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Fast sechs Wochen sind vergangen seit Francesco Schettino die Costa Concordia gegen einen Felsen vor der Insel Giglio setzte. Die Abpump-Arbeiten am Wrack laufen. Die Angst, es könnte auf den Meeresboden sinken, bleibt. Und ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: sie ist begründet.
Das Wrack der Costa Concordia liegt über einem antikem Schiffsfriedhof, wie «Spiegel Online» berichtet. Es seien mehr als ein Dutzend Schiffe, die rund um die Insel Giglio auf dem Meeresgrund liegen – und mittendrin ein archäologischer Schatz. Es ist das älteste bekannte Wrack des Mittelmeers, vor 2600 Jahren auf das «Secca i Pignocchi»-Riff gelaufen.
Für den Unterwasserarchäologen Mensun Bound war es nach eigenen Angaben die beste Taucherfahrung seines Lebens. Er hatte im Jahr 1982 im Innern des Wracks wertvolle Fracht – Waren aus Ostgriechenland, Phönizien und Etrurien – gefunden. Und das Holz des Schiffs hat den Forschern viel über die antike Schiffsbaukunst verraten.
Auf dem Schiffsfriedhof, nur 300 Meter vom Bug der Costa Concordia entfernt, liegt ein römisches Wrack, gesunken im 3. Jahrhundert nach Christus. Der Frachter hatte auch den Felsen Le Scole gerammt.
Der Unterwasserarchäologe Enrico Ciabatti untersuchte des Schiff in den 1980er Jahren. Er sagte gegenüber dem Online-Portal: «Warum das Schiff so nahe an die Insel heran segelte, wissen wir nicht. Vielleicht geriet es in einen Sturm.» Eine 'Verbeugung' wie bei Schettino schliesse er aus.
In der Nähe des Hecks der Costa Concordia, an den Klippen von Punta del Lazzaretto liegen zwei weitere römische Wracks und auch auf der Nordseite Giglios wurden in der Vergangenheit bereits Schiffe versenkt. Es sind mehr als ein Dutzend Schiffe, die dort auf dem Meeresgrund liegen. (gtq)
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