Europas Rechte feiert Trump «Die Demokratie ist immer noch am Leben!»

Der Wahlsieg Trumps ist ein Triumph für Rechtspopulisten weltweit. Mehrere rechte Präsidentschaftsanwärter Europas erhoffen sich, an den Erfolg des US-Amerikaners anknüpfen zu können.

USA Donald Trump victory party Donald Trump elected 45th President of USA speaks on stage during vi play
Donald Trump heute Morgen (Schweizer Zeit) während seiner Siegesrede. imago

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Der Wahlsieg Donald Trumps sorgt vor allem bei Rechtspopulisten in Europa für gute Stimmung. In Frankreich, Österreich, Deutschland und anderen EU-Staaten werteten Vertreter der entsprechenden Parteien den Erfolg des Milliardärs und Immobilienmoguls heute als Beleg dafür, dass das politische Establishment am Ende sei.

«Glückwünsche an den neuen Präsidenten der USA, Donald Trump, und an das freie amerikanische Volk», erklärte die Vorsitzende des rechtsextremen Front National in Frankreich, Marine Le Pen, via Twitter.

French far right party Front National FN presidential candidate Marine Le Pen during her 3rd thema play
Marine Le Pen von der rechtspopulistischen Front National hegt ebenfalls Präsidentschafts-Ambitionen. imago

«Heute die Vereinigten Staaten, morgen Frankreich», fügte sie mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen im kommenden Frühling hinzu. Derzeitigen Umfragen zufolge hat Le Pen zumindest gute Chancen, in die Stichwahl zu kommen. Frankreich leidet nach wie vor unter einer relativ hohen Arbeitslosigkeit und ist im Fadenkreuz islamistischer Extremisten.

Und auch der ungarische Ministerpräsident Orban jubelt: «Was für grossartige Nachrichten. Die Demokratie ist immer noch am Leben!» Trump hatte im Wahlkampf verschärft gegen Immigranten Front gemacht und den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt – was ganz dem politischen Geschmack Orbans entspricht. Schliesslich liess er an der Süd-Grenze Ungarns wenn auch keine Mauer, so doch einen Zaun errichten, um Flüchtlinge an der illegalen Einreise zu hindern.

Hungary Prime Minister Viktor Orban during the UEFA European Championships 2016 Group F match betwe play
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban ist seit 2010 an der Macht. imago
Erst der Brexit, nun der nächste Freudentaumel

Bereits nach dem überraschenden Brexit-Votum im Juni hatten Rechtspopulisten sich in ihrer Haltung bestätigt gesehen, dass die etablierte Politik – vor allem auch in Brüssel – von den Ängsten und Sorgen der Menschen weit entfernt sei. Die Briten hatten am 23. Juni ähnlich überraschend wie der Wahlsieg Trumps für einen Austritt ihres Landes aus der EU gestimmt.

Der Chef der europafeindlichen UKIP-Partei, Nigel Farage, twitterte heute Morgen, bevor Trumps Triumph feststand: «Es sieht so aus, als ob 2016 das Jahr zweier politischer Revolutionen wird» - wobei ein US-Präsident Trump gar «grösser als der Brexit» wäre. 

So einfach können Hacker Wahlmaschinen manipulierenBestätigt sieht sich auch die Partei Alternative für Deutschland (AfD). «Das amerikanische Volk hat mit der Wahl von Trump zum Präsidenten gegen Altparteien und Lügenpresse gestimmt», sagte der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Björn Höcke. «Ein ‹Weiter so› darf es in der internationalen und in der deutschen Politik nicht mehr geben.»

AfD-Chefin Frauke Petry erklärte: «Dieses Wahlergebnis macht Mut für Deutschland und Europa, denn Trump hat tatsächlich die Karten zur politischen Zeitenwende in der Hand.»

Profitieren die Rechtspopulisten in Österreich?

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich wittert derweil konkret Rückenwind für die Wiederholung der Präsidenten-Stichwahl Anfang Dezember, bei der ihr Kandidat Norbert Hofer gegen den Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen antritt.

