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Der frührere Befehlshaber der US-Truppen im Irak Sanchez war von Anfang an eine zentrale Figur in dem Misshandlungsskandal. Er hatte am 14. September 2003 Richtlinien für Vernehmungspraktiken erlassen und sie am 12. Oktober revidiert – etwa zu der Zeit, zu der sich die Misshandlungen ereigneten. In zwei früheren Untersuchungsberichten war Sanchez vorgeworfen worden, nicht scharf genug durchgegriffen zu haben.
Doch jetzt wäscht ein Untersuchungsbericht vom Chef des Heeresaufsichtsamts, Generalinspektor Stanley Green, Sanchez von jeglicher Mitschuld an der Misshandlung irakischer Gefangener rein. Sanchez bleibt demnach weiter Chef des in Deutschland beheimateten V. Korps. Unbestraft bleiben auch sein Stellvertreter, Generalmajor Walter Wojdakowski, sein juristischer Berater Mark Warren und Generalmajorin Barbara Fast, die unter Sanchez als Chefin des US-Militärgeheimdienstes in Bagdad arbeitete.
Für gerechtfertigt hält Green hingegen die Anschuldigungen gegen die Reserve-Brigadegeneralin Janis Karpinski. Karpinski befehligte zum Zeitpunkt der Misshandlungen die für Abu Ghraib zuständige 800. Militärpolizei-Brigade. Sie hat ihr Kommando verloren und erhielt einen Verweis.
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Dieses Bild mit Lynndie England sorgte weltweit für Entsetzen und Empörung. (AP)