Ein Grüsel-Video entlarvt den wahren Donald Trump Die Heuchelei der Republikaner

Ein Video entblösst Donald Trump als Widerling. Das Weisse Haus rückt immer weiter weg. Seine Partei geht auf Distanz. Dabei war längst klar, wer der Tycoon wirklich ist.

Donald Trump auf Grüsel-Sex-Video als Heuchler entlarvt play
US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump an einer Wahlkampfveranstaltung in Reno im Bundesstaat Nevada am 5. Oktober 2016. Reuters/Mike Segar

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Was Amerikaner seit langem wissen, haben sie nun in perfekter Tonqualität gehört: Donald Trump (70) ist vulgär. Ein Sexist. Er verachtet Frauen. Er sieht sich als Star (BLICK berichtete). «Bei einem Star lassen die Frauen alles zu», sagt er, «du kannst ihnen einfach an die Fotze greifen.»

Das sagt Trump in einem Video aus dem Jahr 2005. Gestern ist es publik geworden. «Ich habe versucht, sie zu ficken», sagt der Präsidentschaftskandidat der Republikaner. «Bitch» nennt er eine Frau, «Schlampe». Er macht sich lustig über «falsche Titten». Jede «schöne Frau» wolle er «automatisch küssen». Zu hören ist, wie er ein Tic Tac aus der Box fischt – um seinen Atem kussgerecht aufzufrischen.

Kussgerechter Atem

Kurz: es ist widerlich, was der Republikaner sagt.

Es könnte das endgültige Ende seiner Kandidatur sein. Er hat kaum mehr Chancen, ins Weisse Haus einzuziehen.

Was der ewige Sieger Trump wohl weiss. Untypisch demütig entschuldigte er sich gestern. «Wer mich kennt, weiss, dass diese Worte nicht wiedergeben, wer ich bin», sagte er in einer Videobotschaft. «Diese Worte waren falsch, ich entschuldige mich.»

Aufruf zum Rückzug

Zu spät. Die republikanische Spitze geht auf Distanz. Speaker Paul Ryan (46) hat einen gemeinsamen Auftritt abgesagt. Der einflussreichste Senator Mitch McConnell (74) zog seine Unterstützung zurück. Senator Mike Lee (45) von Utah fordert Trump gar auf, auf die Kandidatur zu verzichten – und seinem Vizepräsidentschaftskandidat Mike Pence (57) den Vortritt zu lassen.

Das ist pure Heuchelei. Wer Trump ist, wissen die Republikaner längst. Und doch haben sie ihn am Parteikonvent in Cleveland zum Kandidaten gekürt. Weil sie rückgratlos sind und nicht für die Prinzipien der einst stolzen konservativen Partei eintreten.

Ein Berg Schlamm

Nicht unerwartet ist Trump für die Republikaner zum befürchteten Albtraum geworden. Er hat die Partei zu einem Sammelbecken für Rassisten und Sexisten gemacht. Höchstwahrscheinlich wird Trump nicht nur die Wahlen verlieren, sondern der eigenen Partei auch die Mehrheit im Kongress kosten.

Veröffentlich hat das Video die «Washington Post». Es dürfte aus dem Umfeld von Hillary Clinton (68) kommen. Ihr Wahlkampfteam agiert bravourös. Offenbar sitzt es auf einem Berg von Schlamm, den es jederzeit auf Trump werfen kann. Letzte Woche dessen Steuererklärung. Nun das Grüsel-Video. Da es noch vier Wochen bis zur Wahl dauert, dürfte noch weit mehr Dreck ans Licht kommen.

Das offene Buch Clinton

Clinton selbst ist ein offenes Buch. Seit 30 Jahren ist sie in der Öffentlichkeit. Niemand ist von der Presse so sehr durchleuchtet worden. Morde soll sie angestiftet, Ämter missbraucht, einen US-Botschafter auf dem Gewissen haben – unzählig die Skandale, die man ihr andichtet. Beweisen konnte man nie etwas. Böse Überraschungen gibt es keine mehr.

Publiziert am 08.10.2016 | Aktualisiert am 11.10.2016
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43 Kommentare
  • Nico  Traber 08.10.2016
    Da sieht man mal wie verkorkst das system bzw. Die medien sind. Clinton kann (aktuell) top secret infos über einen privaten email server verschicken was klar illegal ist und zur verurteilung führen müsste. Nur da hat man keine rücktrittsforderungen gehört. Wenn dann aber ein video (11 jahre alt wohlgemerkt) von trump auftaucht, in welchem er eine vulgäre sprache benutzt, soll er seine kandidatur zurückziehen? Das ganze hat mittlerweile die unterste grenze an gesundem menschenverstand unterschr.
    • Daniel  Aemmer aus Hausen
      08.10.2016
      Und sie Nico Traber? Welche Schublade haben sie soeben gezogen? Richtig, die aller letzte!
  • Arthur  Nix 08.10.2016
    Unglaublich, was irgendwelche UntergrundRatten da alles ausgraben.
    Vor 11 (elf) Jahren war das Mikrofon noch an, als Trump PopstarSprüche von sich gab, als er wirklich einer war.
    Natürlich kriegt ein Star jede Frau, die kreischend vor Glück am Bühnenrand am Lechzen ist. Von Groupies ganz zu schweigen. Wo lebt ihr denn?

    Ausserdem ist jeder gruusige StammtischWitz um einiges schlimmer!
    Also kriegt euch wieder ein!
    Honi soit qui mal y pense!
    • Stefan  Müller 08.10.2016
      Sie und der Stammtisch mögen solche Sprüche machen. Ein Präsident, der ein ganzes Volk anführen soll, sollte etwas mehr Niveau haben.
  • Thomas  Zürcher 08.10.2016
    Ich finde als gewählter Präsident sollte Trump doch in der "Playboy Mansion" wohnen anstatt im White House.
  • rolf  sulzer 08.10.2016
    dieses Manöver der Clinton-Bande könnte noch in die Hosen gehen. Noch nie in der Geschichte der USA gab es bei einer Präsidentenwahl, kurz vor der Stimmabgabe, so viele Unentschlossene. Millionen Wahlberechtigte sind unter sich bei dieser Wahl zurückhaltend wie noch nie, selbst gegenüber Verwandten und Bekannten, mitzuteilen, für wen sie ihre Stimme abgeben sollen. Die Frage ist wie die Stimmberichtigen darauf reagieren, wenn jemand wie Trump etwas blödes sagte und Bill und Robert es taten.
  • Anton  Lehmann , via Facebook 08.10.2016
    Leser die hier versuchen Trump zu verteidigen, müssen einen vergleichbaren Charakter haben.