Dakota-Indianer siegen nach monatelangen Protesten US-Armee stoppt Öl-Pipeline-Bau

WASHINGTON - Monatelang haben Indianer und Umweltschützer gegen den Bau einer Öl-Pipeline protestiert. Jetzt ernten sie die Lorbeeren für ihren Einsatz - die US-Armee hat den Bau gestoppt.

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Die umstrittene Ölpipeline in North Dakota wird vorerst nicht weiter gebaut. Statt der Route entlang eines Indianerreservats sollen Alternativen geprüft werden, teilte das United States Army Corps of Engineers gestern mit. Das ist ein Kommando der US-Armee, das im Bauingenieurwesen tätig ist.

Die Betreiberfirma Energy Transfer ist damit gar nicht einverstanden. Das Unternehmen warf Barack Obama unverhohlenen politischen Aktionismus vor.

Die Entscheidung ist ein grosser Sieg für mehrere Tausend Demonstranten. Gegen die Pipeline gibt es seit Monaten sowohl vor Ort als auch in sozialen Medien Proteste. Sie richten sich gegen eine drohende Verschmutzung der Umwelt. Die Indianer sehen heilige Stätten und ihre Wasserversorgung bedroht.

Partystimmung in North Dakota

In ersten Stellungnahmen reagierten Ureinwohner und Umweltschützer begeistert. Auf Bilder feiern die Protestanten ihren Erfolg. Videos auf Facebook aus einem Camp vor Ort zeigten Freudentänze. Die Stammesmitglieder der Sioux-Indianer skandierten lautstark: «Mni Wichoni» was soviel bedeutet wie «Wasser ist Leben».

Wie lange diese Freude währt ist indes noch nicht bekannt. Donald Trump ist ein Unterstützer der Pipeline und Experten rätseln, welche Entscheidung der zukünftige Präsident trifft.

Die Pipeline ist ein milliardenschweres Projekt. Sie soll Öl von den Tausenden Frackingbohrstellen im Norden North Dakotas in den Bundesstaat Illinois transportieren. Die Röhre soll insgesamt fast 1900 Kilometer lang sein. Sie ist bis auf das fehlende Stück unter dem Lake Oahe, dessen Bau von der Army jetzt angehalten wurde, fertig. (SDA/fss)

Publiziert am 04.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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