US-Wahlen Skandalvideo soll erstes Thema der TV-Debatte werden

Washington – Das Skandalvideo um Donald Trump soll zur ersten Frage des TV-Duells der US-Präsidentschaftskandidaten in der Nacht zum Montag werden - und Hillary Clinton wird als erste antworten.

Donald Trumps Sex-Video als erster Gegenstand im TV-Duell play
Trumps verächtliche Aussagen über Frauen machten es ihm unmöglich, ihn zu unterstützen, erklärte US-Senator John McCain am Samstagabend. KEYSTONE/AP/ROSS D. FRANKLIN

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Die Moderatoren Anderson Cooper (CNN) und Martha Raddatz (ABC) hätten sich darauf verständigt, die Veranstaltung in St. Louis gleich mit diesem Thema zu eröffnen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine ABC-Quelle. Zuvor war traditionell durch einen Münzwurf entschieden worden, wer zuerst antwortet.

Experten stritten darüber, ob dieser Auftakt Trump entgegen kommen könnte oder nicht. Topberater hatten ihm nach Medienberichten nahegelegt, sich in der Debatte möglichst rasch noch einmal für die obszönen Äusserungen über die Frauen im Video zu entschuldigen, klar zu machen, dass er sich längst geändert habe - und dann zu versuchen, den Blick schnell auf ein anderes Thema zu lenken.

Allerdings ist Trump für seine sehr begrenzte Disziplin bekannt - und könnte nach einer Entschuldigung gleich zum Angriff übergehen und die Frauenaffären von Hillarys Ehemann Bill Clinton ins Spiel bringen. Viele Experten glauben, dass dies ein schwerer Fehler wäre.

Die TV-Debatte um 21 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) hat ein sogenanntes Townhall-Format, das heisst, der Rahmen ist lockerer, und ein grosser Teil der Fragen kommt aus dem Publikum.

Unterdessen verurteilte auch US-Präsident Barack Obama die sexistischen Äusserungen Trumps als «entwürdigend und herabsetzend». Trump setze nicht nur Frauen herab, sondern auch Minderheiten, Einwanderer sowie Menschen anderen Glaubens und mache sich über Behinderte lustig - «er plustert sich selbst auf, indem er andere Leute herabsetzt», sagte der US-Präsident am Sonntag bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokraten in Chicago. (SDA)

Publiziert am 09.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
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