USA Nach Trump-Wahl gehen in den USA erneut Tausende auf die Strasse

Washington/New York – Die Protestwelle gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump rollt weiter. Den zweiten Tag in Folge gingen am Donnerstag zahlreiche Trump-Gegner in mehreren US-Städten auf die Strasse.

Unruhen in USA: Erneut Strassen-Demos gegen Donald Trump als Präsident play
«Nicht ihr Präsident»: Trump-Gegner im ganzen Land gehen auf die Strasse nach der Wahl. KEYSTONE/AP Milwaukee Journal-Sentinel/PAT A. ROBINSON

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Demonstrationen gab es unter anderem in Washington, Baltimore, Philadelphia, New York, Denver, Los Angeles und San Francisco. Die Stimmung war nicht so aufgeheizt wie am Mittwoch, weniger Menschen beteiligten sich an den meist friedlichen Protesten. Weitere Demonstrationen gegen Trump sind für das Wochenende geplant.

In Denver marschierten schätzungsweise rund 3000 Teilnehmer durch die Innenstadt. In Minneapolis und Los Angeles blockierten Teilnehmer Schnellstrassen bevor die Polizei sie entfernte. In Washington marschierten Demonstranten vom Weissen Haus, wo Trump Präsident Barack Obama zur Vorbereitung der Amtsübergabe getroffen hatte, zu Trumps neu eröffneten Hotel in der Hauptstadt. Dort skandierten mindestens 200 Menschen Slogans wie «Kein Hass! Keine Angst! Hier sind Einwanderer willkommen!» und trugen Schilder mit Slogans wie «Not my President» («Nicht mein Präsident»).

Protest erntete Trump auch von anderer Seite: Die Vereinigung der Korrespondenten des Weissen Hauses protestierte in aller Schärfe dagegen, dass Trump seine Reise von New York ins Weisse Haus nach Washington entgegen jahrzehntelanger Gepflogenheiten nicht von einem Berichterstatter-Pool begleiten liess. «Im Falle einer nationalen Krise wüssten die Amerikaner weder, wo ihr gewählter Präsident ist, noch wie es ihm geht», schrieb die Vereinigung WHCA in einem Statement. «Das ist völlig inakzeptabel.» Sie forderte Trump auf, die Reporter ihren Job machen zu lassen.

In Washington hatte sich Trump am Donnerstag mit dem republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, getroffen. Vor Journalisten sagte er danach, die Sicherheit der Grenzen und eine Gesundheitsreform gehörten zu seinen ersten Schwerpunkten als künftiger US-Präsident. Die dritte Priorität sei die wirtschaftliche Lage.

Auf die Frage, ob er mit dem Kongress an einem Einreisebann für Muslime arbeiten werde, antwortete Trump nicht. Die Forderung war Bestandteil seines Wahlkampfes. Er hatte seine Position allerdings mehrmals geändert. Auf seiner Homepage stand bis zuletzt eine Pressemitteilung aus dem vergangenen Jahr, in der er das Einreiseverbot forderte. Nach Trumps Wahlsieg verschwand diese jedoch von der Seite. (SDA)

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
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