USA US-Ethikbehörde kritisiert Trumps Pläne für sein Firmenimperium

Washington – Die US-Ethikbehörde hat die Pläne des künftigen Präsidenten Donald Trump zur Übergabe seines Firmenimperiums an seine Söhne als unzureichend zurückgewiesen. Damit bleibe Trump hinter den Massstäben seiner Vorgänger der vergangenen 40 Jahren zurück.

Donald Trump Jr (l) und Eric Trump, neue Eigentümer des Firmenimperiums play
Donald Trump Jr (l) und Eric Trump, neue Eigentümer des Firmenimperiums KEYSTONE/AP/PAUL SANCYA

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Öffentlicher Verkehr auf dem Handy Briten jagen Porno-Pendler
2 Papa hat sich vertwittert Trump lobt die falsche Ivanka
3 Anschlag auf Istanbuler Nachtclub mit 39 Toten Silvester-Attentäter...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Der Chef der unabhängigen Behörde für Regierungsethik, Walter Shaub, forderte Trump am Mittwoch auf, sein Geschäftsvermögen an einen Treuhänder abzugeben, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

Seit der Verabschiedung eines Ethikgesetzes nach dem Watergate-Skandal 1978 habe jeder US-Präsident sein Vermögen in einen sogenannten Blind Trust abgegeben, der von einem unabhängigen Treuhänder verwaltet wird, sagte Shaub in einer Rede am Washingtoner Brookings-Institut.

Auch Trumps Anwärter auf Kabinettsposten hätten sich an diese Regeln gehalten, sagte Shaub etwa mit Blick auf den designierten Aussenminister Rex Tillerson, der bislang den Ölkonzern ExxonMobil führte. Nur mit einer «Veräusserung» könne Trump die Konflikte zwischen seinen geschäftlichen Interessen und dem Präsidentenamt lösen, sagte Shaub.

Auch die demokratische Senatorin Elizabeth Warren forderte Trump auf, seine «geschäftlichen Interessen loszuwerden». Trump müsse sein Geschäftsvermögen von einem Treuhänder verwalten lassen, sagte Warren dem Sender Bloomberg TV.

Trump hatte am Mittwoch die Übergabe seines Firmenimperiums an seine Söhne bekanntgegeben. Er habe die entsprechenden Papiere unterzeichnet, um seinen Söhnen Eric (33) und Donald Jr. (39) die «komplette» Kontrolle über seine geschäftlichen Aktivitäten zu übergeben, sagte Trump bei seiner Medienkonferenz in New York.

Er selber werde sich heraushalten, kündigte Trump an. «Meine Söhne werden das Unternehmen führen», sagte Trump. «Sie werden es sehr professionell tun. Sie werden es nicht mit mir besprechen.»

Trumps Anwältin Sheri Dillon kündigte auf der Medienkonferenz zudem an, dass der Konzern während seiner Präsidentschaft keine neuen Geschäfte mit dem Ausland abschliessen werde. In den vergangenen Wochen seien mehr als 30 geplante Geschäfte mit ausländischen Partnern abgesagt worden, sagte sie.

Trump verkündete zudem, erst am Wochenende das Geschäftsangebot eines Unternehmers in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Umfang von zwei Milliarden Dollar ausgeschlagen zu haben. «Ich hätte es nicht ablehnen müssen», sagte Trump. «Aber als Präsident verfolge ich eine Leitlinie gegen Interessenkonflikte.» (SDA)

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden