Amerika hat gewählt So mächtig ist Nummer 45

Wer im Weissen Haus regiert, ist Oberbefehlshaber der stärksten Streitkräfte der Welt, steht der Wirtschaftsmacht Nummer eins vor und ist als Super-Spion so gut informiert wie sonst kein Staats- oder Regierungschef. Was alles in der Macht des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika steht.

Präsident Donald Trump: So mächtig ist der mächtigste Mann der Welt play
Das Oval Office: Seit 1909 ist es das Arbeitsbüro des Präsidenten. Der Teppich wird bei jedem neuen Amtsantritt neu gestaltet. Jonathan Ernst

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Heute Nacht haben die Amerikaner gewählt. Um 8:31 Uhr Schweizer Zeit stand fest: Donald Trump ist der neue US-Präsident. Clinton gestand in einem Telefonat mit ihm ihre Niederlage ein.

Am 20. Januar 2017 wird der als neues Staatsoberhaupt auf dem Kapitol in Washington vereidigt und somit zum mächtigsten Menschen der Welt. Weil er dem Land mit den weltweit stärksten Streitkräften vorsteht. Und der grössten Wirtschaft.

Ein US-Präsident ist gleichzeitig Staatsoberhaupt und Regierungschef. In den meisten anderen Ländern sind die beiden Funktionen auf zwei Personen verteilt. Wie mächtig aber ist Potus, wie der Secret Service ihn nennt, der President of the United States? Und welche Privilegien bringt dieses Amt?

Zum einen wird er Tag und Nacht von Agenten bewacht. Sie müssen bereit sein, eine Kugel mit ihrem Körper abzufangen, um das Leben des Präsidenten zu retten. Scheidet der Präsident aus dem Amt aus, haben er und seine Familie noch zehn Jahre lang Anrecht auf den Schutz des Secret Service.

Er wohnt gratis im Weissen Haus, mitten in der Hauptstadt Washington. Zudem steht ihm 100 Kilometer nördlich in Camp David ein Haus im Wald zur Verfügung. 

Der Präsident reist mit der Air Force One im eigenen Jumbojet. Damit geht er auf Staatsbesuch oder er betreibt – wie Barack Obama (54) in den letzten Tagen – Wahlkampf.

Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte

Der US-Präsident ist Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte. Er weist die Generäle an, wie sie Krieg führen sollen. Und er ist zuständig für formelle Kriegserklärungen. Um einen Krieg zu finanzieren, ist er allerdings auf den Kongress angewiesen.

Im Gegensatz etwa zu einer Schweizer Kantonsregierung oder der Exekutive einer Schweizer Stadt kann sich der Präsident sein Kabinett selbst zusammenstellen. Die Bestätigung der Minister durch den Senat ist meist nur Formsache.

Der Präsident hat weitreichende Befugnisse, Verwaltung und Behörden zu führen. Hier liegt seine grösste Macht. Er bestellt Botschafter, Spitzenbeamte wie etwa die Direktoren von FBI und CIA.

Er nominiert den Vorsteher der amerikanischen Notenbank, und er kann ihn auch entlassen. Somit hat der US-Präsident die Macht über die wohl wichtigste Person der Weltwirtschaft.

Kaum jemand ist in den USA einflussreicher als die neun Richter des Obersten Gerichtshofs. Sie halten ihren Sitz lebenslänglich. Tritt einer von ihnen zurück oder stirbt ein Richter im Amt, so nominiert der Präsident einen Nachfolger. Allerdings muss der Senat der Nomination zustimmen.

Vetorecht

Ein Präsident hat ein Vetorecht. Er kann damit jedes Gesetz blockieren. Der Kongress braucht zwei Drittel der Stimmen, um ein Veto des Präsidenten zu überstimmen. 

Niemand weiss mehr über die Welt als ein amerikanischer Präsident. Er ist ein Super-Spion. Nicht weniger als 16 Spionage-Abteilungen spähen und horchen die Welt aus – und informieren den Präsidenten über ihre Erkenntnisse. So hat der Präsident Zugang auch zu geheimsten Informationen.

Zuletzt kann der Präsident jeden Gefangenen in den USA begnadigen. Selbst solche, die nicht in einem US-Gefängnis sitzen. So begnadigte Bill Clinton (70) im Januar 2001 am letzten Tag seiner Amtszeit den Ölhändler Marc Rich (†78). Er lebte in der Schweiz.

