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McKinnon legte beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg Berufung ein – ohne Erfolg. In zwei Wochen wird der Hacker an Amerika ausgeliefert. Dort droht ihm eine 70 Jahre lange Haftstrafe wegen Sabotage.
Der Arbeitslose gestand, zwischen 2001 und 2002 fast 100 Computer von einer Wohnung in London aus angezapft zu haben. McKinnon sagte aber, er habe aus Neugier gehandelt. Er hätte nach Informationen über Ufos suchen wollen.
Das sehen die US-Behörden anders: Sie beschuldigen den Briten, kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Daten gelöscht und ein wichtiges System beim Militär lahmgelegt zu haben. Dieses Vergehen gilt unter Umständen als Terrorismus.
Am Boden zerstört – und krank
«Er ist wegen der Entscheidung am Boden zerstört», sagte McKinnons Verteidigerin. «Unser Mandant steht nun vor einer Strafverfolgung und Haft, Tausende Meilen von seiner Familie entfernt, in einem Land, das er nie betreten hat.» Zudem sei bei ihm das Asperger-Syndrom diagnostiziert worden, eine Behinderung, die zum Autismusspektrum gerechnet wird.
McKinnon sieht seine Menschenrechte verletzt. Der Mann wurde 2002 in Grossbritannien festgenommen, aber nie angeklagt. McKinnon hat in seiner Heimat bereits vor einem Monat die Berufung vor dem House of Lords verloren. (SDA)
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Auf der Suche nach Ufo-Infos knackte er von London aus Computer im Pentagon: Gary McKinnon. (AP)