UNO prangert an Unhaltbare Zustände in griechischem Flüchtlingslager

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk fordert die griechische Regierung auf, dringend zu handeln. Nach heftigen Niederschlägen sei die Lage im Flüchtlings-Hotspot auf der Insel Samos nicht mehr tragbar.

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Unwürdige Bedingungen im Flüchtlingslager. human rights watch

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Heftige Regenfälle haben die Lage im Flüchtingslager auf der griechischen Insel Samos nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) dramatisch verschlimmert. Zelte und andere Unterstände seien beschädigt worden, teilte die UN-Organisation heute mit. Bis zu 1000 Flüchtlinge seien betroffen und hätten teilweise ihre letzten Habseligkeiten verloren.

Viele Menschen, darunter auch schwangere Frauen und Behinderte, übernachteten unter unwürdigen Bedingungen im Freien. Zudem ist das Flüchtlingslager in der Nähe der Ortschaft Vathy völlig überfüllt.

Im sogenannten Hotspot leben nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise knapp 2700 Menschen. Konzipiert wurde er allerdings nur für die Aufnahme von 850 Personen. Die Hälfte der Flüchtlinge lebe deshalb in kleinen Zelten und habe nur beschränkt Zugang zu Toiletten und Duschen.

«Das UNHCR appelliert an alle zuständigen Behörden, schnell zu handeln», schreibt das UNO-Hilfswerk in Athen in einer Erklärung. Flüchtlinge sollten zügig registriert und anschliessend auf dem griechischen Festland untergebracht werden, um die Inseln zu entlasten.

Umsiedlungs-Programm harzt

Bereits in der Vergangenheit hatten Menschenrechtsorganisationen auf die teilweise prekären Bedingungen in den griechischen Hotspots aufmerksam gemacht. Doch die griechischen Behörden sind nach wie vor überfordert mit der Registrierung der ankommenden Flüchtlinge. Es fehlt an Personal – auch, weil die EU-Mitgliedsstaaten noch immer zögern, dringend benötigte Experten an die Aussengrenze zu entsenden.

Zudem geht es auch mit dem Umsiedlungs-Programm der EU noch immer nicht recht vorwärts. Bis September nächsten Jahres wollte die EU 160'000 Flüchtlinge aus den überlasteten Staaten Italien und Griechenland in andere EU-Staaten umsiedeln, wo ihr Asylgesuch behandelt werden soll. Bis heute wurden allerdings erst rund 5000 Flüchtlinge aus Griechenland von anderen Mitgliedsstaaten aufgenommen. (SDA/lha)

Publiziert am 14.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
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  • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
    14.11.2016
    Viele Menschen, darunter auch schwangere Frauen: Kopfschüttel. Menschen in der Not, flüchten vor Krieg, aber zeugen dennoch nachwuchs? ja was jetzt? Kein rechtdenkender Mensch zeugt Kinder im Krieg oder auf der Flucht in eine ungewisse Zukunft, oder ist die Zukunft dieser Flüchtlinge gar nicht ungewiss? Gewisse Leute scheinen mehr zu wissen als der normale Bürger. Es kann jeder Denken was er will.
  • Hugo  Thoma aus Amden
    14.11.2016
    Die Bilder schon vergessen,vom umgang mit Nahrungsmitteln und Kleidern etc. ,die die Flüchtlinge auf Ihrem Weg Hierher hinterlassen haben???? Glaubt hier jemand,dass wenn Sie hier sind,sich diesbezüglich ewas ändern wird ??? Es ist schön ,dass noch jemand an den Weinachtsmann glaubt............
  • Istvan  Gorowich aus Switz
    14.11.2016
    Und warum räumen die Flüchtlinge nicht auf? Hätten doch genug Zeit dafür, oder? Aber die warten halt lieber, bis ihnen die EU und die EMRK die Putzfrau vorbei schickt.
  • Fritz  Meyer aus Amden
    14.11.2016
    Ordnung ist leider für viele Flüchtlinge ein Fremdwort. Eine total und vom Feinsten umgebaute Asylunterkunft in Nottwil war innerhalb eines halben Jahres eine Bruchbude. Küche kaputt ect. Und dies ist wahrlich kein Einzelfall. Ordnung ist in der kleinsten Hütte möglich. Ich kann mich an die Nachkriegszeit erinnern. Sehr vieles zerbombt, aber Ordnung wurde gemacht und zwar schnell.
  • Hans  Müller aus Bern
    14.11.2016
    Es wäre sicher auch da nicht verboten mal zu putzen und aufzuräumen. Aber weshalb auch, bei uns wird dies ja dann sicher für sie übernommen nicht dass noch jemand arbeiten müsste.