26 Fragen zum neuen Präsidenten Steckt Trump jetzt Hillary ins Gefängnis?

WASHINGTON - Donald Trump ist nun der mächtigste Mann der Welt. Es wird sich einiges verändern. Aber wie? BLICK gibt Antworten.

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Baut Trump nun eine Mauer zu Mexiko?

Eines seiner Wahlversprechen wird Trump wohl eher nicht halten: den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Der 3200 Kilometer lange durchgehende Bau über die Berge wäre schlicht zu teuer. Nicht umsonst sagte Trump immer, Mexiko werde ihn bezahlen. Aus Spott entwarfen mexikanische Planer bereits ein Mauerprojekt: pink, mit integriertem Gefängnis und Warenhaus. Zu erwarten ist aber, dass Trump die Grenzkontrollen intensiviert.

Was machen jetzt die Obamas?

Ende Jahr ziehen sie in Washington in eine teure Mietwohnung mit acht Schlaf- und neun Badezimmern ein. Hier bleiben sie mindestens ein Jahr, bis die Töchter ihre Schulen beendet haben. Barack wird Sponsoren für seine Präsidentenbibliothek suchen und Vorträge halten. Michelle wird sich wohl noch intensiver für gesunde Ernährung und Bewegung einsetzen.

Hat Melania im Weissen Haus genug Platz für alle Schuhe?

Vom Luxus her muss Trumps Frau Melania tatsächlich etwas zurückschrauben. Da das derzeitige Ehepaar Trump mit Barron (10) aber nur einen Sohn hat, gibt es in der Präsidentenwohnung mit einem Dutzend Räumen genügend freien Platz für Schuhe und Kleider. 

Steigt jetzt die Gefahr eines Atomkriegs?

Das weiss niemand. Trump verfügt jedenfalls ab Januar über die 920 einsatzbereiten US-Atomsprengköpfe. Sie haben die Sprengkraft von 17'000 Hiroshima-Bomben. Die Demokraten hoffen, dass die Entscheidungsgewalt auf mehrere Schultern verteilt wird. Sie vertrauen Hitzkopf Trump nicht.

Was verdient Milliardär Trump als Präsident?

Wie viel er derzeit verdient, weiss keiner genau, weil Trump seine Steuerauszüge nie offengelegt hat. Gemäss Schätzungen des Magazins «Forbes» hat er 3,7 Milliarden Dollar Vermögen und verdient in diesem Jahr 60 Millionen. Das Gehalt des US-Präsidenten beträgt 400’000 Dollar. Für Trump ein Sackgeld.

Welches Land wird Trump als erstes bereisen?

Traditionellerweise reisen neue US-Präsidenten zuerst in eines der Nachbarländer, Kanada oder Mexiko. Mit Mexiko hätte Trump, der die Grenze zu diesem Land befestigen will, viel zu bereden. Möglicherweise wird er auch bald nach Israel reisen. Das hatte Islamfeind Trump Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versprochen.

Wen bauen die Demokraten jetzt als Präsidentschaftskandidaten auf?

Vorerst werden sie vor allem damit beschäftigt sein, einen neuen Parteichef zu finden. Bernie Sanders ist im Gespräch. Danach werden sie beginnen, ihre Revanche 2020 zu planen. Hillary Clinton wird sicher nicht mehr antreten. Traum vieler ist Michelle Obama, aber die hat noch nie Interesse an einer Kandidatur signalisiert. Mögliche weitere Namen: Kaliforniens neue Senatorin Kamala Harris oder einer der Zwillingsbrüder Julian und Joaquin Castro.

Lässt Trump Clinton verhaften?

Wegen der E-Mail-Affäre hatte Trump während der Wahlschlacht gedroht, Hillary Clinton ins Gefängnis zu stecken. Aber erstens kann der Präsident niemanden verhaften lassen. Zweitens hat das FBI zweimal erklärt, Clinton habe keine Gesetze verletzt. Drittens hat ein Verfahren wegen angeblicher Interessenkonflikte der Clinton-Stiftung kaum Chancen beim FBI. Letztlich aber liegt es am neuen Justizminister, ob er gegen Clinton ein Verfahren einleitet.

Hält Trump gesundheitlich durch?

Trumps leicht kurioser Leibarzt nannte ihn einst den gesündesten Präsidenten, den die USA je haben würde. Wirklich offengelegt hat Trump seine Krankendaten nie. Mit 70 Jahren ist er der bei Amtsantritt älteste US-Präsident seit je. Entsprechend hoch das Risiko für Infarkte oder Alterskrankheiten.

Wird Trump nun sanft?

Seit seiner Wahl schlägt Trump versöhnliche Töne an. Schwer zu sagen, ob das echt ist. Der Schweizer Psychologe Felix Reinhard-Lustenberger hält es für Opportunismus. Denn Trump sei durch und durch Egoist. Dumm: Diese Eigenschaft lässt im Alter nicht nach. Im Gegenteil. 