Verstösst ein Präsident gegen Gesetze, so kann der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Zuletzt widerfuhr dies Bill Clinton 1998, der unter dem Verdacht des Meineids stand.

Ein Präsident verdient im Jahr 400'000 Dollar, umgerechnet 390’000 Franken. Hinzu kommen 50’000 Dollar Spesen, 100'000 für Reisen sowie 19'000 Dollar für Unterhaltung.

Er gehört zu einem sehr exklusiven Klub. Bisher gab es 44 US-Präsidenten. Am 20. Januar legt der 45. Präsident seinen Amtseid ab. Neben Obama leben noch vier weitere Ex-Präsidenten: Bill Clinton, George W. Bush (70), dessen Vater George H. W. Bush (92) und Jimmy Carter (92).

Sie alle haben jeweils am Tag vor Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, dasselbe getan: einen Truthahn vor dem Schlachten gerettet.

Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
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7 Kommentare
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    10.11.2016
    Trump ein Glücksfall für die ganze Welt.
    Trump ein Mensch der handelt, der die eigene Bevölkerung beschützt und dann für andere Zeit hat - die CH-Regierung muss das erst mal lernen oder erst mal vom Dauerschlaf erwachen.
    Die Welt in nur schon 2 Jahren sieht anders aus - friedlicher, lockerer, die Länder wissen, dass Korruption vorbei ist, dass jeder arbeiten muss um Geld zu erhalten etc.etc. FRIEDE mit TRUMP ist TRUMPF.
    ewz
  • Baris  Taskesen aus Solothurn
    09.11.2016
    In den USA spielt es keine Rolle wer Präsident wird. Vielmehr ist die Frage, wie sich die "Elite" verhält. Bin gespannt was sie mit Donald Trump oder als nächstes vorhaben...
  • Randy J.  Tomlinson , via Facebook 09.11.2016
    Peter Hossli, mal ehrlich...Dein Fachwissen erstaunt immer wieder. Camp David ist kein Ort sondern ein mehrere Hektar grosses Gelände. Ein Campus mit mehreren Gebäuden, eingezäunt durch einen 10m hohen Sicherheitszaun mit hunderten Sensoren. Das Gelände wird rund um die Uhr vom Geheimdienst bewacht. Du kommst nicht einmal näher als 200m. Dein Präsidenten Ferienhaus ist nur eins von etwa 20 Gebäuden. Gelände ist alles künstlich angelegt.
  • Robby  Robster 09.11.2016
    Abgesehen von den politischen Finessen die Ihm fehle, dem sexistischem Verhalten, denke ich dass Trump die Wirtschaft ankurbeln könnte wenn er seine Macht nicht für die falschen Dinge einsetzt. Nicht umsonst hat er ein Milliardenbusiness aufgebaut. Bin sicher kein pro Trump, aber ob Clinton die bessere Präsidentin gewesen wäre sei jetzt in den Raum gestellt. Jammern und schwarz malen bringt nichts, lassen wir uns überraschen.
    • Nicolas  Hunziker 10.11.2016
      Trump hat kein Milliardenbusiness aufgebaut sondern mehr oder weniger von seinem Vater übernommen. Dabei hat er reihenweise Unternehmen in den Sand gesetzt und ist mehrfach konkurs gegangen. Ich verstehe nicht, weshalb alle Welt glaubt er sein ein guter Geschäftsmann, das einzige was er gut vermarkten kann ist seine Person.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      10.11.2016
      Naja, wenn man sich Millionen von Papi oder saudischen Geldgebern leihen kann heisst das noch lange nicht dass er was taugt, vor allem nicht nach 4x bankrott und dem Fiasko in Atlantik City, dem Schiffbruch mit seiner Gesellschaft bei welcher zahlreiche Anleger ihr Alterskapital verloren haben!! Ich verstehe nicht wie man so einem vertrauen kann, er hat nie wirklich Leistung gezeigt, sondern nur Grossmäuligkeit und Einschüchterung!
  • Kim  Heller aus Luzern
    09.11.2016
    Der Mann ist 70 und wird der Belastung keinesfalls gewachsen sein. Clinton hätte ihr Alter mit ihrer politischen Erfahrung wettmachen können. Auch die Republikaner werden nicht zulassen, dass ein politisches Oldie Greenhorn die USA nachhaltig schädigt. Alles halb so schlimm. Der Knecht hat seine Pflicht erfüllt und darf sich nun sonnen...