E-Mail-Affäre holt Clinton ein Weiner-Sexting führte zu neuen FBI-Ermittlungen

WASHINGTON - Das FBI hat weitere Nachforschungen zur E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton angekündigt. Die Fahnder sind im Zuge der Ermittlungen wegen Sextings gegen den Ex-Politiker Anthony Weiner auf eine neue Spur gestossen.

Immer noch kein Schlussstrich in der E-Mail-Affäre: Gegen Hillary Clinton wird zwar keine Anklage erhoben, doch will das US-Aussendepartement den Fall nun intern fertig ermitteln. play
Die Affäre nimmt keine Ende: Das FBI will wieder Ermittlungen wegen Clintons E-Mail-Server aufnehmen. KEYSTONE/AP REUTERS POOL/KEVIN LAMARQUE

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US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton rechnet trotz neuer FBI-Ermittlungen zu ihrer E-Mail-Affäre nicht mit juristischen Konsequenzen. Clinton rief die Bundespolizei auf, ihre Erkenntnisse zu den neu entdeckten E-Mails publik zu machen.

Sie sei «zuversichtlich», dass sich aus der angekündigten Überprüfung neu aufgetauchter Mails keine anderen Schlussfolgerungen als im Juli ergeben würden, sagte Clinton am Freitag bei einer Pressekonferenz in Des Moines im Bundesstaat Iowa. Damals hatte das FBI keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten der früheren Aussenministerin festgestellt.

Clinton ging gar in die Offensive: Das FBI müsse umgehend «alle Informationen, die es hat, veröffentlichen», forderte sie. «Raus damit.» Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl müsse das amerikanische Volk umfänglich über die Vorgänge in Kenntnis gesetzt werden.

Keine Anklage

Die demokratische Politikerin hatte in ihrer vierjährigen Amtszeit als Aussenministerin unter Verstoss gegen die geltenden Regeln private und damit nicht besonders geschützte Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt.

Dafür erteilte ihr FBI-Chef James Comey im Juli zum damaligen Abschluss der Untersuchungen eine scharfe Rüge, indem er ihr «extreme Nachlässigkeit» vorwarf. Das Justizministerium verzichtete aufgrund des FBI-Berichts aber auf ein Ermittlungsverfahren gegen Clinton. Die Affäre galt damit eigentlich als juristisch abgehakt.

Am Freitag kündigte das FBI aber an, sich nochmals mit der E-Mail-Affäre zu befassen. Es seien neue Mails aufgetaucht, die für die Clinton-Untersuchung anscheinend «relevant» seien, erklärte FBI-Chef Comey in einem Brief an den Kongress.

Die Ermittler wollen nun prüfen, ob diese Mails möglicherweise als vertraulich eingestufte Informationen enthielten. Die Bundespolizei machte keine Angaben dazu, wo genau die neuen Mails zu der Clinton-Affäre gefunden wurden.

Offenbar von Weiners Computer

Nach Informationen der «New York Times» stiess das FBI auf die Mails pikanterweise bei den Ermittlungen gegen den Ex-Abgeordneten Anthony Weiner. Weiner hatte wegen Sex-Nachrichten an diverse Frauen seinen Sitz im Repräsentantenhaus abgeben und später auch aus dem Rennen um den Bürgermeisterposten in New York aussteigen müssen.

Der Demokrat ist mit der engen Clinton-Vertrauten Huma Abedin verheiratet. Abedin ist Vizechefin von Clintons Wahlkampfteam und war früher ihre Spitzenberaterin im Aussenamt. Sie hatte sich im August von Weiner getrennt. (SDA)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 29.10.2016
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4 Kommentare
  • Hans  Flanke 29.10.2016
    Aha, deshalb hat die Clintion und die Obama kurz vor der Veröffnetlichung dieses neuen Skandals die Wähler dazu aufgerufen, bereits abstimmen zu gehen! Kläglicher Versuch das zu retten was noch gerettet werden könnte?
  • Beat  Schenker aus Lugano
    29.10.2016
    Man muss sich schon Fragen macht die FBI eine unparteiische Untersuchung oder handelt es sich um eine Bewusste Wahlbeeinflussung. Da werden nur die Republikaner darüber Informiert, nachdem diese über Monate Druck gemacht haben, dass man die Untersuchung wieder aufnimmt und auch gleich sagt man kann diese nicht vor Wahl ende abschliessen, nicht genug man sagt auch man wiese nicht ob es von Bedeutung ist. Anscheinend ist es normal dass die betroffene Person dies von den Medien erfährt.
  • Carly  Pfitzner 29.10.2016
    Dass ein 320 Mio Volk eines sogenannten fortschrittlichen und angeblich demokratischen Landes wie den USA nicht fähig ist, mehr als die gegenwärtigen Low-Life Präsidentschaftskandidaten Clinton und Trump zu produzieren, sagt wohl viel über den tatsächlich desolaten Zustand diese Gott gesegnete und selbsternannt grossartigste Landes dieser Welt aus..... Und ja, ich halte Trump als das kleinere Uebel, denn er würde sicherlich eine Entspannung zwischen den Grossmächten, vor allem Russland, bringen!
    • Reto  Hauser 29.10.2016
      Es war zu erwarten, dass jetzt kurz vor dem fast sicheren Sieg Clintons, die Gegenseite nochmals alte Kamellen wie die Email-Affäre hochkochen lassen will. Hoffentlich durchschauen die Wähler das Manöver.