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Der Angeklagte erklärte vor einem Bundesgericht im US- Bundesstaat Florida heute, er habe einem reichen Immobilien-Unternehmer geholfen, 200 Mio. Dollar vor den US-Steuerbehörden zu verbergen, wie das US-Justizministerium bestätigte.
Zu der damaligen Zeit sei er bei der UBS angestellt gewesen, führte der ehemalige Vermögensverwalter weiter aus, und sein Arbeitgeber habe ihm einen hohen Lohn gezahlt und Anreize für die Tätigkeiten geschaffen, die zu der Anklage geführt hätten. Ein UBS- Sprecher wollte dazu keinen Kommentar abgeben.
Sinneswandel
Der Angeklagte, ein 43-jähriger US-Bürger, ist schon seit einiger Zeit im Visier der Behörden. Zunächst hatte er alle Anschuldigungen zurückgewiesen.
Sein Sinneswandel und das nachfolgende Schuldbekenntnis könnten die laufende US-Untersuchung des Verhaltens der UBS in den USA in den Jahren 2000 bis 2007 beeinflussen.
20000 Kunden
Die US-Steuer- und Justizbehörden verlangen von der UBS Medienberichten zufolge die Kundendaten von bis zu 20000 reichen US-Amerikanern. Die Behörden haben laut der «New York Times» den Verdacht, dass sich auf der Liste Amerikaner befinden, die in den vergangenen Jahren über Schweizer UBS-Konten Geld am US-Fiskus vorbeigeschleust haben.
Wie am letzten Sonntag bekannt wurde, hat die USA in dieser Angelegenheit die Schweiz um Zusammenarbeit ersucht. Das Ersuchen wird nun von den Schweizer Behörden im Hinblick auf mögliche Amts- oder Rechtshilfe geprüft.
Urteil voraussichtlich Mitte August
Der Ex-Vermögensverwalter soll einem nicht genannten US- Milliardär geholfen haben, Scheinfirmen und andere Einheiten zu gründen, um so Vermögen im Ausland zu verbergen. Das Urteil ist am 13. August vorgesehen. Ein Mitangeklagter erschien nicht vor Gericht. Er wird in Liechtenstein vermutet. (SDA)