UNO-Sicherheitsrat fordert den sofortigen Stopp der Gewalt

  • Publiziert: 28.12.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Der Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen, Zalmay Khalilzad (r.), wollte die Luftangriffe Israels nicht explizit verurteilen. (AP)

NEW YORK – Der UNO-Sicherheitsrat hat nach einer vierstündigen Dringlichkeitssitzung den sofortigen Stopp aller Militäraktionen im Gazastreifen gefordert. Die 15 UNO- Botschafter waren auf Antrag Libyens zusammengetreten.

Auf eine explizite Verurteilung der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen einigten sich die Mitglieder des Sicherheitsrates heute Morgen nicht. Bei der Militäraktion sind seit Samstag über 270 Menschen ums Leben gekommen.

Der amerikanische UNO-Botschafter Zalmay Khalilzad sagte nach der Sitzung in New York: «Wir wollen ein Ende der Gewalt.» Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelisches Gelände den Luftangriffen Israels vorausgegangen seien.

Zuvor hatte Israel in einem dringenden Brief an UNO- Generalsekretär Ban Ki Moon und den Präsidenten des Sicherheitsrates sein Vorgehen im Gazastreifen verteidigt. (sda/dct)

Dunkle Zeiten in Bethlehem

Aus Protest gegen die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen sollen am grossen Weihnachtsbaum vor der Geburtskirche in Bethlehem die Lichter ausgehen.

Die Beleuchtung des grossen Baumes sowie von anderen Weihnachtsdekorationen in der Geburtsstadt von Jesus Christus werde als Zeichen des Protests ausgeschaltet, erklärte der Bürgermeister der Stadt im palästinensischen Westjordanland.

Der Weihnachtsbaum vor der Geburtskirche bleibt normalerweise bis zum Ende des orthodoxen Weihnachtsfestes im Januar beleuchtet. Nach dem jahrelangen Rückgang der Touristen waren in diesem Jahr zu Weihnachten wieder tausende Menschen nach Bethlehem gekommen.

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