US-Wahlkampf Fegt Hurrikan «Sandy» Obama weg?

Erhöht die Naturkatastrophe Obamas Wahlchancen? Oder fegt Sandy den Präsidenten weg?

  • Publiziert: 29.10.2012, Aktualisiert: 30.10.2012
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Obama telefoniert mit Vertretern der Katastrophenbehörde FEMA.

(White House/Pete Souza)

Der Jahrhundertsturm «Sandy» wirbelt auch die Terminplanung im US-Wahlkampf kräftig durcheinander. Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney haben mehrere Auftritte vor ihren Anhängern abgesagt.

Obama hat sich zwischenzeitlich nach Washington zurückgezogen, um die Vorbereitungen auf «Sandy» intensiv zu verfolgen und die Behörden bei den anlaufenden Hilfsmassnahmen zu unterstützen.

Obama spricht Mut zu

Den betroffenen Staaten sprach er Mut zu: «Alles was sie brauchen, werden sie bekommen», sagte Obama. «Wir wollen sicherstellen, dass wir den Ereignissen möglichst vorgreifen und bereit sind.»

Für Beobachter ist klar: Wenn Obama das Land souverän durch die bevorstehende Krise führt, könnte ihm das entscheidende Wählerstimmen sichern.

Im Gegenzug birgt das Unwetter aber auch ein Risiko für den Amtsinhaber. Greifen die angeordneten Massnahmen nicht und versagt das Katastrophenmanagement, so dürfte dies direkt dem Präsidenten angelastet werden.

So geriet etwa im Jahr 2005 auch Ex-Präsident George W. Bush wegen der unkoordinierten Hilfe nach dem Hurrikan «Katrina» massiv in die Kritik. Ein solches Desaster gilt es für Obama zu verhindern.

Knackpunkt «early voting»

Hinzu kommt, dass der Sturm die frühzeitige Stimmabgabe beeinträchtigen könnte. Das würde vor allem die demokratische Kampagne treffen, da diese, so der Politikwissenschafter Jamie Chandler vom New Yorker Hunter College, viel stärker auf das so genannte «early voting» gesetzt hat als die Republikaner.

Obamas Topberater David Axelrod forderte deshalb bereits «ungehinderten Zugang» zu den Wahllokalen. «Je mehr Leute teilnehmen, desto besser werden wir abschneiden», sagte er.

Romney will beten

Mitt Romney setzt derweil vor allem auf Hilfe von oben.

Sein Vizekandidat Paul Ryan appellierte bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Ohio an die Anhänger, «alle Menschen, die vom Sturm bedroht sind, in unsere Gebete einzuschliessen». (bau)

Beliebteste Kommentare

  • Beat  Hemmi , Widnau
    Ob Mitt Romney mit beten den Wahlkampf gewinnt ? Wenn die Berater von Barak Obama nur halbwegs was auf dem "Kasten" haben, nutzen sie diese Situation für sich aus. Schlussendlich müsste es aus dem Obama Lager heissen: Wir haben gehandelt, ihr habt nur die Hände gefaltet,,,,
  • thomas  Marti
    Möge Obama die Wahl haushoch gewinnen. Ee ist der Mann den Amerika dringendst braucht.
    • 29.10.2012
    • 23
    • 4

Alle Kommentare (3)

  • thomas  Marti
    Möge Obama die Wahl haushoch gewinnen. Ee ist der Mann den Amerika dringendst braucht.
    • 29.10.2012
    • 23
    • 4
  • Matthias  Jöhl , via Facebook
    das sind zeichen der natur, weil die heutige menscheit ihr leben nicht schätzt...
  • Beat  Hemmi , Widnau
    Ob Mitt Romney mit beten den Wahlkampf gewinnt ? Wenn die Berater von Barak Obama nur halbwegs was auf dem "Kasten" haben, nutzen sie diese Situation für sich aus. Schlussendlich müsste es aus dem Obama Lager heissen: Wir haben gehandelt, ihr habt nur die Hände gefaltet,,,,

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