Ex-CIA-Boss mit E-Mail-Skandal à la Clinton Donald Trump will David Petraeus im Kabinett

Ironie der Geschichte: General David Petraeus, Trumps neuer Favorit fürs Aussenministerium, hat eine dunkle E-Mail-Vergangenheit.

Will Donald Trump den Ex-CIA-Chef David Petraeus als Aussenminister? play

General David Petraeus im März 2011 bei einer Anhörung durch den US-Senat.

Reuters/Jason Reed

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Der gewählte US-Präsident Donald Trump (70) formt nach und nach seine Regierung. Die wichtigsten Posten, so etwa die des Aussen- oder Verteidigungsministers, sind noch nicht besetzt. Trump hat nun ein «sehr gutes Treffen» mit David Petraeus (64) gehabt und ihn in den höchsten Tönen gelobt. 

Ausgerechnet Petraeus: Er gilt als berühmtester lebender US-Militär. Er war Kommandeur in Afghanistan und Irak, leitete jahrelang die mächtige CIA. 2012 musste er nach einer Affäre mit seiner Biografin Paula Broadwell zurücktreten. Ihm wurde vorgeworfen, er habe ihr geheime Dokumente überlassen.

Hatte E-Mails nicht im Griff

Aufgeflogen ist das Ganze, weil FBI-Ermittler den E-Mail-Verkehr des Generals mit seinem Groupie überwacht haben. Er hat also einen E-Mail-Skandal im Lebenslauf – so wie Trumps Ex-Konkurrentin Hillary Clinton (69)

Petraeus gehört trotz seiner moralischen Verfehlung noch immer zur US-Elite. Und er sitzt im Vorstand des Atlantic Council, einer Denkfabrik, die so ziemlich das Gegenteil von Trumps Politik vertritt: Freihandel, Russland-Kritik und regen Austausch zwischen Wirtschafts- und Politikelite.

Trump lobt den Mann trotzdem in den höchsten Tönen: «Petraeus hat ein grosses Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen.» Die nächsten Tage werden zeigen, ob das ausreicht, um ihn zum Aussenminister zu machen.

Trotzdem: Wenn Petraeus Aussen- oder Verteidigungsminister werden sollte, hat Trump einen Politiker mit problematischem E-Mail-Verkehr im Kabinett. Die Clinton-Fans werden das nicht lustig finden. (pma)

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016
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7 Kommentare
  • Marcel  Weber 29.11.2016
    Schon merkwürdig, für Blick und insbesondere US-Experte Herr Hossli war der E-Mail-Skandal von Hillary Clinton nie gross thematisiert worden und sie wurde für "wählbar" angesehen. Obwohl mit viel weniger gravierenden Verfehlungen soll jetzt Petraeus als Minister eine Zumutung sein? Es wird nicht mit gleichen Ellen gemessen. Für mich wären aber beide ein No-Go. Gibt es denn keine halbwegs "sauberen" Kandidaten?
    • Ruedi  Frauchiger aus Egg
      29.11.2016
      Woher wissen Sie, dass es viel weniger gravierende Verfehlungen waren? Weil es einer der Ihren ist? Immerhin hat er Geheimdokumente seiner Geliebten zukommen lassen. Komische Fanwelt.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    29.11.2016
    Ich glaube da ist ein Riesenunterschied, Hillary hat (wie übrigens alle vor Ihr) einen privaten Server benutzt aber nicht für Aussenstehende. Petraeus hat hingegen Geheime Dokumente einer Mätres, zudem eine Journalistin, weiter geleitet. Wenn ich mich richtig erinnere wurde die Untersuchung eingestelt weil er den Hut nahm.
    Was mir Aufällt ist das Trump mit Vorliebe Leute wählt die es besonders mit Obama haben, oder in der Zeit aus Eigenverschuldung gehen mussten.
    Was m
  • Melissa  Baumann 29.11.2016
    Doppelmoral bei den Republikaner und bei Trump; was Clinton nicht darf, darf der Petraeus.
  • Ernest  Blanco 29.11.2016
    Hatte nicht die vereinte Presse unablässig behauptet, dass diese Clinton Email Affäre absolut kein Problem darstellt ? Also ist nach aller Form der Logik die Emailaffäre von Peträus für dieselbe Presse auch abolut kein Problem - Oder etwa doch nicht, weil es sich hier ja schliesslich nicht im Hillary handelt ? lol
    • Ruedi  Frauchiger aus Egg
      29.11.2016
      Der Blanco in seinem Eifer merkt nicht mal, dass es sich nicht um dasselbe Delikt handelt. Der Herr Exgeneral hat Geheimdokumente seiner Geliebten übergeben. Kapieren Sie es? Oder ist es für Sie zu kompliziert?
  • Poco  Loco aus Innerschweiz
    29.11.2016
    Langsam verstehe ich die Gedankengänge der Journalisten nicht mehr. Vor den Wahlen hatten sie doch überhaupt keine Probleme mit Clinton und den EMails, nein sie haben Clinton mit all ihrer Verbrechen in den Himmel gehoben. Aber bei Petraeus ist es jetzt plötzlich ein Problem.