Barack Obama ist Präsident!

WASHINGTON – Bereits um 5 Uhr Schweizer Zeit erreichte Barack Obama 297 Wahlmänner-Stimmen, John McCain nur deren 139. Noch vor der Auszählung aller Staaten war damit das Rennen gelaufen.

  • Publiziert: 05.11.2008, Aktualisiert: 14.01.2012
play Er ist der neue US-Präsident: Barack Obama. (AP)

Es ist wahr, der demokratische Afro-Amerikaner Barack Obama ist nach den Hochrechnungen neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!

Mittlerweile kommt Obama auf 338 Wahlmänner-Stimmen: Colorado (9), Connecticut (7), Delaware (3), Florida (27), Hawaii (4), Illinois (21), Iowa (7), Kalifornien (55), Maine (4), Maryland (10), Massachusetts (12), Michigan (17), Minnesota (10), New Hampshire (4), New Jersey (15), Nevada (5), New Mexico (5), New York (31), Ohio (20), Oregon (7), Pennsylvania (21), Rhode Island (4), Vermont (3), Virginia (13), Washington (11), Washington DC (3), Wisconsin (10).

John McCain hingegen kommt bislang nur auf 159 Wahlmännerstimmen: Alabama (9), Arizona (10), Arkansas (6), Georgia (15), Idaho (4), Kansas (6), Kentucky (8), Louisiana (9), Mississippi (6), Nebraska (4 von 5), North Dakota (3), Oklahoma (7), South Carolina (8), South Dakota (3), Tennessee (11), Texas (34), Utah (5), West Virginia (5), Wyoming (3).

Damit ist Obama designierter Präsident der USA!

Obama baute seinen Vorsprung auf den Republikaner John McCain in der Wahlnacht laufend aus und übersprang kurz nach 5 Uhr Schweizer Zeit die Hürde von 270 Wahlmännerstimmen. Wahlentscheidend war Obamas Triumph in Schlüsselstaaten wie Ohio, Iowa und Pennsylvania. Die restlichen nötigen Stimmen holte er sich an der Westküste.

John McCain gratulierte Obama umgehend zu seinem Sieg.

Mega-Party in Chicago

In Chicago feierten Zehntausende Anhänger von Barack Obama im Grant Park frenetisch den Triumph des Senators. Sie warteten auf den grossen Auftritt ihres Kandidaten nach der Entscheidung im Wahlkrimi. Obamas Widersacher McCain beging den Wahlabend mit Freunden und Anhängern im Biltmore Resort von Phoenix in Arizona.

Rekordbeteiligung

Zu den US-Präsidentschaftswahlen sind nach Behördenangaben so viele Bürger zu den Urnen geströmt wie nie zuvor. In zahlreichen Bundesstaaten gab es lange Schlangen vor den Wahllokalen. Die Behörden aus manchen Staaten meldeten eine Beteiligung zwischen 70 und 80 Prozent.

Trotz des Ansturms auf die Wahllokale wurden zunächst keine grösseren technischen Probleme bekannt. Vielfach war ein Wahlchaos wie vor acht Jahren in Florida befürchtet worden.

Doppelter Triumph

Bei der Kongresswahl konnten die Demokraten ihre Mehrheit in beiden Parlamentskammern ausbauen, wie aus den Prognosen hervorgeht. Im Repräsentanten-Haus erhielten die Demokraten bislang drei zusätzliche Mandate, im Senat gewann Obamas Partei laut CBS mindestens drei zusätzliche Senatssitze und damit die Mehrheit.
(SDA/gux/snx)

Es ist wahr, Barack Obama ist neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika: Gratulieren Sie hier!

Wahlsystem für Obama

Nach der Zahl der Wahlmänner-Stimmen steuert Obama auf einen klaren Sieg zu (Zwischenstand um 08.00 MEZ: 338 für Obama, 159 für McCain). Das kommt daher, dass der Sieger jeweils alle Stimmen in einem Staat erhält. Egal, wie knapp sein Sieg ausfällt (Ausnahem Nebraska). Rechnet man sämtliche Wählerstimmen im ganzen Land zusammen, so kommt Obama, nachdem über 50 Millionen Wahlzettel ausgewertet sind, aber nur auf 51 Prozent aller Stimmen, hauchdünn vor McCain mit 48 Prozent. (snx)
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