Was tun, wenn ich mich vor einer Trump-Präsidentschaft fürchte?

Psychologe Reinhard-Lustenberger empfiehlt: ruhig bleiben – und politisch aktiv werden.

Wohin wandern frustrierte Amerikaner jetzt aus?

Beliebtestes Ziel für Demokraten – das war schon beim Amtsantritt von George W. Bush 2001 so – ist immer das liberale Kanada. Tatsächlich brach die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde am Mittwoch zusammen. Aber Kanadas Einwanderungsbedingungen sind streng. Alternativtipp: die winzige irische Insel Inishturk («Wildschwein»-Insel). Deren 58 Bewohner buhlen derzeit um US-Zuwanderer. Motto: «Make Inishturk great again!»

Sind die baltischen Staaten in Gefahr?

Das Baltikum macht sich Sorgen über Trumps Flirten mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Sie befürchten, dass Trump bei einem allfälligen Einmarsch Russlands die Nato-Beistandsgarantie nicht einhalten wird.

Verstärkt Trump den Einsatz gegen den IS?

Er sagt zwar, er habe einen Geheimplan gegen den IS. Aber da er auch plant, mit Putin Frieden zu schliessen, stärkt er wohl eher Syriens Diktator Bashar al-Assad den Rücken und zieht sich tendenziell aus Syrien und anderen Krisengebieten zurück. Ein Widerspruch zum versprochenen Kampf gegen den IS.

Was passiert mit Obamacare?

Für Obamas Gesundheitsreform sieht es schlecht aus. Trump hat immer wieder erklärt, er werde sie kassieren. Allerdings ist das nicht ganz einfach, da die Demokraten im Senat versuchen werden, dies zu blockieren. Zudem ist es nicht ohne politisches Risiko für Trump, 30 bis gar 40 Millionen Menschen die Krankenversicherung wegzunehmen.

Was bedeutet Trumps Wahl für den Populismus in der Schweiz?

Populistische Positionen haben bei uns Erfolg. Polparteien gewinnen Wahlen, die Mitteparteien stürzen ab. Trumps Kampagne hat zudem die Grenzen dessen, was man als Politiker sagen kann, stark ausgeweitet.

Wann werden sich Trump und der Bundesrat erstmals treffen?

Erste Möglichkeit wäre das WEF vom 17. bis 20. Januar. Dass Trump daran teilnimmt, ist jedoch unwahrscheinlich. Doris Leuthard könnte im September an der Uno-Generalversammlung auf Trump treffen.

Wie reagieren die Finanzmärkte?

Sie starten durch. Mit 18'857 Punkten erreichte der Dow Jones gestern einen Allzeit-Rekord. Auch die Schweizer Börse legte erneut zu. Oliver Adler (61), Chefökonom der Credit Suisse, sieht zwei Gründe. Einerseits sei die lähmende Unsicherheit weg. Andererseits rechneten die Märkte damit, dass Trump eine expansive Finanzpolitik betreiben werde und dass «Steuersenkungen für Unternehmen und Haushalte und höhere Infrastrukturausgaben die Konjunktur ankurbeln».

Was passiert mit dem Franken?

Schafft es Trump tatsächlich, die US-Wirtschaft in Schwung zu halten, werden die US-Zinsen steigen. «Das würde den Dollar stärken», sagt Oliver Adler. Grosse Bewegungen gegenüber dem Franken erwartet der CS-Chefökonom aber nicht. «Der Dollarkurs dürfte zum Franken kaum über die Parität steigen.»

Was bedeutet Trump für die Schweizer Exporte?

Im Wahlkampf trat Trump als knallharter Protektionist auf. Adler geht jedoch nicht davon aus, dass Trump diese Linie als Präsident durchziehen wird, weil die resultierenden Preiserhöhungen der US-Wirtschaft schaden würden. «Die USA gehören zu den Hauptprofiteuren des Freihandels. Unwahrscheinlich, dass Trump Zölle gegen die Schweiz oder andere Länder erheben und damit gegen die WTO-Regeln verstossen wird.» Die Pharma-Industrie dürfte sich freuen. Unter Clinton wäre der Druck auf die Medikamentenpreise gestiegen. Mit Trump ist das wohl vom Tisch.

Was haben die Schweizer Banken zu erwarten?

Die Aussicht auf höhere Zinsen hat den Schweizer Bankaktien kräftig Schub verliehen. Die Banken könnten auch sonst von Trump profitieren: Der Anti-Politiker will die Regulierung gegen die Banken zurückfahren. Möglich ist auch, dass Trump die US-Justiz bei der Aufarbeitung der Finanzkrise mittels Milliardenbussen gegen Banken zurückbinden wird.

Sind Trumps Haare echt?

Die Wahrheit hinter Trumps Haaren ist eines der grössten Rätsel der Präsidentschaftskampagne. Ganz konnte das Mysterium der blonden Mähne bisher nicht aufgeklärt werden. Doch offensichtlich ist die Frisur das Resultat von Haartransplantaten, Färbungen und sehr viel Haarspray.

