Finanz-Krise hilft Obama

  • Publiziert: 20.09.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

WASHINGTON – Das Beben an der Börse wirkt sich auf den Wahlkampf um die US-Präsidentschaft aus: Barack Obama liegt in neusten Umfragen wieder vorn. Der Grund dafür wohnt im Weissen Haus.

Vergessen sind Vizekandidatin Sarah Palin und ihre schwangere Tochter. Auch der Irakkrieg ist im Moment kein Thema mehr: Im Rennen um den Einzug ins Weisse Haus dreht sich im Moment alles um eine Frage: Wer ist der bessere Krisenmanager im Finanzmarkt? Wer hat das bessere Wirtschafts-Konzept?

Alles spricht dafür, dass die US-Wähler in dieser Frage her auf Barack Obama vertrauen. Dieser hat sich fürs Erste «voll und ganz» hinter den milliardenteuren Plan von Notenbankchef Bernanke und Finanzminister Paulson gestellt.

Anders sein Konkurrent John McCain. Er kritisierte die Massnahmen seiner eigenen Parteikollegen aus der Bush-Administration, wie «Spiegel.de» schreibt. Der Staat soll hier nicht eingreifen und sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Doch McCains Versuch, sich zu distanzieren, scheint nicht zu funktionieren: In neusten Umfragen liegt er laut «CNN» mit 42 Prozent der Wählergunst erneut hinter Obama (47 Prozent). Den detaillierten Verlauf ersehen Sie aus unserer Wahlgrafik rechts

Die US-Bürger scheinen die Schuld an der gegenwärtigen Finanzmisere bei ihrem Präsidenten George W. Bush und seiner Politik zu suchen. Und John McCain kann sich nicht von der «Fussfessel» Bush befreien, egal was er auch versucht. (bih)

play Kassiert reichlich Spenden von Angestellten von Schweizer Firmen in den USA: Barack Obama. (AP)

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