FBI veröffentlicht brisante Akten über Marc Rich (†78) Schweizer Gespenst holt Clinton ein

Das FBI veröffentlicht Dokumente über einen umstrittenen Gnadenerlass von Bill Clinton über den schillernden Schweizer Rohstoff-Milliardär. Hillary reagiert säuerlich.

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Vor drei Jahren starb Marc Rich (†78) am Vierwaldstättersee im Kanton Luzern. Aber noch als Toter beeinflusst der mysteriöse Rohstoffhändler den amerikanischen Wahlkampf. Und wie schon am Freitag überrascht das FBI die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton (69).

Schweizer Gespenst holt Hillary Clinton ein: FBI-Akten über Marc Rich play
Rohstoffmilliardär: Marc Rich ist 2013 verstorben. AFP/Getty Images

Gestern twitterte die Bundespolizei, sie habe eben 129 Seiten Dokumente zum umstrittenen Gnadenerlass für Marc Rich durch damaligen Präsidenten Bill Clinton (heute 70) publik gemacht.

Von Bill Clinton begnadigt

Rich gilt als umtriebigster Erdölhändler aller Zeiten. Er startete seine Laufbahn 1974 in einer Vierzimmerwohnung in Zug und starb als Milliardär. 1983 wurde er in den USA der Steuerhinterziehung und illegaler Geschäfte mit dem Iran bezichtigt. Statt sich der Justiz zu stellen, flüchtete er in die Schweiz.

2001 begnadigte ihn Clinton und sprach ihn von allen Vorwürfen frei. Es sollte einer der umstrittensten Gnadenerlasse überhaupt werden. Clinton habe ihn ausgesprochen, weil Richs Ex-Frau Denise Rich (72) den Demokraten 450'000 Dollar spendete, sagten seine Gegner. Damals waren das umgerechnet 700'000 Franken.

Die US-Justiz ermittelte bis 2005, fand aber keinerlei Belege dafür, dass Clinton sich habe kaufen lassen. Dennoch blieb der Fall hängen.

Die nun veröffentlichen Dokumente treffen die Clintons an einem wunden Punkt. Zwar beinhalten sie keine neuen Fakten, aber sie bringen den Rich-Fall wieder ins Gespräch. Sämtliche Newssender rollen den Fall erneut auf – und zeigen die Clintons als zumindest anrüchige Personen.

Schweizer Gespenst holt Hillary Clinton ein: FBI-Akten über Marc Rich play
Hillary Clinton an einer Wahlkampfveranstaltung in Sanford (Florida, USA) am 1. November 2016. Reuters/Brian Snyder

 

Hillary Clinton reagiert säuerlich. Über einen Sprecher liess sie fragen: «Und wann veröffentlich das FBI Dokumente über Donald Trump?»

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 06.11.2016
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21 Kommentare
  • rolf  sulzer 02.11.2016
    wer sagts denn, es ist noch nicht aller Tage Abend. Da ist noch jede Menge "Material" in der Pipeline. Das finale Feuerwerk wird, wie am 1. August, bis zum letzten Moment aufgehoben, damit die Medien, Kommentatoren, und die Wähler vor ihrer Stimmabgabe, alle nur noch aaahh sagen können.
  • Christian  Duerig , via Facebook 02.11.2016
    Amerikanische Analysten prophezeien, dass Hillary die Wahl gewinnen wird und von Barack Obama "pardoned" wird. Für die nächsten 4 Jahre wird Hillary von ihre Immunität profitieren können, bevor sie in den Knast gehen wird. Der Bribery Act gilt für alle Amerikaner. Die Clinton Foundation ist ein riesiger Sumpf !!!
    Weshalb sind diese Clintons noch immer auf der Politikbühne ? (Antwort: Wegen all den Lügen !)
  • Silvie  Vetter , via Facebook 02.11.2016
    Wenn die amerikanischen Wähler nicht merken, dass alle diese uralten Geschichten um die Clintons von Trump befeuert werden, dann ist diesem Volk wirkliche nicht mehr zu helfen. Er wirft Clinton Korruption und Betrug vor. Vielleicht ist da ja etwas dran, aber er ist bestimmt auch kein Unschuldslamm diesbezüglich. Hoffentlich siegt nächste Woche die Vernunft. Sonst "Good night America".
    • Artur  Nuttli , via Facebook 02.11.2016
      Sie reden von Vernunft, beschwichtigen Trump diese Meldungen vorzubringen ohne Beweise zu nennen. Das FBI wirft Hillary Korruption vor, Trump erzählt von dem. Wenn die Vernunft nächste Woche siegt, dann wird es Trump sein der gewinnt. Weil Hillary ist die erste Kandidatin die unter FBI Ermittlungen einen Wahlkampf bestreitet, und dies ist nicht zulässig. Nehmen wir an sie gewinnt, dann ist es leider vernünftig zu sagen, das es Ausschreitungen und Konflikte geben kann. "Good Night Vetter"
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      02.11.2016
      Herr Nuttli: Die E-Mail Affäre wäre schon längst vom Tisch wenn der FBI-Chef - EIN REPUBLIKANER - nicht die Felle hätte davon schwimmen sehen! Es gibt nämlich eine Vorschrift die bis heute immer eingehalten worden ist, keine Ermittlungen oder Veröffentlichungen so kurz vor den Wahlen! Er hat also dagegen verstossen und das sicher um ihr zu schaden, denn die Untersuchungen werden auch jetzt nichts neues bringen, ihr aber die Wahlen erschweren.....
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    02.11.2016
    Was sollen diese alten Kamellen? Das FBI hat nichts herausgefunden und es geht hier um Hillary welche kandidiert und nicht um Bill! Es herrscht mittlerweile ein totales Puff, man vermischt alles mögliche und ist wirklich nicht mehr sachlich! Leider ist dieser Wahlkampf nur noch auf Gefühle aufgebaut und nicht mehr auf Fähigkeiten und Erfahrung der Kontrahenten.
    • drafi  schweizer aus berg
      02.11.2016
      auf Fähigkeiten kann dieser Wahlkampf nun wahrlich nicht aufgebaut sein oder werden, Sorry, doch mit diesen zwei Kandidaten macht sich die USA Weltweit lächerlich, man hätte das ganze schon vor Monaten beenden müssen und sich um Fähige Kandidaten Bemühen müssen, doch die Parteien und Loby der Kandidaten wollen ja gar keinen Fähigen Präsidenten, ansonsten keine Manipulationen mehr möglich wären, man kann da nur eines sagen, Gott sei Amerika Gnädig
  • Christian  Meiergruber aus Winkel
    02.11.2016
    In der USA gibt es wohl keine geeigneten Menschen als Präsidentschaft Kandidaten die wirklich nichts auf ihrer weissen Weste haben? Es ist traurig den alle die sich die Wahl zum US Präsidenten eignen würden haben schlicht das Geld nicht den die müssen für ihr Gehalt arbeiten und Steuern bezahlen. Da bleibt keine Zeit sich zu Profilieren bei dem Volk. Das gleiche kann man auf jeden Staat abbilden die Wahlen betreiben.