Heute vor fünf Jahren ist es passiert: der Terroranschlag, der als «9/11» Geschichte machte. Seither ist Terror ein Teil unseres Alltags geworden. Wie können wir damit umgehen?«9/11»: Schrecklich, was Terror in unserer Zeit anrichtet! Tausende Tote heute vor fünf Jahren in den USA, Hunderte von Opfern seither bei Anschlägen auf Bali, in
Madrid, in
London. Und nicht auszudenken, wieviele Menschen hätten sterben müssen, wären zahlreiche Anschläge nicht vereitelt worden.Schrecklich, diese zerfetzten Toten, schrecklich, diese traumatisierten Überlebenden.Woher kommt dieser Terror?Schrecklich aber auch die Antwort der führenden Macht des Westens! – Der ungerechte
Krieg im Irak, das Foltergefängnis Abu Ghraib in
Bagdad, die geheimen CIA-Gefängnisse, der Skandal Guantánamo Bay. Schrecklich, wie hier gerade die westlichen Werte mit Füssen getreten werden, die doch verteidigt werden sollten.Schrecklich, diese gedemütigten, gefolterten, verhöhnten Gefangenen.Woher kommt diese Verachtung der
Menschenrechte?Schrecklich ist, wie wir uns an diesen Terror gewöhnt haben! Wenn es nicht allzu viele Tote gibt, reicht eine Bombe an einem Ferienort nicht mehr aus, um Menschen in grosser Zahl zum Abbruch der Ferien oder zu Umbuchungen zu bewegen.Aber ist das nicht auch menschlich?Schrecklich ist schliesslich, wenn Terror – aufbereitet durch die Medien – für schauerliche Unterhaltung sorgt. Die Bilder der einstürzenden Türme des World-Trade-Centers in New York: Was für ein Spektakel!Wir lieben die Sensation. Das ist doch menschlich.Terror ist schrecklich. Und doch! Es ist menschlich, dass wir gelernt haben, mit dem Terror zu leben. Das Leben geht weiter. Das tröstet. Und die Lektion, die zu lernen wäre: Aufgepasst bei jedem, der Moral und Wahrheit für sich gepachtet hat! Der entscheidet, wer gut und wer böse ist, wer leben darf und wer sterben muss! Und der Patentrezepte auftischt, wie die Menschheit zu retten wäre!