Obama verbreitete den Hip-Hop. Was hört Trump?

Anhand seiner Wahlkampfsongs kann man den Musikgeschmack von Donald Trump erahnen. Er mag Rolling Stones und Twisted Sisters. Er bezeichnete sich auch schon als grosser Fan von Neil Young, doch dieser verbot ihm die Benutzung seiner Songs für die Kampagne.

Ziehen nun wirklich Promis aus den USA weg?

Es kommt bei jeder Präsidentschaftskampagne vor, so auch diesmal: Stars wie Miley Cyrus (23), Whoopi Goldberg (60) oder auch Cher (70) kündigten lautstark an, nach Trumps Wahl auszuwandern. Bisher hat noch niemand die Zügelwagen bestellt, was ihnen nun Spott einbringt.

Darf Melania noch nackt posieren?

Sie ist die erste First Lady mit Model-Vergangenheit. Als 25-Jährige zog sie sich für Männermagazine sogar ganz aus. Den blanken Busen von Melania bekommt jetzt aber nur noch ihr Gatte zu Gesicht, selbst tiefe Ausschnitte sind künftig tabu. 

Wie wird Melania Akzente in der Modewelt setzen?

Sie verkörpert einen neokonservativen Look, also elegant, aber mit modischen Einflüssen. Sexy ist sie dank ihrer Figur auch in hochgeschlossenen Kostümen und Kleidern. In flachen Schuhen wird man Melania höchstens beim Sport begegnen. Ihr modisches Vorbild ist Jacky Kennedy, die First Lady der 60er-Jahre, die bis heute als Stil-Ikone gilt. 

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 13.11.2016
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10 Kommentare
  • Faddy   McDaddy aus Tucson
    11.11.2016
    Obama wird HRC in der letzten Woche ein "Pardon" geben und dann ist die Suppe gegessen. Es kann dan kein Verfahren mehr gegen sie eingeleitet werden. Wahrscheinlich das beste, da es dann Ruhe um dieses Thema gibt. Go Trump!
  • Marco  Steingruber aus Fribourg
    11.11.2016
    Während die Linken mit ihren gleichgerichteten Medien immer noch toben, brüllen, saschschädigen, wehklagen, usw., hats die Börse bereits gemerkt, was Sache ist: Sie steigt! Und das tut sie nur, wenn positive Stimmung aufkommt. Was war doch nicht alles in Weltuntergang gemacht worden, wenn Trump Präsident werde. Und die EU? Sie hockt "auf der heissen Herdplatte" (Junker, Schulz, Merkel usw.) und verlangt schon - bevor man mit ihm überhaupt spricht - als erstes Zusicherung und Zukunftspläne.
  • Pedros  Lupones 11.11.2016
    Die Option, die Russen würden ins Baltikum einmarschieren ist doch komplett absurd. Das weiss jeder, der jemals in seinem Leben Russland besucht hat. Man sollte diese Propaganda aus der NATO Küche besser endlich entsorgen.
  • Adrien  Lucas , via Facebook 11.11.2016
    Was blick nicht alles weiss... oder eher nicht weiss. Betreff. Hillary, auch das FBI kann niemand ins Gefängnis tun, es braucht dafür erst mal eine "Grand Jury". Wird der Fall neu aufgerollt, wird sich das FBI nicht mehr politisch verhalten, denn die Beweise gegen Hillary sind erdrückend. Allerdings geht es jetzt eher darum das Land zu versöhnen, als um Rache, so könnte sie wieder entkommen...
    Und die Stilikone der 60ger Jahre war Jackie (und nicht Jacky,ein Männername) kennedy.
    • Peter  Beutler aus Beatenberg
      11.11.2016
      Wie kann man so einfach behauptend, die Beweise, dass Hillary Clinton kriminelle Taten begangen habe, seien erdrückend. Von Beweisen zu sprechen und dann keinen einzigen vorzulegen, das ist nach unserem Recht eine Straftat, die nur dann nicht geahndet werden kann, wenn mildernde Umstände wie Unzurechnungsfähigkeit oder ein anderes schwerwiegend psychisches Problem vorliegt. Nur so viel: Trump hat Frau Clinton gesetzwirdriger Machenschaften beschuldigt, ohne Beweise in den Händen zu halten.
    • Adrian   Lucas aus somewhere
      11.11.2016
      @ Peter Beutler: wenn Sie Beweise brauchen suchen Sie mich auf Facebook, ich kann Ihnen die ganze Angelegenheit inkl. Beweise ins Detail erklären, am liebsten auf englisch. Hier sind 500 Zeichen zu wenig.
  • Walter  Staub , via Facebook 11.11.2016
    Wenn man das in Twitter von Trump vorgestellte Programm einmal betrachtet, sieht dieses recht erfolgversprechend aus. Einfach ausgedrückt, Entscheide mit gesundem Menschenverstand sollen heuchlerische und utopische Political Correctness-Politik ablösen.