Unter den Opfern sind mehrere Kinder: Mindestens 20 ertrunkene Flüchtlinge vor türkischem Badeort

Bei zwei Flüchtlings-Tragödien vor der türkischen Küste sind mindestens 20 Menschen ertrunken. 13 Menschen starben in der Region Dikili, als ihr Boot bei schlechtem Wetter auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos kenterte.

Mindestens 20 ertrunkene Flüchtlinge vor türkischem Badeort

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Das Unglück ereignete sich, als Flüchtlinge von der Türkei auf die griechischen Inseln übergesetzt hatten. Dutzende konnten laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Dogan gerettet werden, viele mussten aber mit Unterkühlung ins Spital gebracht werden.

In ein mit 58 Flüchtlingen überfülltes Schlauchboot ist offenbar vor dem Badeort Dikili Wasser eingedrungen. Unter den Toten waren mehrere Kinder.

Trotz winterlicher Temperaturen und derzeit schlechter Wetterbedingungen versuchen nach Angaben der türkischen Behörden weiterhin zahlreiche Flüchtlinge, von der türkischen Küste aus die griechischen Ägäis-Inseln und damit die EU zu erreichen.

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Trotz widrigsten Bedingungen wollten die Flüchtlinge nach Griechenland übersetzen. Reuters

 

In Griechenland kamen heute nach Angaben der Küstenwache in der Hafenstadt Piräus 2477 Flüchtlinge an Bord von zwei Fähren von den Inseln Chios und Lesbos an. Am späten Montagabend war eine andere Fähre mit 1880 Menschen aus den gleichen Inseln in Piräus eingelaufen.

Die Türkei hat nach Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) alleine aus Syrien 2,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Im vergangenen Jahr verliessen mehrere Hunderttausend die Türkei über den gefährlichen Seeweg Richtung Griechenland.

Die Türkei hat 25 Lager für Flüchtlinge errichtet. Die Mehrzahl der Syrer lebt jedoch ausserhalb der Aufnahmezentren und ist auf sich alleine gestellt. Die schwierigen Lebensbedingungen in der Türkei geben viele Flüchtlinge als Hauptgrund für ihre Migration nach Europa an. (SDA)

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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4 Kommentare
  • Klaus  Müller 05.01.2016
    Australien macht vor, was hilft und auch dem Sterben auf See ein Ende setzt. Kein Bootsflüchtling erhält dort Asyl. Seit dem sich das herumgesprochen hat, gibt es keine Toten mehr auf See. Und wer nur dem Krieg entfliehen will, wäre auch in den Nachbarstaaten sicher.
  • Rodolfo  Giavelottino 05.01.2016
    Wenn das Pulverfass am persischen Golf hochgeht, dann gehts erst richtig los. Das war nur ein Vorgeplänkel bisher, ein Sonntagsschulgeschichtlein. Der Brutalothriller wird erst noch geschrieben.......
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 05.01.2016
    Wer bei diesem Wetter mit Kinder über das Meer flüchtet, mach sich strafbar. Ist ja verantwortungslos was die da machen. Kinder können sich ja nicht wehren. Nichts kann so schlimm sein, wie das die eigenen Kinder sterben müssen, weil Verantwortungslose Eltern bei solch Verhältnissen flüchten.
    • Patricia  Schweizer 05.01.2016
      Die Daumen runter Drücker sind wohl der Meinung, dass WIR daran schuld sind und nicht diese Eltern. In der Türkei herrscht schliesslich Krieg und die Leute müssen bis nach Westeuropa flüchten, komme was wolle. Und da wir keine Schiffe, Flieger zur Verfügung stellen....naja!