Austrian presidential candidate Hofer of the Freedom Party (FPOe) addresses a news conference ahead of a re-run of the run-off presidential election in Vienna play
Rechtspopulist Norbert Hofer (FPÖ) kandidiert bei den Wahlen in Österreich. Reuters

«Die politische Linke und das abgehobene sowie verfilzte Establishment wird Zug um Zug vom Wähler abgestraft und aus diversen Entscheidungsfunktionen heraus gewählt», schrieb Parteichef Heinz-Christian Strache auf Facebook. «Gut so, denn das Recht geht vom Volk aus.» (SDA)

Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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10 Kommentare
  • Urs  Berner 09.11.2016
    Die USA erleiden bereits die zweite Katastrophe in diesem noch jungen Jahrhundert. Nach 9/11 nun 11/9.
  • Adrian  Rüst , via Facebook 09.11.2016
    Und, Roman Meyer, jetzt noch ohne drei Fehler in jedem Satz... Dann habe ich zumindest die Hoffnung, dass nicht nur Bildungsverweigerer im rechten Populistenlager bedient werden. Bei uns habt ihr glücklicherweise nur 25 Prozent, also nicht gleich abheben wegen Trump. Was faseln Sie auch von Schulen - welche Rechtsparteien setzen sich denn genau für höhere Bildungsausgaben ein? Und die Industriejobs kommen auch nicht zurück, nur weil man fremdenfeindlich ist.
    • John  Livers aus St.Gallen
      09.11.2016
      Adrian Rüst
      Warum muss denn so gespart werden? An Schulbildung, an Ergänzungsleistungen, an der Sicherheit, KK Prämienverbilligungen wurden teilweise ganz gestrichen? Weil die 25 Prozent Rechtspopulisten nicht verhindern konnten dass, die Sozialausgaben die letzten 10 Jahre um satte 61 Prozent zugenommen haben. Nachzulesen unter Admin.ch
    • jean-daniel  voumard aus crans-montana
      10.11.2016
      Herr Rüst . Industriejobs kommen auch nicht zurück. ! Stimmt zu 100 Prozent diese wurden Exportiert in Länder ohne Gesetze und Menschenrechte , damit Sie dann billig Jeans, und TV Geräte reinziehen können das Sie über das Internet bestellt haben
  • Roger  Hausherr 09.11.2016
    Gratulationen von AfD, Orban, Le Pen, Hofer, Putin, Glarner. Damit die Trump Fans hier auch wissen, wessen Gedankengut sie angehören. Finde ich ein sehr informatives Spiegelbild. Wie es sich auf den Franken und somit unsere Arbeit und Portrmonnaie auswirkt, wird sich zeigen. Nicht zu früh freuen daher.
  • Meyer  Roman aus Aarau
    09.11.2016
    Gratulation an Herr Trump und der USA.

    Wir, freuen uns riesig, das ist Demokratie.

    Ja, wir in Europa/Welt wussten das das so kommt, wir Rechts-Parteien Feiern einen riesigen Erfolg.

    Jetzt gehts Aufwärts in allen Bereichen. Schulen, Industrie, und im Land allgemein.
    USA wird wieder Symphatisch.

    Das Volk hat Richtig Endschieden.






    • Andreas  Meier aus Zürich
      09.11.2016
      Haha, Sie glauben aber nicht im Ernst, das Trump das auf die Reihe kriegt!? Seine Wahlvesprechen wird er nicht einlösen... ...und die Schuld dafür den Demokraten geben. TOP die Wette gilt.
    • News  Man 10.11.2016
      Andreas Meier, sowohl der Kongress als auch der Senat ist republikanisch. Damit hat Trump im Gegensatz ein relativ leichtes Spiel, seine Anliegen durchzubringen. Allerdings hat Trump auch Gegner im eigenen Lager. Gelingt es Trump, diese von seinen Anliegen zu überzeugen, siehts zappenduster aus - und zwar nicht nur für die USA, sondern auf dem ganzen Globus.
    • Peter  Aufdermauer , via Facebook 10.11.2016
      Wow, was für eine Nachhersage um nicht Vorhersage zu nennen. Sie scheinen sich ja in den Staaten aus zu kennen. Die Demokratie hat gesiegt, stimme ich zu, aber der Aufwärtstrend wird nicht kommen. Der Tourismus wird eingeschränkt, Millionen von Familien wird die Aufenthaltsbewilligung entzogen werden, die schwarze Bevölkerung wird leiden und die Wirtschaft geht den Bach runter, so einfach wird es sein Hr. Meyer. Unser Blocher hat es ja auch gezeigt mit der MEI. Er ist fein raus, oder??
    • Kurt  Stauffer aus George
      10.11.2016
      Bis jetzt haben die Republikaner die meisten Kriege für die USA angefangen.Dass sich die Politiker der Amerikaner nicht von einer Frau regieren lassen, ist wohl klar.Wie schändlich wäre es gewesen, wenn ausgerechnet eine Frau es besser hingekriegt hätte als die Männer!Wäre Clinton ein Mann, wäre Trump nicht der neue Präsident!!Ein Glück für Clinton,dass sie die Wahl verloren hat,sie hätte kaum eine Chance gehabt gegen die Übermacht der Republikaner im Kongress und Senat!!