US-Diplomaten in Russland unter Drogen gesetzt? «Vielleicht haben sie zu viel getrunken»

MOSKAU/WASHINGTON - Bei einer Konferenz in St.Petersburg sollen zwei US-Diplomaten unter Drogen gesetzt worden sein. Der Russische Vize-Aussenminister bestreitet diese Vorwürfe.

Anschuldigung: US-Diplomaten in Russland unter Drogen gesetzt play
Sergei Ryabkov an einer Sitzung AP Photo/Fabrice Coffrini

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Im November des letzten Jahres fand in St. Petersburg eine UN-Konferenz gegen Korruption statt.

An dem Treffen der Vereinten Nationen nahmen auch zwei US-Diplomaten teil. Die Reise der beiden Gesandten mutierte allerdings zum Horrortrip. 

Stromausfall im Spital 

Laut einem US-Regierungssprecher wurden die Staatsvertreter an einer Hotelbar nämlich mit K.o.-Tropfen ausser Gefecht gesetzt.

Einer der beiden musste demnach sogar in eine Klinik eingeliefert werden. Dort wurden Blutproben und andere Tests durchgeführt um herauszufinden, was dem Gesandten fehlt. Genau in diesem Moment fiel jedoch die Elektrizität des Spitals aus. Dabei gingen alle notwendigen Unterlagen verloren.

Die Offiziellen wurden danach sofort aus Russland abtransportiert um in den Staaten genauere Untersuchungen durchzuführen. Durch den Flug ging aber so viel Zeit verloren, dass keine Beweise gesichert werden konnten, wie Radio Free Europe berichtet. 

Ohne Beweise keine Ermittlung

Dennoch legten die USA wegen es Zwischenfalls in Moskau Protest ein. Und die Antwort aus Russland kam rasch: «Ohne Beweise können wir nichts tun». 

In einem Statement, dass der Russische Vize-Aussenminister Sergei Ryabkov nun vorlegte, bestreitet dieser den Vorfall sogar komplett.

«Wir hätten den Fall gerne untersucht, doch wir haben nicht einmal die Namen der angeblichen Opfer erhalten», schreibt Ryabkov.  «Eine Untersuchung der Verantwortlichen zeigte ausserdem, dass kein US-Bürger zu dieser Zeit in ein Spital eingeliefert wurde».

Rybakov ist sich seiner Sache deshalb ziemlich sicher: «Wahrscheinlich haben sie einfach zu viel getrunken». (fss)

Publiziert am 05.10.2016 | Aktualisiert am 05.10.2016
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6 Kommentare
  • Christophe  Juge aus Solothurn
    06.10.2016
    Russischer Wodka ist halt starker Stoff für zwei Ami-Boys, die mit 21 das erste Mal ein Light-Beer aus der Dose getrunken und sich danach wie die Grössten gefühlt haben.
  • Ernest  Blanco 05.10.2016
    Musste schon etwas lachen ob dieser Story - aber ich sehe absolut keinen Nutzen darin für die Russen, wenn Sie diesen US Diplomaten KO Tropfen verabreichen. Wenn Sie dann wirklich böse spielen wollten, weshalb dann nicht eliminieren. Vielleicht steckt ja doch eher ein Escort Service dahinter, welcher dachte, diese zwei Cowboys ausnehmen zu können ?
  • Peter  Weber 05.10.2016
    Diese Hetzerei der Amerikaner gegen die Russen geht mir gehörig auf die Nerven! Die Amis sollen gefälligst mal vor der eigenen Türe wischen und aufhören sich an allen Orten einzumischen und alle zu verklagen!!!
  • Martin  Fux aus Grenchen
    05.10.2016
    Den Amis ist aber auch keine Ausrede zu billig, um Russland etwas an zu hängen. Dieses Volk degeneriert täglich!
  • Thomas  Zürcher 05.10.2016
    Die Belästigungen und Schikanen amerikanischer Diplomaten in Russland nimmt seit einigen Jahren ständig zu – und zwar nicht erst seit der Krim-Krise. Über Schikanen beklagen sich allerdings auch russische Diplomaten in den USA.Diplomatie beruht auf Gegenseitigkeit. Je mehr die Amerikaner die gegenseitigen Beziehungen beschädigen, desto schwieriger wird es für amerikanische Diplomaten in Zukunft in Russland zu arbeiten.
    • Robert  Mosimann 05.10.2016
      Sie sind von wenigen Schweizer, die realisieren, dass das alte Feindbild der "bösen Russen" seit Jahren der Vergangenheit angehört. Man frage sich, wer war und ist die treibende Kraft in den Kriegen nach dem letzten Weltkrieg von Vietnam bis Syrien und hinterlassen das grössere Chaos als vor den Kriegen ? Es sind unbestritten die USA und nicht die "bösen" Russen.