
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Senatorin Hillary Clinton hat die Vorwahl der US- Demokraten in Pennsylvania gewonnen. Nach Auszählung von 68 Prozent der Stimmen lag Clinton bei 55 Prozent der Stimmen.
Ihr Kontrahent, der schwarze Senator Barack Obama, kam auf 45 Prozent. Experten zufolge muss Clinton mit einem klaren zweistelligen Vorsprung gewinnen um ihrer Kampagne wieder Schwung zu verleihen.
Vor ihren Anhängern in Philadelphia bedankte sich Clinton für den Sieg in Pennsylvania und sprach von einer Wende: «Ein paar Leute hatten mich schon abgeschrieben und gesagt, hör auf. Aber das amerikanische Volk gibt nicht auf und es verdient einen Präsident, der auch nicht aufgibt», rief sie der jubelnden Menge zu.
Clinton zeigte sich zuversichtlich. Der Wind habe gedreht. Ihr Sieg in Pennsylvania sei um so bedeutender, weil Obama drei Mal so viel Wahlkampfspenden wie sie selbst zur Verfügung gehabt habe. Sie rief denn auch in ihrer Siegesrede ihre Anhänger zu Spenden auf.
Bei der Vorwahl in Pennsylvania ging es um 158 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August. In der Gesamtwertung liegt Clinton nach mehr als 40 Vorwahlen deutlich hinter Obama, dessen Führung sie auch durch ihr Abschneiden in Pennsylvania nicht aufholen konnte.
Obama liegt sowohl bei der Anzahl gewonnener Vorwahlen und Wählerversammlungen vorn als auch bei den Delegiertenstimmen. Zudem ist seine Kampagne finanziell weitaus besser ausgestattet.
Um Obama bei den Delegiertenstimmen noch einzuholen, müsste Clinton bei allen kommenden Vorwahlen jeweils mindestens 65 Prozent der Stimmen erringen. Das ist so gut wie ausgeschlossen.
Am 6. Mai folgen die Vorwahlen in Indiana und in North Carolina. Während Obama als Favorit in North Carolina gilt, ist der Ausgang in Indiana offen. Nach seiner Niederlage richtete Obama seinen Blick bereits auf die nächste Entscheidung. «Jetzt liegt es an euch in Indiana», sagte Obama.
Da weder Obama noch Clinton in den noch ausstehenden Vorwahlen die erforderlichen 2025 Delegiertenstimmen erreichen können, werden auf dem Parteitag Ende August in Denver die sogenannten Superdelegierten über den Kandidaten der Demokraten entscheiden.
Daher umwerben beide Politiker diese Delegierten, deren Sonderstellung sich unter anderem auf Partei- und Staatsämter gründet und die bei der Abstimmung nicht auf das Ergebnis ihres Herkunftsstaats festgelegt sind.
Bei den Demokraten wächst die Sorge, dass der zunehmend schärfere Wettkampf zwischen Clinton und Obama den Republikanern in die Hände spielen könnte. Deren Kandidat John McCain steht seit Anfang März bereits fest. Die Präsidentschaftswahl um die Nachfolge des derzeitigen republikanischen Amtsinhabers George W. Bush findet am 4. November statt. (SDA/num)