politischen Ebene politisieren zu wollen. (gux)
play
... Brad Hanson geworfen? (cityofpalmer.org)