US-Regierung Putin soll Cyberangriffe befohlen haben

WASHINGTON (USA) - Washington hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine direkte Verantwortung für die Hackerangriffe während des US-Wahlkampfes zugewiesen.

US-Regierung beschuldigt Russland: Putin startete Cyber-Angriffe play
Russlands Präsident Wladimir Putin soll sich laut US-Geheimdienst an der US-Wahl beteiligt haben. AP

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Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine direkte Verantwortung für die Hackerangriffe während des US-Wahlkampfes zugewiesen.

«Nichts von derartiger Tragweise» geschehe innerhalb der russischen Regierung, ohne dass Putin davon wisse, sagte der Obama-Berater Ben Rhodes am Donnerstag im Fernsehsender MSNBC. Putin sei letztlich als oberster Amtsträger «für die Taten der russischen Regierung verantwortlich».

Zuvor hatte der Sender NBC News berichtet, dass Putin selbst Anweisungen für den Umgang mit gehackten E-Mails der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gegeben habe. Der russische Staatschef habe dies anfänglich aus Rache getan, weil die Demokratin als Aussenministerin öffentlich die Rechtmässigkeit der russischen Wahlen von 2011 in Frage gestellt habe, meldete der Sender unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstverantwortliche.

Später habe Putin dann sein Vorgehen ausgeweitet, um das politische System in den USA als korrupt darzustellen, hiess es in dem Beitrag weiter.

Kreml: Lächerlicher Unsinn

Putins Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe als «lächerlichen Unsinn» zurück.

Auch der gewählte US-Präsident Donald Trump hat in Abrede gestellt, dass Russland hinter den Cyberangriffen auf die Demokraten stecke. Der Republikaner zog entsprechende Informationen durch die US-Geheimdienste in Zweifel.

«Wenn Russland oder irgendeine andere Einheit gehackt hat, warum hat das Weisse Haus dann so lange gewartet, um zu handeln?», schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Warum haben sie sich erst beschwert, nachdem Hillary verloren hat?".

Allerdings hatten zwar nicht das Weisse Haus selbst, jedoch Geheimdienstkoordinator James Clapper sowie das Ministerium für Innere Sicherheit einen Monat vor der Wahl Russland beschuldigt, hinter den Cyberattacken zu stecken. Die Hacker hatten interne Mails der Parteiführung der Demokraten geraubt und waren auch in den Account von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta eingedrungen.

Obama hatte in der vergangenen Woche eine umfassende Untersuchung der Cyberattacken angeordnet. Der Bericht soll ihm noch vor seinem Ausscheiden aus dem Amt am 20. Januar vorgelegt werden. (SDA)

Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
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13 Kommentare
  • Hans Jakob  Rölli , via Facebook 16.12.2016
    Seit ewigen Zeiten hacken amerikanische Dienste weltweit im Internet herum. Ohne, dass gross darüber diskutiert wurde, resp. wird.
    Heute ist jede (Gross-)Macht angehalten, die Gegner zu kontrollieren.
    Für mich darf also Niemand die Russen, oder die Chinesen deswegen angreifen.
    Es herrscht ein weltweiter Gleichstand ....
  • Meyer  Roman aus Aarau
    16.12.2016
    Herr Baumberger
    Sie überschätzen Präsident Putin und Russland.
    Die haben genug eigene Sorgen.

    Für alles ist Russland schuld, warum verhaken sich die Medien so.

    • Olivier  Baumberger 16.12.2016
      Herr Roman
      Die Geschichte hat gezeigt, dass man nie jemand unterschätzen sollte. Allen voran Russland und Putin nicht. Auch die Tatsache, dass Russland wirklich genug eigene Sorgen hat, macht das ganze nicht weniger gefährlich. Denn Putin schiebt die Schuld immer dem Westen und der USA zu, und Sensibilisiert seine Bevölkerung geradezu dazu an, so zu denken. Putin ist ein Diktator wie er im Buche steht, nur wollen das viele Menschen einfach nicht wahrhaben.
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    16.12.2016
    Wo sind die Beweise Dr. Obama? Behauptungen ohne Beweise nennt man heute Fake-News oder bestenfalls Verschwörungstheorien.
  • Matthias  Etter aus Ebikon
    16.12.2016
    Es fehlt jeder Beweis und sogar die Washington Post (die Quelle des Berichtes) gesteht mittlerweile Bedenken ein. Lass uns erwachsen sein. In Georgia wurden die Hacker vorgestern als Homeland Security IPs entlarvt
  • Didier  Eisenring , via Facebook 16.12.2016
    Hatten wir das nicht schon einmal, zweimal, wie oft noch? Hussein, Bin Laden, Gaddhafi, Assad, jetzt Putin. Immer schön draufhalten, bis das Feindbild mächtig genug ist, um in der breiten Bevölkerung Stimmung zu machen für die nächste kriminelle Aktion (illegale Kriege). Dass die Amerikaner so agieren ist ja nicht überraschend. Traurig ist, wie "unsere" Presse dieses so offensichtlich durchschaubare Spiel so eifrig mitspielt. Kriegspropaganda in Schweizer Medien, nein danke.
    • Olivier  Baumberger 16.12.2016
      Na klar, immer schön die Tatsachen verdrehen und den ach so bösen Amerikanern die schuld an allem geben. Die von Ihnen genannten Anführer waren oder sind ja weltweit bekannt für ihre Menschlichkeit und Fürsorge zu ihrem eigenen Volk gewesen. Zum Glück kann man sich ja alles immer so einreden wie man das gerne hätte und wünscht. Und dass man Russland ein Embargo an den Hals hängt, dafür ist Russland selber schuld. Wenn sie nicht falsch spielen würden, gäbe es ja auch kein Embargo.