US-Studie zeigt alarmierende Zustände auf Schüler können Fake-News nicht erkennen

Amerikanische Jugendliche wissen kaum etwas über Medien. Sie können Falschmeldungen von richtigen Nachrichten kaum unterscheiden.

Amerikanische Jugendliche beziehen Informationen am liebsten aus sozialen Netzwerken. play
Amerikanische Jugendliche beziehen Informationen am liebsten aus sozialen Netzwerken. Imago

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Die beiden Tech-Giganten Google und Facebook haben letzte Woche beschlossen, aktiv gegen sogenannte Fake-News vorzugehen. Das sind als echte Nachrichten getarnte Falschmeldungen. Diese haben entweder zum Ziel, die Leser zu manipulieren oder sollen mit ihrem Sensationalismus im Internet viele Klicks generieren. 

Die Rolle der Fake-News wird vor allem vor dem Hintergrund der US-Präsidentschaftswahl diskutiert. Haben solche Falschmeldungen die Wähler beeinflusst? Nicht nur die Öffentlichkeit interessiert sich für das Thema, sondern auch die Wissenschaft.

Einfach manipulierbar

Eine neue Studie der Universität Stanford in Kalifornien zeigt, welchen Einfluss Fake-News bei jungen Menschen ausüben. Wissenschaftler befragten dafür 7800 amerikanische Schüler und Studenten.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Ganze 82 Prozent der Sechst- bis Achtklässler konnten echte Nachrichtenmeldungen nicht von gesponsertem Werbeinhalt unterscheiden.

Bei den Schülern der zehnten bis zwölften Klasse schenkten 40 Prozent der Befragten einem Artikel Glauben, der behauptete, ein quellenloses Foto einer deformierten Blume sei ein Beweis für die Verstrahlung in Fukushima. Ganze 85 Prozent dieser Schüler fanden zudem die bunte Grafik einer Ölfirma glaubwürdiger als ein Zeitungsartikel zum selben Thema.

Sogar Studenten getäuscht

Sogar bei den befragten Studenten herrschte grosse Unsicherheit bezüglich der Qualität der Information: Eine grosse Mehrheit liess sich von der professionellen Webseite einer Organisation mit extremen Ansichten in die Irre führen. Bei Twitter vertrauten sie zudem optisch angenehm gestalteten Beiträgen stärker als Tweets aus glaubwürdigen Quellen.

Auch die Art des News-Konsums sticht ins Auge: Ganze 88 Prozent der Jugendlichen bis 18 Jahre beziehen ihre Infos hauptsächlich über Social Media. (vac)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 17.01.2017
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4 Kommentare
  • Bernd  Matzgen 24.11.2016
    Na und? Jedesmal wenn in der Schweiz ein Mord mit Schusswaffe passiert, zeigt Blick irgend eine Schusswaffe oder sogar noch ein Armeegewehr, dass gar nichts mit dem Mord zu tun hat. Darf man das in Zukunft auch als Fake-News bezeichnen?
  • Heinz  Manhart aus Cainta
    24.11.2016
    Wieso wird immer angeführt, dass falsche Nachrichten Trump zum Wahlsieg verholfen haben? Wenn falsche Nachrichten die Wähler beeinflusst haben kann das sowohl auf Trump als auch auf Clinton angewandt werden.
    Zudem sind auch die sogenannten "seriösen" Medien nicht unschuldig. Allen voran CNN (Clinton News Network)
    • Meier  Ernst aus Erde
      24.11.2016
      Nana, wenn man CNN nennt, dann darf man auch den Republikaner nahe stehenden Sender FOX nicht unerwähnt lassen. Ob nun CNN oder FOX die Nase "vorn" hat, wenn es darum geht den Wahrheitsgehalt einer Meldung "modifiziert" dem Zuschauer nahezubringen, darüber kann man streiten. Es gilt: Informationen bedeutet Macht. Mögliche falsche Informationen bedeuten noch mehr Macht, wenn man es nur geschickt genug anstellt.
  • Marco  Gutknecht 23.11.2016
    Hat irgendjemand etwas anderes erwartet? Wie sonst hätte Trump gewählt werden können, weil die Internetuser gelaubt haben, er sei ein guter Kandidat.