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Chile, 3.34 Uhr mitten in der Nacht. Ein gewaltiges Erdbeben erschüttert während rund 90 Sekunden das ganze Land. In halb Südamerika sind die gewaltigen Erdstösse zu spüren.
«Das Erdbeben schüttelte mich so stark, dass ich die Haustüre nicht öffnen konnte. Ich wollte mit meinen Kindern fliehen», schildert ein völlig verängstigte Frau aus Santiago den Moment, als hunderte Menschen in Chile ihr Leben verlieren.
Viele Menschen flüchten sofort im Schlafanzug auf die Strasse, mehr als 20 Nachbeben folgten nach dem ersten verheerenden Ereignis. In vielen Bereichen des Landes brechen Gebäude, Strassen und Brücken ein, das Handy- und Festnetz setzt aus, die Gas- und Wasserversorgung bricht zusammen.
Besonders hart trifft es Concepciòn, die zweitgrösste Stadt des Landes: «Es gibt keine Strasse, in der kein Schutt liegt. Unter den Trümmern hört man Kinder schreien», berichtet ein TV-Reporter.
Alle wichtigen Gebäude der etwa 500 Kilometer südlich von Santiago de Chile gelegenen Stadt stürzen unter der Wucht des Bebens ein. Auf den Straßen türmen sich Trümmerberge, überall seien Risse im Boden zu sehen.
Noch in der Nacht werden Hunderte von Patienten aus dem regionalen Krankenhaus geholt. In Decken gehüllte Frauen, schreiende Kinder und Männer mit Taschenlampen, die im Schlaf von dem Unglück überrascht wurden, sind die ersten gewesen, die versuchen, sich einen Weg aus den Trümmern zu bahnen. (SDA/bih)